Schweiz
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Die SBB wollen 2020 weitere Exemplare der Fernverkehrs-Doppelstockzüge FV-Dosto in Betrieb nehmen. Bisher galten diese neuen Zugskompositionen als pannenanfällig.

Bild: KEYSTONE

Wegen FV-Dosto-Problemen: SBB mieten bei Konkurrenz Züge



Die SBB haben bei der Südostbahn zwei Zugskompositionen gemietet, um die durch die verspätete Auslieferung des Pannenzugs FV-Dosto verursachte angespannte Lage beim Rollmaterial zu entschärfen. Inzwischen sind 15 der neuen Doppelstockzüge im Einsatz.

Die SBB hatten im vergangenen Jahr einen Rollmaterial-Ausschuss gebildet, um sich nach Möglichkeiten umzuschauen, allenfalls Rollmaterial zuzumieten, wie die SBB am Samstag einen Bericht der Tamedia-Medien bestätigten.

Über die Möglichkeit, bei der Südostbahn zwei Zugskompositionen zu mieten, hatte vor zwei Wochen bereits die «Zürichsee-Zeitung» berichtet. Dieses Mietgeschäft wird nun vollzogen, um drohenden Rollmaterialengpässen vorzubeugen.

Die Einführung des verspäteten und pannenanfälligen Bombardier-Zugs FV-Dosto schreitet derweil voran. Diese Woche konnten die SBB zwei weitere Züge übernehmen, vergangene Woche einen. Derzeit sind 15 der 62 für drei Milliarden Franken bestellten Doppelstockzüge im Einsatz. Bis zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni sollen es laut SBB 21 Züge sein.

Durch die verspätete Auslieferung der Fernverkehrszüge FV-Dosto überschneidet sich die Einführung verschiedener Beschaffungen. So werden mit dem Stadler-Rail-Zug «Giruno» für die Nord-Süd-Verbindung und den «Flirts» für die Genfer S-Bahn gleichzeitig weitere neue Züge in Betrieb genommen.

Und bereits steht das nächste grosse Beschaffungsprojekt an. Als nächste Rollmaterialbeschaffung sollen die einstöckigen Züge des Regionalverkehrs schrittweise ersetzt werden, da die ersten dieser Züge laut SBB in absehbarer Zeit das Ende ihrer Einsatzdauer erreicht haben.

Dabei geht es wiederum um ein Beschaffungsvolumen von rund drei Milliarden Franken. Die SBB wollen aber keinen komplett neuen Zug bestellen, sondern auf Fahrzeugplattformen setzen, die bereits erfolgreich im Einsatz stehen. Das werde die Beschaffung einfacher und günstiger machen, schreiben die SBB. Je nach Einsatzort könnten die Züge innen anders ausgerüstet werden und mehr oder weniger Sitzplätze aufweisen.

Die ersten neuen Züge werden voraussichtlich 2023 eingesetzt. Gemäss dem aktuellen Stand der Planung ist ihr Einsatz in der Ostschweiz und im Wallis vorgesehen. (kün/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Walter Ott 26.05.2019 19:24
    Highlight Highlight BLS könnte der SBB Züge vermieten aber CEO Andreas Meyer will nicht. Lieber lässt er aus überfüllten Zügen Passagiere aussteigen und erhält dafür einen Leistungsbonus. Wann endlich werden wir Passagiere von diesem CEO erlöst?
  • iisebahnerin 25.05.2019 20:32
    Highlight Highlight Wieviel wird das Bombardier-FVDosto-Disaster wohl schlussendlich die SBB kosten?? Das katastrophal instabile SOPRE-Tool hat zudem Kosten von weit über 60Mio. verursacht! Vom SCAROS)Debakel bei SBB Cargo fange ich besser nicht auch nich an....
    Wann endlich übernehmen die VRs und der CEO ihre Verantwortung?
    NB: Verantwortung übernehmen bedeutet nicht, einen Bonus "durez'täubele", Herr Meyer!
  • Yehidaywaybay 25.05.2019 18:13
    Highlight Highlight Weiss per Zufall irgendjemand genau um welche Züge es sich handelt welche die SBB gemietet hat. Ich weiss es sind zwei von der SOB aber von Typ und dem neuen Einsatzgebiet steht nichts. In den anderen Webseiten steht auch nur die gleiche Agenturmeldung drin...
    Eine Frage von einem Zugnerd :)
    • sief2000 25.05.2019 19:29
      Highlight Highlight Ich habe mir auch schon die gleiche Frage gestellt. Ich vermute es werden 2 Kompositionen des neuen Traverso sein, die diesen Dezember für denn Voralpenexpress bestimmt sind.
  • Capslock 25.05.2019 11:53
    Highlight Highlight Die zum Himmel stinkende Bombardier-Geschichte geht also in die nächste Runde und es ist nur zu hoffen, dass die zusätzlichen Kosten den Herren dieses sog. "Bahnbauer" präsentiert werden. Eines wird wohl immer wahrscheinlicher, dass bei Bombardier künftig keine einzige Schraube mehr in Auftrag gegeben werden darf, denn der Besteller ist nicht davon gefeit, dass er eine solche ohne Gewinde geliefert bekommt.

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