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Bund warnt vor unsicheren Perrons – nur 54 Bahnhöfe der SBB mit Kameras überwacht

Eine Hinweistafel steht auf dem Perron am Freitag, 7. Juni 2019, am SBB Bahnhof in Bellinzona. Ab Juni werden verschiedene Bahnhoefe der SBB CFF FFS mit Raucherbereichen bei den Zugaengen und auf den  ...
Von 745 Bahnhöfen und Haltestellen der SBB sind bloss 54 mit Videoanlagen ausgestattet.Bild: KEYSTONE

Bund warnt vor unsicheren Perrons – nur 54 Bahnhöfe der SBB mit Kameras überwacht

04.08.2019, 02:4504.08.2019, 15:47

Nach der unfassbaren Tat am Frankfurter Bahnhof zeigen Recherchen, dass auch in der Schweiz immer wieder Personen auf Zuggleise geraten. Nur selten geht es dabei um gewalttätige Angriffe.

Im aktuellen «Sicherheitsbericht 2018» schreibt das Bundesamt für Verkehr (BAV), bei Todesfällen im ÖV stünden «Leichtsinn und Gedankenlosigkeit» im Vordergrund. Gleichzeitig offenbart der Rapport laut «SonntagsZeitung» aber auch Probleme bei der Infrastruktur: «Aufgrund der starken Zunahme der Reisenden reichen an verschiedenen Bahnhöfen die Abmessungen von Unter- oder Überführung sowie Rampen, Treppen und Perronanlagen nicht mehr aus, um einen sicheren und raschen Zugang zu den Zügen zu gewährleisten.» Der Bund schätzt die nötigen Sanierungskosten auf mehrere Milliarden Franken.

Neben baulichen Anpassungen entstand in Deutschland nach der Tat von letztem Montag auch die Forderung nach mehr Sicherheitskameras im ÖV. In der Schweiz sind diese laut «SonntagsZeitung» selten: Von 745 Bahnhöfen und Haltestellen der SBB sind bloss 54 mit Videoanlagen ausgestattet. Wie oft es an Bahnhöfen zu Straftaten kommt, ist nicht bekannt. Einen eindrücklichen Hinweis geben aber Daten der SBB-Transportpolizei. Alleine letztes Jahr gingen 172’966 Notrufe ein, was einem Rekord entspricht.

(ohe)

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