Schweiz
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Eine Hinweistafel steht auf dem Perron am Freitag, 7. Juni 2019, am SBB Bahnhof in Bellinzona. Ab Juni werden verschiedene Bahnhoefe der SBB CFF FFS mit Raucherbereichen bei den Zugaengen und auf den Perrons ausgestattet. Schweizweit soll die Umgestaltung der rund 2000 Bahnhoefe und Haltestellen bis Mitte 2020 abgeschlossen sein.
(KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Von 745 Bahnhöfen und Haltestellen der SBB sind bloss 54 mit Videoanlagen ausgestattet. Bild: KEYSTONE

Bund warnt vor unsicheren Perrons – nur 54 Bahnhöfe der SBB mit Kameras überwacht



Nach der unfassbaren Tat am Frankfurter Bahnhof zeigen Recherchen, dass auch in der Schweiz immer wieder Personen auf Zuggleise geraten. Nur selten geht es dabei um gewalttätige Angriffe.

Im aktuellen «Sicherheitsbericht 2018» schreibt das Bundesamt für Verkehr (BAV), bei Todesfällen im ÖV stünden «Leichtsinn und Gedankenlosigkeit» im Vordergrund. Gleichzeitig offenbart der Rapport laut «SonntagsZeitung» aber auch Probleme bei der Infrastruktur: «Aufgrund der starken Zunahme der Reisenden reichen an verschiedenen Bahnhöfen die Abmessungen von Unter- oder Überführung sowie Rampen, Treppen und Perronanlagen nicht mehr aus, um einen sicheren und raschen Zugang zu den Zügen zu gewährleisten.» Der Bund schätzt die nötigen Sanierungskosten auf mehrere Milliarden Franken.

Neben baulichen Anpassungen entstand in Deutschland nach der Tat von letztem Montag auch die Forderung nach mehr Sicherheitskameras im ÖV. In der Schweiz sind diese laut «SonntagsZeitung» selten: Von 745 Bahnhöfen und Haltestellen der SBB sind bloss 54 mit Videoanlagen ausgestattet. Wie oft es an Bahnhöfen zu Straftaten kommt, ist nicht bekannt. Einen eindrücklichen Hinweis geben aber Daten der SBB-Transportpolizei. Alleine letztes Jahr gingen 172’966 Notrufe ein, was einem Rekord entspricht.

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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Evan 04.08.2019 15:39
    Highlight Highlight Das einzige, was wirklich etwas bringen würde, wären Türen am Perron. Was aber mit der Schweizer Schieneninfrastruktur absolut unmöglich umzusetzen ist.
  • Posersalami 04.08.2019 14:02
    Highlight Highlight Hört auf mit dem Kameraunsinn! Die machen gar nichts sicherer.

    Besser endlich mal alle Auf- und Unterführungen anpassen sowie soweit als möglich Perrons verbreitern. Was zB in Lenzburg abgeht spottet allem, was man hier vermuten würde. Ein Wunder, dass dort nicht mehr passiert!
  • Ha End 04.08.2019 13:51
    Highlight Highlight Schon interessant wie schnell solche Berichte nach erfolgten Straftaten auftauchen.
    Und was nützen Kameras wenn in gewissen Kreisen Messerattacken und Mordrohungen als Bagatelle betrachtet werden?
    Chears
  • fireboltfrog 04.08.2019 13:30
    Highlight Highlight Filmen bringt nicht viel, aber Kameras als Bewegungsmelder, welche Personen und andere Objekte auf den Gleisen erkennen und Züge bremsen können Unfälle verhindern. Im Gegensatz zum Auto haben die einen dermassen langen Bremsweg, dass es einfach nicht immer reicht was der Lockführer sieht (gerade wenn der Zug am Bahnhof nur durchfährt).
  • Ein Freund von Petr E. Cycling (aka Blitzsammler) 04.08.2019 12:58
    Highlight Highlight prima sache!! meine hausratversicherung schützt mich auch äusserst zuverlässig vor einbruch und diebstahl 🤔
  • Evan 04.08.2019 11:46
    Highlight Highlight Ohje, und nun wird die nächste "Gefahr" nun endgültig nstrumentalisiert, um mehr Überwachung und "Sichrheit" zu bewirken. Einfach traurig.
    • Eskimo 04.08.2019 17:21
      Highlight Highlight Tja, wenn man die Mutter der Probleme nicht wahrhaben will, muss man halt überall pflästerlen...
  • Mutbürgerin 04.08.2019 11:35
    Highlight Highlight Im Bericht fehlt die Anzahl Toten durch die SBB und ein Vergleich mit anderen Transportmitteln. Die Infrastruktur, egal ob Bahn oder Strasse, wurde in den letzen Jahrzehnten des ungebremsten Wachstums komplett vernachlässigt. Der Bahnhof Bern mit seinen engen Perrons ist lebensgefährlich. In Aarau brettern die Züge mit Höchstgeschwindigkeit durch den Bahnhof, dass man vom Sog fast umgerissen wird. Wer in Olten im Pendlerverkehr in der Unterführung mal stolpern sollte, wird vermutlich von den Menschenmassen zertreten. Durch die SBB sterben mehr Menschen, als durch Waffen. Was wird unternommen?
    • Phrosch 04.08.2019 12:22
      Highlight Highlight Die grosse Mehrheit der Menschen, die „durch die SBB“ sterben, sterben aber nicht wegen der SBB. Der jüngste Fall diese Woche: ein Mann, der versuchte, in den schon abfahrenden Zug einzusteigen und dabei unter den Zug geriet. Das kann man nicht der SBB anlasten, das ist Eigenverantwortung!
    • c_meier 04.08.2019 12:32
      Highlight Highlight ich wage mal zu behaupten im Strassenverkehr gibt es mehr Todesfälle als auf der Schiene.
      und Neubaustrecken wie Mattstetten-Rothrist, Durchmesserlinie Zürich-Oerlikon sowie dreispurige Autobahn bei Härkingen habe ich wohl nur geträumt... 😉
    • P. Meier 04.08.2019 13:05
      Highlight Highlight Es gibt entsprechende Statistiken. Und die absolute Mehrheit von durch die SBB "verursachten" Todesfällen wurden durch die Personen selber verursacht. Danach folgt Grobfählässigkeit durch die Opfer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Apokalyptus 04.08.2019 11:24
    Highlight Highlight Ich finde die Panik total übertrieben. Natürlich ist das, was in Frankfurt passiert ist, grausam. Aber wegen einem Zwischenfall wird gleich die Grenze zur CH von DE wieder gesperrt? Und auf einmal heisst es, die Gleise in der Schweiz sind nicht mehr sicher? Solche Taten sind Einzelfälle. Die kommen selten vor und sind die Ausnahme. Dieser Aufruhr ist einfach total übertrieben.
    • Mutbürgerin 04.08.2019 12:04
      Highlight Highlight Jeder Tote ist einer zuviel, gilt wohl hier nicht?
    • Beat-Galli 04.08.2019 14:13
      Highlight Highlight Ja, weil hier nicht die Gefahr von der Infrastruktur kommt, sondern von den Unberechenbarkeit des Menschen.
      Und da ist jede zusätzliche Aufwand ein unnützer Aufwand.
  • inmi 04.08.2019 10:37
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Matrixx 04.08.2019 10:31
    Highlight Highlight Kameras verhindern keine Verbrechen oder Unfälle.
    Da spielts keine Rolle, ob an jedem Bahnhof eine oder hunderte Kameras hängen.
  • circumspectat animo 04.08.2019 10:27
    Highlight Highlight Also der Titel sugeriert das der Bund sagt die Bahnhöfe seien nicht sicher weil es keine Kameras hat. Was aber nicht der Fall ist. Finde es schon etwas speziell das gerade Watson das ja eher Links eingestellt ist und sich immer wieder für Datenschutz ausspricht hier auf diese Weise Meinung macht. !
  • janusodehalt 04.08.2019 10:19
    Highlight Highlight Klar lässt sich eine solche Tat durch Videoüberwachung nicht verhindern. Aber immer wieder kommt es bei Bahnhöfen zu Übergriffen und Gewaltdelikten, wo Kameras ja zumindest bei der Aufklärung helfen würden und auch etwas abschreckend wirken.
    • Sarkasmusdetektor 04.08.2019 15:23
      Highlight Highlight Abschreckend wirken sie eben nicht, dazu gibt es inzwischen genügend Belege aus England, wo quasi am jeder Ecke eine Kamera steht.
  • Satan Claws 04.08.2019 10:11
    Highlight Highlight Kameras nützen nur etwas, wenn man sie so platziert, dass man deswegen nicht auf die Gleise fallen kann.
    • Phrosch 04.08.2019 14:52
      Highlight Highlight Das wär doch mal ein neuer Ansatz: Zäune aus Kameras, die die Leute von den Gleisen fernhalten 😉
  • Ralph Gloor 04.08.2019 09:29
    Highlight Highlight Ihr versteht das alle falsch....

    Die Kameras sollen (und können es auch gar nicht) keine Taten verhindern... sie sollen sie nur aufzeichnen... So dass die Medien auch etwas zum zeigen haben und sich alle selbsternannten Empörer*innen anständig empören können....
  • Altruide 04.08.2019 09:15
    Highlight Highlight Ob man nun diese unfassbar schreckliche Tat mit einer besseren Bahnhofsinfrastruktur 🚉 verhindern hätte können, wäre doch nun die Frage? 🤔
    Der Link zwischen der Tat und Milliarden schweren Infrastrukturprojekten ist neiner Ansicht nach etwas heikel.
  • Peter R. 04.08.2019 08:40
    Highlight Highlight War gestern mit dem Zug unterwegs, musste in vielen Stationen umsteigen.
    Es ist schon eine Tatsache, dass viele Bahnhöfe in der Schweiz generell in einem lausigen Zustand sind.
    Zürich HB ist eine löbliche Ausnahme - übersichtlich, gute Hinweise zu den Perrons etc.
    Genf hat zwar noch das alte Gebäude wie vor 50 Jahren, man kann sich aber gesichert fühlen.
    Der Bahnhof in Bern hingegen ist sehr mühsam zum Umsteigen - weite Wege, schlechte Information über Lautsprecher etc.
    • Morbus Cithara 04.08.2019 10:21
      Highlight Highlight So ein Hafekääs. Die SBB alleine betreibt knapp 800 Bahnhöfe/Stationen.
      Davon wurden letztes Jahr knapp 500 saniert/renoviert bzw. damit begonnen. Der Bahnhof in Bern ist schon länger am kränkeln ja, aber unsicher? Weite Wege? Schlechte Informationen? Empfinde ich Thomas Anders.
    • Miikee 04.08.2019 10:24
      Highlight Highlight Wüsste nicht was in Bern mühsam ist beim Umsteigen... aber jedem können sie es sowieso nicht recht machen.

      Und der Berner Bahnhof ist bereits in der Umbauphase. Vielleicht ist ja auch was positives für dich dabei.
      https://www.zukunftbahnhofbern.ch
    • Ehringer 04.08.2019 10:46
      Highlight Highlight Sehe das genau gegenteilig. Bern ist ein Problem, weil der Platz einfach zu knapp ist, aber immerhin sind die Wege kurz. Zürich hingegen ist, je nach Destination gerade im Untergrund, für mich als nicht-Zürcher der absolute Horror. Seltten so ein absurdes Labyrinth gesehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Da Fü 04.08.2019 08:40
    Highlight Highlight Mehr Kameras bieten nicht mehr Sicherheit. Dies ist ein Trugschluss. Die Kameras können ja nicht präventiv wirken, sondern dienen nachträglicher Aufklärung.
  • zeusli 04.08.2019 08:39
    Highlight Highlight Mich würde mal interessieren wie viele Verbrechen mit totaler Überwachung verhindert werden.
    • Normi 04.08.2019 12:15
      Highlight Highlight Wenn man auf London schaut keine..
  • walsi 04.08.2019 07:06
    Highlight Highlight Mich würde mal interessieren wie genau eine Kamera so eine Tat verhindert? Kameras machen vielleicht die Aufklärung einfacher, sie verhindern aber definitiv keine Verbrechen.
  • reactor 04.08.2019 06:36
    Highlight Highlight Die Wahrscheinlichkeit vom Perron geschubst zu werden ist gleich null. Genauso wie bei Terroranschlägen, vor denen ich mich auch nicht fürchte, wird jetzt dies zum Anlass genommen, die Überwachung auszubauen. Mit solch reisserischen Titeln tun die Medien das übrige dazu.
  • Heinzbond 04.08.2019 04:27
    Highlight Highlight Und hat in D irgendeine Kamera ein Verbrechen verhindert? Was mehr Sicherheit bringt sind die netten Leute in uniform, die älteren werden sich vielleicht erinnern, die h a en sich vor al den Kürzungen mal Polizei genannt. Die gab es auch mal auf der Strasse....
  • Arthur Philip Dent 04.08.2019 03:13
    Highlight Highlight "Alleine letztes Jahr gingen 172’966 Notrufe ein" 😳

    Gibts da irgendwie genaueres dazu? So für sich find ich das eine ziemlich erschreckende Zahl. oO
    • Hier könnte Dein Name stehen 04.08.2019 06:19
      Highlight Highlight ALERT: Notrufe sind nicht toll!

      Klingt zunächst nach extrem viel, aber:
      Schweiz weit 172'966 Notrufe auf 745 Bahnhöfe verteilt, ergäbe pro Bahnhof 232 (gerundet) Anrufe. Jedoch wären dies über das Jahr verteilt 0.64 Anrufe pro Tag. Klingt nach "wenig"

      Oder wenn man von einer Zentrale ausgeht
      und unabhängig der Anzahl Bahnhöfe rechnet, was meiner Meinung nach unwahrscheinlich ist, kommt man auf 474 (gerundet) Anrufe pro Tag.

      Interessant zu wissen wäre, um was für Notrufe es sich handelt und wieviel Prozent die jeweiligen Notrufarten ausmachen.
    • Astrogator 04.08.2019 06:32
      Highlight Highlight Nicht wenige davon sind Reisende die aus irgendwelchen Gründen in Zügen bleiben die weggestellt werden und irgendwann merken, dass ein Abstellfeld nicht der HB Zürich ist.

      Und nochmals ein guter Teil sind wohl interne Anrufe.
    • MacB 04.08.2019 08:21
      Highlight Highlight Kann nicht stimmen, das wären ja über 230 notrufe pro haltestelle und jahr.
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