Schweiz
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Jedes Jahr braucht die Schweiz 10'000 neue Lehrer – kommt jetzt ein Teilzeitverbot?

Lange wurde er vorhergesagt, nun ist er da: Der Lehrermangel trifft Schulen landesweit – allerdings anders als gedacht.

Yannick Nock / ch media



Manchmal erinnert die Geschichte des Lehrermangels an das Theaterstück «Warten auf Godot». Zwei Landstreicher harren neben einer Landstrasse und einem kahlen Baum und warten auf ebendiesen Godot. Nur erscheint er trotz aller Ankündigungen nie.

Ähnlich verhielt es sich in den vergangenen Jahren mit dem Lehrermangel. Schulen und Experten warnten ständig vor ihm, eingetroffen ist er nicht – bis jetzt.

Bild

Den Schulen gehen die Lehrer aus. Bild: shutterstock.com

Der Schweizer Lehrerverband verkündet die Trendwende auf seiner Homepage: Der Lehrermangel zeige sich nun an vielen Orten sehr deutlich – allerdings anders als gedacht. Denn noch gelänge es vielen Schulen, die Probleme zu kaschieren. Offene Stellen könnten fast immer besetzt werden, doch häufig mit «nicht adäquaten ausgebildeten» Personen.

Der Verband spricht deshalb von einem qualitativen Lehrermangel. Es sei eine beliebte Variante der Schulen, fach- oder stufenfremde Lehrer zu engagieren. Auch nicht ausgebildete Quereinsteiger würden öfter eingestellt. Die Folge: Vor der Klasse stehen Lehrer, welche nicht die nötige Ausbildung mit sich bringen.

Zwar seien viele Quereinsteiger engagiert und brächten der Schule neue Impulse, sagt Samuel Zingg, Vizepräsident des Lehrerverbandes. Doch erfahrene Teammitglieder müssten deswegen zusätzliche Aufgaben im Kollegium übernehmen, da die Neuen mit der Vorbereitung des Unterrichts ausgelastet seien.

Selbst dann bleibt es für die Neulinge schwierig. «Viele gehen an die Grenze der Belastbarkeit, weil ihnen die nötige Ausbildung fehlt», sagt Zingg. Einige überfordern sich selbst.

So viele Schüler wie nie

Hauptgrund für den Lehrermangel sind die steigenden Schülerzahlen. Bis 2025 werden in mehreren Kantonen historische Höchstwerte erreicht.

In Basel-Stadt, Zürich und im Thurgau dürfte die Zahl der Kinder am stärksten steigen, am wenigsten in Neuenburg, Uri und im Tessin. Gemäss dem Schweizer Bildungsbericht werden bis 2025 in der obligatorischen Schule knapp 120'000 zusätzliche Schülerinnen und Schüler in den Klassenzimmern sitzen.

Ein massiver Zuwachs, der allerdings nicht das einzige Problem sein wird. In den kommenden Jahren gehen Tausende Lehrer in Pension. Es klafft eine grosse Lücke.

Die Pädagogischen Hochschulen kommen mit der Ausbildung neuer Lehrkräfte kaum nach. «Wir werden unseren Beitrag leisten, aber allein können wir den zusätzlichen Bedarf nicht decken, sagte Heinz Rhyn, Rektor der Pädagogischen Hochschule Zürich, diese Woche im «Tages-Anzeiger».

Teilzeitverbot in Genf

Stefan Wolter, Mitverfasser des Bildungsberichts und Professor an der Universität Bern, rechnet damit, dass die Volksschule jährlich über 10'000 neue Pädagogen braucht. Zu den 7000 Primarlehrern kämen über 3000 Lehrer der Oberstufe hinzu, sagt er.

Dass es so viele sind, liegt auch an den Aussteigern. Einerseits bleiben junge Lehrer dem Beruf nicht ewig treu. 20 Prozent geben innerhalb der ersten fünf Jahre auf. Andererseits verlassen viele Lehrerinnen den Beruf temporär oder reduzieren ihr Pensum sehr stark.

Und ein weiterer Trend verschärft die ohnehin angespannte Situation: Der Lehrerberuf ist zum Teilzeitjob geworden. Arbeiteten Primarlehrer vor 20 Jahren meistens Vollzeit, ist das längst nicht mehr der Fall. Die Erstklässler haben zwar einen Klassenlehrer oder eine Klassenlehrerin, sie sind aber nicht mehr jeden Tag an der Schule. Frauen und Männer mit kleineren Pensen füllen die Lücke.

Spitzenreiter ist der Aargau. In keinem anderen Kanton arbeiten mehr Lehrer Teilzeit. Gemäss Bildungsbericht unterrichtet fast die Hälfte der Aargauer Primarlehrerinnen und -lehrer in einem Pensum unter 50 Prozent. Auch in Luzern, Solothurn oder Bern sind die Pädagogen öfter in tiefen Pensen beschäftigt.

45.8

Gemäss dem aktuellen Bildungsbericht arbeiten 45.8 Prozent aller Aargauer in einem Kleinstpensum (unter 50 Prozent). Das ist Schweizer Rekord.

Ganz anders im Kanton Genf. Dort arbeiten Primarlehrer fast immer Vollzeit. Das ist kein Zufall, denn die Stellen werden entweder zu 100 Prozent oder im Jobsharing (zweimal 50 Prozent) ausgeschrieben. Es ist faktisch ein Teilzeitverbot. Der Kanton hat diese Regelung durchgesetzt, um einen Lehrermangel zu verhindern, was bisher gelingt.

«Würde jede Lehrkraft ihr Pensum um nur 10 Prozent erhöhen, gäbe es keinen Lehrermangel»

Bildungsökonom Stefan Wolter

Andere Kantone interessieren sich bereits für das Modell. Im Kanton Bern fordert eine überparteiliche Gruppe von bürgerlichen Grossräten in einer Motion ein Mindestpensum. Alle Lehrer sollen mindestens 35 Prozent arbeiten. Zürich hat vor vier Jahren eine vergleichbare Regelung eingeführt. Auch der Kanton Freiburg verkündete 2013, Kleinpensen von 20 oder 30 Prozent zu verbieten.

Allerdings folgte ein Aufschrei der Lehrer. Als ungeeignet und frauenfeindlich bezeichnete der Lehrerverband das Vorhaben, weil über 80 Prozent der Primarschul-Lehrkräfte Frauen sind. Der Kanton gab wegen des öffentlichen Drucks nach.

Die Situation war damals allerdings eine andere: Die Schülerzahlen sanken zu der Zeit. Doch auch heute bleiben die Lehrer dagegen. «Ein Mindestpensum wäre kontraproduktiv», sagt Vizepräsident Zingg. Er befürchtet, dass dies eine Kündigungswelle auslösen könnte. Dies würde die Situation weiter verschärfen.

Mindestpensum von 50 Prozent?

Laut Bildungsökonom Stefan Wolter wäre eine leichte Pensums-Erhöhung die effektivste Art, den Lehrermangel zu beheben. Denn Quereinsteiger und Studenten auszubilden, kostet viel Geld. «Würde jede Lehrkraft ihr Pensum um nur 10 Prozent erhöhen, gäbe es keinen Lehrermangel», sagt er. «Wenn sich der Mangel verschärft, müssen die Kantone über ein Pflichtpensum diskutieren.» Ein Mindestpensum von 30 bis 50 Prozent sei vorstellbar.

Die Lehrer wollen hingegen vor allem eines: die Rahmenbedingungen attraktiver gestalten. Dazu zählen sie unter anderem mehr Lohn, weniger Unterrichtsstunden sowie Klassengrössen um die 20 Schülerinnen und Schüler.

Das ist laut Lehrervizepräsident Zingg die beste Möglichkeit, weiterhin geeignete Personen zu gewinnen und sie auch längerfristig im Job zu halten – damit der Lehrermangel in Zukunft wieder auf sich warten lässt. (bzbasel.ch)

20 Lehrer, die cooler sind als du

Kennst du diese 10 Schul-Situationen noch?

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    Alle Leser-Kommentare
  • hauruck 01.06.2019 19:41
    Highlight Highlight Wir können die Lehrer ja von Burkino Faso importieren, zum Beispiel ...
  • skeeks 31.05.2019 16:30
    Highlight Highlight Also ich wüsste nicht warum Teilzeit für Lehrer/innen ineffizient ist. Lehrer haben pro Semester/Jahr fest zugeteilt ihre Klassen, die Sie unterrichten plus zusätzlich noch ein paar Aushilfen. Also perfekt planbar für die Schulleitung.
    Im Privatsektor ist dies doch viel schwieriger zu planen, da die Auslastung sich ständig ändert und vor allem da man je nach Rolle von einem Teilzeitmitarbeiter etwas braucht, der ja aber leider z. B. am Montag fehlt (und ich somit warten muss)...
  • Blaubar 31.05.2019 12:35
    Highlight Highlight Hahahahaha, ein Teilzeitverbot!! Ich sterbe vor Lachen. Wisst Ihr, warum die meisten Lehrer(innen meistens) Teilzeit arbeiten? Weil ein 100% Pensum nervlich unzumutbar ist. Die Burnoutquote ist extrem hoch, schon jetzt.
    Aus meiner Sicht müssten folgende Schritte getan werden:

    -Bessere Entlöhnung auf Primarstufe. Für ein 30% Pensum (15 Jahre Erfahrung) gibt es netto 1400 Franken. Das ist zu wenig für einen Job ohne Stempelkarte.

    -Wiedereinführung von Kleinklassen A und B in den gleichen Schulhäusern.

    -weniger Aufwand für organisatorische Unnötigkeiten

    • nst 31.05.2019 13:30
      Highlight Highlight Gebe dir generell absolut Recht, mit allem was du sagst, ausser das mit den Kleinklassen. Kleinklassen bewährten sich nicht für die SuS. Für die Lehrperson wäre es natürlich einfacher, jedoch braucht es einen anderen Weg dazu, um die SuS erfolgreich zu fördern.
    • nst 31.05.2019 17:53
      Highlight Highlight (Kleinklassen=Sonderklassen, nicht kleine Klassen😳)😂
    • Lienat 31.05.2019 23:09
      Highlight Highlight @nst: Warum sollen sich Kleinklassen für die Lernenden nicht eignen? Ich bin rückblickend heidenfroh, dass ich von der 2. bis zur 4. Klasse in eine Kleinklasse (mit sehr gutem Lehrer) gesteckt wurde. Ich bezweifle, dass ich in einer Integrationsklasse nach heutigem Vorbild die Kurve ebenso gekriegt hätte. So habe ich es immerhin zum FH Abschluss geschafft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dmark 31.05.2019 11:51
    Highlight Highlight Mehr Lehrer? Wird denn nicht aktuell an den Schulen die 4-Tage-Woche eingeführt? ;)
    Ich meine - Freitags ist doch frei, bzw geht sowieso keiner mehr hin, oder?
  • Iltis 31.05.2019 11:48
    Highlight Highlight In der Privatwirtschaft muss ich schon für ein 80% Pensum kämpfen. In Führungspositionen kommt Teilzeit gar nicht in Frage.
    Bei den Lehrern fast die Hälfte unter 50%!?! Sogar die Rektorin an der Schule meiner Jungs arbeitet Teilzeit.
    In meiner Bude gibts 50% nur bei schweren chronischen Krankheitsfällen.
    Sowas ist hochgradig ineffizient, das sollte sogar den armen Lehrern einleuchten. PS: Teilzeitlehrmeister gibts auch nicht.
    • nst 31.05.2019 13:27
      Highlight Highlight 100%-Pensum ist eben leider nicht gleich 100%-Pensum. Aber ja klar, davon sind nicht NUR die Lehrerinnen und Lehrer betroffen..
    • Blaubar 31.05.2019 13:32
      Highlight Highlight Ineffizient? Das ist sogar sehr effizient, weil diese LehrerINNEN nämlich zu Hause noch ihre Kinder versorgen. Willst Du, dass diese Frauen wieder ganz zu Hause bleiben? Biologisch ist die Frau am Anfang bei Kindern eine nicht wegzudenkende Bezugsperson. Das gleiche gilt für Aerztinnen. Teilzeitjobs sind heutzutage mit der Gleichstellung nicht mehr wegdenkbar. Das kann übrigens auch auf den Familienvater übertragen werden.
    • Firefly 31.05.2019 15:28
      Highlight Highlight Effizenz liegt in der Motivation eines Arbeitnehmers, nicht in dessen Pensum.

      Und eine Teilzeitstelle kann bei einigen Arbeitnehmern sehr motivierend sein, da sie noch anderes im Leben machen als arbeiten. Ist es ein kreativer Job, kommt das "anderes machen" der individuellen Kreativität zu gute, da das Leben diverser ist. Und so weiter.

      Falls sie nur höchst repetitive Arbeiten anbieten können bei denen keine Effizentsteigerung durch höhere Motivation gegeben ist, kaufen sie sich einen Roboter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • whatthepuck 31.05.2019 11:21
    Highlight Highlight Wenn der Lehrermangel mitunter durch die vielen Teilzeitpensen verursacht wird, sind Lohnerhöhungen doch kontraproduktiv. Schon heute verdienen viele junge Lehrer/innen ab Studium so viel, dass sie sich in den noch jungen Jahren keinen 100%-Job zumuten möchten. Zahlt man jetzt noch bessere Löhne, ermuntert das nur noch weiter zur Teilzeitarbeit.
    • nst 31.05.2019 11:39
      Highlight Highlight Denkst du wirklich, dass sich Lehrpersonen gegen ein 100%-Pensum entscheiden, weil es ihnen zu viel Geld bringt?
      Ein Teilzeitverbot vertreibt nur noch mehr geeignete Leute.
    • Knety 31.05.2019 12:06
      Highlight Highlight Fragt sich nur ob der Einkommens- oder der Substitutionseffekt dominiert.
    • TJ Müller 31.05.2019 12:49
      Highlight Highlight Yey, also am besten Lohnkürzungen! Dann müssen sie mehr arbeiten um überhaupt genug zu verdienen? Grandiose Idee bei Lehrermangel die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Whatthepuck??
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shikoba 31.05.2019 11:01
    Highlight Highlight 100% ist heutzutage schwierig, wegen dem Fächerprofil. Die Lehrpersonen können gar nicht alle Fächer unterrichten. Oft unterrichten sie zusätzliche Klassen (Z.B. Englisch oder Französisch) um höhere Prozente zu bekommen, je nach Schulhaus ist das aber nicht immer möglich.
  • pamayer 31.05.2019 10:44
    Highlight Highlight Arbeitsbedingungen verbessern.

    Das kostet.

    Viel.

    Burnout kostet mehr.

    'Schwierige' Kids Kosten am meisten.

    Investition in Bildung statt Steuergeschenke hüben und drüben.
    • rodman 31.05.2019 11:06
      Highlight Highlight In die Bildung wird jährlich immer mehr investiert... wo sparen wir denn?
    • Firefly 31.05.2019 15:50
      Highlight Highlight @rodman Investiert wird vielleicht in Hochschulen von internationalem Rang, um im Wettbewerb zu bleiben. Aber bei Primarschulen wird gespart.
    • Kong 31.05.2019 19:03
      Highlight Highlight @rodman: grössere Klassen, Sonderwochen mit Kostenbeteiligung Eltern, Praktikanten als Lehrerersatz, keine Sportwoche (extern) mehr und Lehrerschaft die oft von Sparen spricht. So bei unserem Umfeld in SG
  • Gubbe 31.05.2019 10:14
    Highlight Highlight Weg mit diesen teuren 20% Arbeitenden. Kein anderer Beruf mit Ausbildung leistet sich das. Die Kinder kennen manchmal ihre Lehrer nicht, bei diesen Fluktuationen. Das Vertrauen der Schüler in eine Lehrperson und der Informationsfluss geht so den Bach ab. Es ist mir unverständlich, dass Gemeinden Berufsleute so anstellen. Ein voll angestellter Lehrer hat viel Ferien, das ist klar. Ebenso klar ist, dass die Lehrperson ca. 3 Wochen davon in Kurse investieren muss (sollte). Ein guter Lehrer, der 2 Monate Ferien hat, verdient immer noch 10k monatlich. Ist das wenig?
    • fenstersimsli 31.05.2019 10:44
      Highlight Highlight 10k monatlich... ha ha ha... you dreamer you!
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 31.05.2019 11:08
      Highlight Highlight Mit Ausnahme des Lohns hast du Recht. Hast dir ein Herzli verdient.
    • nst 31.05.2019 11:45
      Highlight Highlight 2 Monate Ferien haben eben nicht die guten, sondern die schlechten Lehrpersonen. Die, die denken, dass die Arbeitsblätter von 1900 noch geeignet sind.
      Leute, die immer noch das Gefühl haben, LP’s haben einen Schoggijob, leben wirklich hinter dem Mond.
      Und ja, dass du beim Lohn leicht übertrieben hast, wurde dir ja bereits mitgeteilt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 31.05.2019 09:01
    Highlight Highlight Statt die Lehrer von „Bürokratisierung“ zu entlasten und Digitalisierung* auszunützen, kommt man mit Verboten, die den Job für viele Interessenten unattraktiver machen.
    * Weshalb müssen Lehrer alle Prüfungen selbst korrigieren? Bei Aufsätzen ergibt das Sinn, diverse Mathe- und Grammatikprüfungen könnte man aber durch Computerprogramme auswerten, inkl. Rückmeldung an Lehrer, bei welchen Aufgaben die Schüler Probleme haben.
    • cheeky Badger 31.05.2019 10:16
      Highlight Highlight Bei Mathe wird Hauptsächlich der Lösungsweg beurteilt, nicht das Endresultat. Ich sehe nicht wie das auf einfache Weise Automatisiert werden kann. Zumindest nicht einfacher als eine KI einen Aufsatz bewerten kann.
    • Nibu 31.05.2019 10:54
      Highlight Highlight +/- falsch.
    • Lienat 31.05.2019 11:11
      Highlight Highlight Wenn eine Prüfung darauf ausgelegt wird, dass sie automatisch korrigiert werden kann, sinkt meistens die Qualität der Prüfungsaufgaben stark. Wir sehen das jeweils bei den Berufskundeprüfungen im Qualifikationsverfahren zum Lehrabschluss (AKA Lehrabschlussprüfung). Dort werden die Aufgaben teilweise so umständlich gestellt, dass eher die Sprach- als die Fachkompetenz geprüft wird. Wenn jemand einen Dezimalbruch mit Komma statt Dezimalpunkt schreibt, gilt die Lösung als falsch. Und das sind nur zwei von vielen Beispielen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Passierschein A38 31.05.2019 08:55
    Highlight Highlight Teilzeitlehrpersonen arbeiten mehr als ihr Pensum. Bei Spezialanlässen (Sporttage, Lager, Schulreise) wird 100%ige Teilnahme verlangt und im Kanton Aargau beispielsweise nicht zusätzlich entschädigt.

    Eine Schule wäre mit nur 100% Lehrern sicher schlechter.
    • olimo 31.05.2019 10:38
      Highlight Highlight Das ist nicht ganz korrekt. Eine Teilzeitlehrkraft vereinbart jährlich mit dem Schulleiter, welche Veranstaltungen mitgetragen werden müssen. 100 % Sporttag ist dann zwar möglich, dafür dann halt 0 % beim Wandertag. Im Schnitt geht es dann auf...
      Was aber Tatsache ist: Es sind vor allem die Vollzeitangestellten, welche an einer Schule Verantwortung übernehmen und Schulentwicklung betreiben. Sie investieren recht viel Zeit und Energie ausserhalb vom Umterricht.
    • Shura 31.05.2019 11:39
      Highlight Highlight Also ich an meiner Schule arbeite zwar 40% aber muss dennoch an 100% aller interner Weiterbildungen teilnehmen. Ebenso an den sonstigen Anlässen. Das handhabt jede Schulleitung anders
    • Iltis 31.05.2019 12:10
      Highlight Highlight Maschinenbauer arbeiten 100% und haben oft angeordnete überzeit. D.h. 9,2 h /Tag......
    Weitere Antworten anzeigen
  • koalabear 31.05.2019 08:44
    Highlight Highlight Es ist wieder einmal nicht zu Ende gedacht. Die Halbklassenstunden sind trotz Blockzeiten gleich geblieben. Das heisst, dass die Klasse auch morgens teilweise getrennt unterrichtet wird. Ebenso gibt es Altersentlastung. Genau mit solchen Lektionen setzen sich kleinen Pensen zusammen. Eine so zusammengewürfelte Vollzeitstelle will niemand. Bei uns nimmt keine Teilzeitlehrkraft einem Volkzeitler die Stelle weg. Im Gegenteil, ohne diese Kleinpensen wären die Unterrichtsrichtlinien gar nicht einzuhalten. Auch haben die Teilzeitler die Kapazität kurzfristig als Stellvertretung einzuspringen.
  • Alice36 31.05.2019 08:36
    Highlight Highlight "Dass es so viele sind, liegt auch an den Aussteigern".
    Scheint nicht ganz einfach zu sein die heutige Jugend zu unterrichten und die Eltern ich Schach zu halten die für ihre "i want it all" Sprösslinge nur das Beste durchsetzen wollen. Die legendär vielen Ferienwochen und der angeblich gute Lohn (Schmerzensgeld) scheinen nicht zu reichen um gute Leute bei der Stange zu halten. Was soll's unser grosses Vorbild die USA scheinen ja auch ohne vernünftige Schulen zu fuktionieren, also warum Geld und Energie einsetzen um das Problem zu lösen.
    Ironie off!
  • Schnü 31.05.2019 08:34
    Highlight Highlight Während es für gewisse Fächer und für Primar- und Sekundarstufe 1 an LPs fehlt, finden viele Sek 2 Lehrpersonen mit Fächern wie Geschichte, Deutsch und Englisch keine Stellen, nicht einmal Stellvertretungen, weil viel zu viele das Lehramt machen. Wie wäre es mit einer effizienten Umschulung solcher Sek 2 LPs, damit diese zumindest auch auf Sek 1 unterrichten können? Deutschland ist hier bereits an der Ausarbeitung von Konzepten, aber bis da in der Schweiz was verändert wird, dauert es bestimmt mal wieder viel zu lange.
    • Kathunka 31.05.2019 09:46
      Highlight Highlight Das Problem liegt hier beim absolvierten Ausbildungsweg. Wer in der Primarschule unterrichtet braucht einen Bachelorabschluss, bei Sek brauchts einen Masterabschluss an der PH, bei Gymnasiallehrern ein Fachstudium an der Uni plus PH Ausbildung.
      Entsprechend steigt auch der Lohn von Prim zu Sek zu Gymnasium. Oder eben, er sinkt massiv, wenn sich jmd. mit der Sek2 Ausbildung bei Sek1 bewirbt....
  • luelle 31.05.2019 08:28
    Highlight Highlight Im Kanton Bern ist der Lehrermangel das Ergebnis einer jahrelangen, bildungsfeindlichen Sparpolitik. Immer mehr Aufgaben, mehr Kompetenzen, mehr Verantwortung bei gleichbleibenden Bedingungen. Trotz der hohen Belastung, die vor allem mit "schwierigen" Kindern und deren Eltern zu tun hat, ist dieser Beruf immer noch sehr reizvoll. Halt einfach nicht zu diesen Bedingungen.

    Ich wünschen allen Bürgerlichen, dass sie und ihre Kinder (klingt böse, ich weiss) den Lehrermangel selber zu spüren kriegen, wenn sie dann feststellen, dass die Unterrichtsqualität Bach ab geht.

    Wir ernten, was wir säen.
    • nele 31.05.2019 09:27
      Highlight Highlight sehe ich genau so - dasselbe hier in Luzern
    • Suchlicht 31.05.2019 09:28
      Highlight Highlight Bis zu den letzten Wahlen war der zuständige Regierungsrat jahrelang grün und nicht bürgerlich.
    • Ritiker K. 31.05.2019 09:40
      Highlight Highlight Der zuständige Regierungsrat Pulver war grün. Der für den Sparkurs verantwortliche und bestimmende Grosse Rat des Kantons Bern tief bürgerlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinkdeeper 31.05.2019 08:26
    Highlight Highlight Ich wünsche mir die engagierte Lehrer und Vorbilder zurück. Lehrer die den Schüler als Individum im Fokus hatten, gezielt auch Privat Nachhilfe anboten, Im Ferienlager unterrichteten und auch Erziehungsaufgaben wahr nahmen.
    welche nicht durch Administration, Reporting, Zertifizierung und Verakademisierung demotiviert wurden und Freude hatten. Lehrer welche zur oberen Mittelklasse gehörten und nicht jedesmal Opfer einer verfehlten Planung, Neid und Lohnpolitik wurden, die Teilzeitarbeit als Worklife Balance vorlebten. Wenn Arbeitsbedingungen nicht stimmen geht man. Das sind die Ursachen.
  • Nadine-Bunny 31.05.2019 08:05
    Highlight Highlight Gosh, das Problem kommt wo ganz anders her: Die Schweizerinnen glauben immer noch, sie dürften nur 20-40% arbeiten, wenn sie ein Kind haben. Dort liegt der Hund begraben ...
    • Nick Name 31.05.2019 09:10
      Highlight Highlight Wie kommen Sie auf sowas?
    • Gähn on the rocks änd röll 31.05.2019 10:09
      Highlight Highlight stimmt haargenau.
      meine lehrerkolleginnen reduzieren auf diese ominösen 40 %, sobald sie ihr erstes kind haben.
      keine ahnung, wieso.
    • Shura 31.05.2019 10:41
      Highlight Highlight Vielleicht weil sie gerne Zeit mit ihrem Kind verbringen? Mir geht es so- ich will max. 2 Tage arbeiten und den Rest meiner Zeit meinem Kind widmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Markus97 31.05.2019 08:03
    Highlight Highlight Diese Zahl erscheint mir sehr komisch. Die Schweiz hat etwa 500'000 Schüler. Eine Klasse hat etwa 20 Schüler. Das heisst es gibt ungefähr den Bedarf von 25'000 Lehrern in der Schweiz. Wieso sollte man da jährlich fast die Hälfte neu einstellen?
    • wisialp 31.05.2019 08:17
      Highlight Highlight Weil ja nicht alle 100% arbeiten. Ich bin nun seit einem Jahr Lehrerin und kann auch nicht 100% arbeiten, da ich an der PH nicht alle Fächer belegen konnte, somit fehlen mir Stunden (HA/WE und Sport darf man nur mit Ausbildung unterrichten). Und als Beispiel :letzten Sommer hat bei uns jemand mit 3! Lektionen angefangen pro Woche.
    • Chamael 31.05.2019 08:28
      Highlight Highlight Es gibt rund 1Mio Schüler. Also auch ca. 75‘000 Lehrer (Unwandlungssatz 1,5 pro Klasse) aber auch so finde ich 10‘000 pro Jahr etwas hoch.
    • MoistVonLipwigMobile 31.05.2019 08:34
      Highlight Highlight Weil die Rechnung nicht ganz so einfach ist wie eine Klasse = ein/e Lehrer/in = ein 100% Pensum?

      Das Pensum für eine Klasse ist höher als 100%, nicht jede/r Lehrer/in darf und kann jedes Schulfach unterrichten, sehr viel vom Arbeitspensum sind unterrichtsvor- und nachbearbeitung und stellen sie sich vor: in den Schulferien habe Lehrer/innen nicht immer Ferien.
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  • Philidor 31.05.2019 08:00
    Highlight Highlight Ich kenne einige Lehrer, die ihr Pensum auf 80% reduziert haben, damit sie nicht in ein Burnout rasseln. 100% sei unter den heutigen Rahmenbedingungen kaum mehr machbar. Und das sind keine Mimosen.
  • Kriss 31.05.2019 07:53
    Highlight Highlight Ich bin in wenigen Wochen mit der PH fertig und könnte kaum mit 100% einsteigen.
    Man muss dazu bedenken, dass Lehrer_innen eine Jahresarbeitszeit haben, d.h. die zusätzlichen Ferien kompensieren die Überzeit während dem Unterricht. Eine 60-Stunden-Woche ist während dem Unterricht die Regel, wenn nicht mehr.

    Den Lohn zu erhöhen finde ich allerdings Blödsinn, der ist in einigen Kantonen jetzt schon recht hoch im Vergleich zu vergleichbaren Ausbildungen.
    Viel effektiver wären Stundenreduktionen und kleinere Klassen. Genau die werden nämlich bei vielen Sparrunden erhöht.
  • wolge 31.05.2019 07:50
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Nick Name 31.05.2019 09:14
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • WID 31.05.2019 07:42
    Highlight Highlight Die Zulassungshürden für die Ausbildung sollte verkleinert werden und gleichzeitig die Qualität erhöht werden. So bekommt man mehr motivierte und geeignete Personen in den Lehrerberuf und kann gleichzeitig das Qualitätsniveau halten.
    • who cares? 31.05.2019 08:13
      Highlight Highlight Die Zulassungshürden sindschon jetzt relativ tief. Ich kenne Leute, die die PH machen, nicht die hellsten sind und denen ich keine Verantwortung über 20 Kinder zutrauen würde.
    • ands 31.05.2019 09:33
      Highlight Highlight Die Qualität sollte über die Qualität der Ausbildung erhöht werden. Nicht über die Zulassungshürden. Alle, die ich kenne und die in den letzten 10 Jahren eine PH absolviert haben, hätten schon vor der Ausbildung unterrichten können. Und alle sagen, dass die Ausbildung kaum Mehrwert für den Unterricht bringt.
      Wenn ich mir Bauingenieur Studenten im ersten Studienjahr ansehe, würde ich die auch kein Einfamilienhaus bauen lassen. Aber genau dafür werden sie ja ausgebildet und später bauen sie Hochhäuser.
    • loquito 31.05.2019 10:17
      Highlight Highlight Mein Beispiel. Ich wollte die PH berufsbegleitend machen.... Keine Abendkurse, keine Weekends. Hinzu kommt, dass trotz Masterabschluss man noch in x Fächer Sachkenntnisse erwerben muss. Es gibt keine Prüfung oder so um nur das zu maxhen, was fehlt. Man muss alles besuchen, auch wenn man es bereits könnte... Also keine PH gemacht.
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  • WID 31.05.2019 07:37
    Highlight Highlight Die beste Massnahme gegen Lehrermangel ist, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Und das ist nicht an erster Stelle ein höherer Lohn sondern weniger inkompetente Schulpflegerinnen, weniger vorgegebene Projektwochen, mehr Selbstbestimmung an den Schulen.
  • pun 31.05.2019 07:29
    Highlight Highlight Ein Teilzeitverbot würde insbesondere kleinen Schulgemeinden Probleme bereiten.
    Ausserdem ist der Lehrerberuf einer der wenigen Berufe, die über einen höheren Bildungsweg erreichbar sind und beste Teilzeitmöglichkeit bietet. Wer Karriere und Familie unter einen Hut bringen will, wählt mutmasslich eher weniger ein Fachstudium.
    Gleichzeitig muss man schon enorm gut organisiert sein, wenn man neben 100% Lehrerpensum noch was ehrenamtliches tun will.
    Ich persönlich habe zwar auch mit den heutigen Regeln den Beruf gewechselt, aber mit Teilzeitverbot komm ich sicher nicht wieder.
  • Leider Geil 31.05.2019 07:29
    Highlight Highlight Es entsteht der Eindruck, Lehrer seien Rosinenpicker. Teilzeitstellen verursachen auch höhere Kosten als Vollzeitstellen.
    • Elephant Soup slow cooker recipes 31.05.2019 08:39
      Highlight Highlight oder kostet es die Gesellschaft schlussendlich weniger, weil die Leute, mmh naja, eigenes Geld verdienen?
  • SJ_California 31.05.2019 07:27
    Highlight Highlight Eine leichte Erhöhung der Kleinpensen sollte doch auch mittels Gesprächen erreicht werden können.

    Überall immer diese Verbote...
  • RobinBurn 31.05.2019 07:23
    Highlight Highlight Es hat zu wenig Lehrpersonen: Komm wir machen den Arbeitsplatz unattraktiver, dann löst sich das Problem.
    • Firefly 31.05.2019 15:21
      Highlight Highlight Dacht ich mir auch, was für eine Schnapsidee!
  • Optimistic Goose 31.05.2019 07:03
    Highlight Highlight Wenn ich die Qualität bieten will, die von mir selber erwarte und den Lernenden bieten möchte, arbeite ich zwar hundert Prozent, bin aber 80 angestellt. Warum? Immer mehr Bürokratenarbeit, die niemandem etwas bringt. Immer wieder neue Schullehrpläne schreiben, Konzepte für die Ordner verfassen, Formulare ausfüllen usw. Locker 10% meiner Arbeit könnte man streichen. Kein einziges Schulkind würde davon etwas spüren.
  • Thurgauo 31.05.2019 06:52
    Highlight Highlight Meine Freundin befindet sich gerade auch in der Ausbildung zur Primarlehrerin. Ein Grund bei dieser Entscheidung war die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, da Teilzeitpensen kein Problem sind. Das sollte man den Lehrern nicht wegnehmen. Ich glaube damit tun sich die Kantone keinen Gefallen.

    Wenn ich Verwandte sehe, die Lehrer sind, scheint das oft längst kein Traumberuf mehr zu sein. Darum finde ich, ist die Entlöhnung je nach Kanton nicht besonders gut. Denn das ist wohl einer der wichtigsten Berufe überhaupt! In der Privatwirtschaft könnten viele wohl mindestens so viel verdienen.
    • wolge 31.05.2019 07:53
      Highlight Highlight @Thurgauo: Ich möchte niemandem zu nahe treten, doch dies könnte sich auch negativ auswirken. So könnten Personen den Beruf nicht wegen des Berufes wegen wählen, sondern weil sie primär Zeit für die Familie aber nicht auf ein Einkommen verzichten wollen...
    • Thurgauo 31.05.2019 09:14
      Highlight Highlight Höö? Man kann doch in vielen Berufen Teilzeit arbeiten? Ist einfach ein schöner Nebeneffekt wenn es möglich ist, aber sicher kein Grund den Beruf zu wählen. Und wie sollen sie weniger Arbeiten, aber nicht auf Einkommen verzichten`?
    • loquito 31.05.2019 10:20
      Highlight Highlight wolge... Es gibt nicht genügend Menschen, qelche sich den Lehrerberuf 100% geben wollen. Wenn man jetzt die Teilzeitlehrer noch vergrault, wer steht vor sen Klassen?
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  • DSC 31.05.2019 06:50
    Highlight Highlight Warum sollte ein Pensum von mind. 30% frauenfeindlich sein? 🤔
    • RatioRegat 31.05.2019 11:57
      Highlight Highlight Weil noch immer die Frauen den grössten Teil der Kinderbetreuung übernehmen?
    • DSC 31.05.2019 12:48
      Highlight Highlight Ja aber selbst in einem solchen Fall. 30% sind nur 1,5 Tage...
  • Scaros_2 31.05.2019 06:45
    Highlight Highlight Ich glaube die grössten Probleme heute am Lehrerberuf ist:

    - Man belächelt sie immer noch wegen angeblichen 14 Wochen urlaubt
    - Man bezahlt nicht gut
    - Man verlangt dagegen viel
    - Die Rechtslage gegenüber besserwissenden Eltern/Anwälten ist unzureichend
    - Der Druck weil die Klassen zu gross sind geht an die Psyche

    Sorry - aber unter solchen bedingungen will ich doch nicht lehrer werden. Da gelobe ich meinen Job in der Privatwirtschaft.
    • Nick Name 31.05.2019 09:17
      Highlight Highlight Treffend.
    • Yes. 31.05.2019 10:49
      Highlight Highlight Stimmt alles ausser das mit der Bezahlung. Im Kanton Zürich beträgt der Jahreslohn für Primarlehrer zwischen 92’120 und 147’929 Fr.

      Lehrer haben einen harten Job und ich gönne ihnen deshalb den Lohn, aber wenn das keine gute Bezahlung ist weiss ich auch nicht mehr.
    • Scaros_2 31.05.2019 11:09
      Highlight Highlight Nun Yes. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber im Kanton Zürich hast du auch eine um vielfaches höhere Miete etc.

      Gesamtschweizerisch betrachtet ist der Lohn tief und tut mir Leid. Mit 92'000 im Kanton Zürich bei dem Ausbildungsstand,....das bekommen viele als "Einstiegslohn" in die Wirtschaft nachdem sie einen Bachelor gemacht haben.

      Wie gesagt - Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Neunauge 31.05.2019 06:44
    Highlight Highlight Ja. Das tönt nach ner guten Lösung. Wenn du zu wenig Leute hast, mach den Job noch etwas unatraktiver. Moll! Dann steigt mit den Arbeitsstunden sicher auch die Qualität!
  • CaptainLonestarr 31.05.2019 06:28
    Highlight Highlight Die Lehrer werden immer mit Berweisen auf die Privatwirtschaft diskreditiert. Würden wir aber die Regeln der Privateirtschaft amwenden müssten die Arbeitsbedingungen besser werden. Zum Beispiel mit mehr Lohn oder kleineren Klassen.
    Stattdessen wird in den Medien und den Foren ständig auf den Lehrprrsonen rumgehakt. Sie seien Schöggeler und verwöhnt. Na warum hats denn nicht genug Lehrpersonen? Sollte doch zu viele geben, wenn der Beruf doch so easy ist mit all den Ferien und dem viel zu hohen Lohn.
    • walsi 31.05.2019 06:47
      Highlight Highlight @Captain: Artikel nicht gelesen? Es hätte genug Lehrer, wenn nicht so viele Teilzeit arbeiten würden. Jetzt stellt sich die Frage weshalb wollen die nur Teilzeit arbeiten?
    • Maruel 31.05.2019 07:00
      Highlight Highlight Vermutlich weil sich Arbeit in Vollzeit nicht lohnt.
    • ouioui 31.05.2019 07:34
      Highlight Highlight Teilzeit im Lehrberuf?
      Weil es sehr energieraubend sein kann... wenn du an einem Tag z.B. ca. 23 SchülerInnen an der Mittelstufe unterrichtest und alle "Interaktionen" m. den Kindern (Fragen, Erzählungen, Klagen etc.) zählst, denen du ausgesetzt bist, fällst du nach dem Tag, vor allem auch, wenn du danach noch ein Elterngespräch, eine Sitzung etc. hast, zu Hause ziemlich schnell in den Tiefschlaf ... doch vorbereitet etc. muss auch noch werden u. samstags/sonntags möchte man vielleicht auch mal frei haben... und Kinder haben ein Anrecht auf gutgelaunte Lehrpersonen! Deshalb Teilzeit! Yes!
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  • walsi 31.05.2019 06:23
    Highlight Highlight Die vielen Teilzeitpensen sind den hohen Löhnen geschuldet. Wenn eine Primarlehrerin mit ein paar Jahren Berufserfahrung Brutto 8'000.--/Mt. verdient kommt sie auch mit 80% noch auf einen Lohn von dem sie, wenn sie Ledig ist, gut leben kann. Ist sie verheiratet oder in einer Partnerschaft und der Partner verdient z.B. 7'000.--/Mt. und sie arbeitet nur noch 20%, wegen den Kindern, kommen sie auf ein Haushaltseinkommen von 8'600.--. Damit kann man eine Familie gut ernähren.

    http://www.sgv-sg.ch/fileadmin/user_upload/dokumente/SGV_2017_Lohntabelle-Lehrer.pdf
    • CaptainLonestarr 31.05.2019 07:56
      Highlight Highlight Ja genau, weil der Job so gut bezahlt wird wollen ihn so wenige ausüben.

      Die Belastung mit 100% ist einfach zu hoch. Die verzichten lieber auf mehr Stunden und mehr Geld um psychisch gesund zu bleiben
    • Chamael 31.05.2019 08:05
      Highlight Highlight Die vielen Teilzeitpensen sind den vielen Zusatzaufgaben geschuldet. Wenn eine Primarlehrerin von Anfang an 150% arbeiten muss und nur 100% Lohn verdient, kommt sie nur mit 80% noch auf einen Zeitaufwand mit dem sie, wenn sie ledig ist, gut leben kann.
    • Sardegnasa 31.05.2019 08:24
      Highlight Highlight Möchte gerne wissen, wo/wie in deiner Lohntabelle eine Lehrperson an der Primarschule 8000 Brutto verdient... Das wäre ja ein Jahreslohn von 104’000!Die Lohnklassen sind nicht gleich Jahre an Berufserfahrung... Bis man eine höhere Lohnklasse erreicht, braucht es einiges, man hüpft nicht einfach von Jahr zu Jahr eins nach Oben. Die höchsten Lohnstufen werden häufig nicht einmal mehr erreicht!
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