Spuren im Schnee: Fischotte ist zurück im Kanton Solothurn
Erstmals seit 90 Jahren ist im Kanton Solothurn die Präsenz einer Fischotte nachgewiesen worden. Laut Behördenangaben wurde am Ufer der Aare in der Gemeinde Selzach eine eindeutige Fischottespur im Schnee festgestellt.
Der Nachweis am vergangenen Sonntag sei beim Monitoring für Fischotten erfolgt, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Freitag mit. Begegnungen mit der Fischotte in der Schweizer Wildnis seien selten.
Während die Tierart ab dem Jahr 1989 als nahezu ausgestorben galt, wird sie mittlerweile auf der Roten Liste als «stark gefährdet» geführt. Damit ist die Fischotte eine geschützte Wildtierart.
Eine Kombination aus direkter Verfolgung, Lebensraumveränderung und Umweltgiften setzen der Fischotte zu. In der Schweiz werden immer wieder Tiere nachgewiesen, wie es hiess.
Fischotte zwischen Thun und Bern
Im Kanton Bern lebt demnach eine Kleinstpopulation von Fischotten an der Aare zwischen Thun und Bern. Seit 2015 wurde wiederholt Nachwuchs nachgewiesen, wie das Solothurner Amt für Wald, Jagd und Fischerei festhält.
Um die daher zu erwartenden Abwanderungen und die Neubesiedlung von Gebieten zu dokumentieren, sei das Monitoring-Projekt «Otterspotter» initiiert worden. Im Rahmen dieses Monitorings sei die Fussspur an der Selzacher Aare entdeckt und gemeldet worden.
Die Fischotte wird landläufig auch Wassermarder genannt. Er hat einen langgestreckten Körper mit kurzen Beinen. Sein Schwanz ist im Gegensatz zum im Mittelland verbreitenden Biber behaart und spitz zulaufend.
Die Fischotte ernährt sich hauptsächlich von Fischen. Wenn der Lebensraum stimmt und genügend Nahrung vorhanden ist, können sich Fischotten still und heimlich ansiedeln. (sda)
