Schweiz
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Grossandrang auf dem Zuerichsee bei Zuerich am Sonntag, 5 Juli 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Auf den Schweizer Seen herrscht bei der aktuellen Hitze viel Verkehr. Bild: KEYSTONE

Warum du ohne Badekappe, aber nicht mit dem Gummiboot über unsere Seen darfst und andere Regeln, die du unbedingt kennen musst

In und auf den Schweizer Seen gibt es eine Flut von Regeln. Einige dürften jedem Kind bekannt sein, andere erscheinen auf den ersten Blick absurd. Und: Was am Tag gilt, kann in der Nacht ganz anders sein. 



1. Schwimmer dürfen fast alles, sollten aber vorsichtig sein

Streng nach Gesetz dürfen Schwimmer in der Schweiz ohne Schwimmhilfe über Seen schwimmen. Dies, weil sie im Binnenschifffahrtsgesetz nicht vermerkt sind. Einzig an Anlagestellen von Kursschiffen gilt ein Schwimmverbot. Die Polizei rät Schwimmern dringend Badekappen zu tragen. Ohne solche sind Schwimmer für Bootsführer schlecht sichtbar und es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Man sollte zudem möglichst nicht alleine über Seen schwimmen und eventuell eine Zieh-Boje mitführen. 

Sportler schwimmen am Ironman 70.3, am Sonntag, 7. Juni 2015 in Rapperswil. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Mit einer Badekappe schwimmt es sich sicherer. Bild: KEYSTONE

2. Stand-Up-Paddler müssen eine Schwimmweste dabei haben

Stand-Up-Paddling ist weiter im Trend. Stand Up Paddler dürfen bis zu einer Entfernung von 300 Metern weg vom Ufer ohne Hilfsmittel ihrem Hobby nachgehen. Danach gelten klare Regeln: Eine Schwimmweste mitzuführen ist Pflicht. In der Nacht müssen Stand Up Paddler zudem eine weisse Positionslampe bei sich haben, damit man sie aus allen Richtungen gut sehen kann. 

epaselect epa04845460 Two men steer their Stand Up Paddle boards on Lake Geneva as a hot-air balloon takes off nearby the 49th Montreux Jazz Festival, in Montreux, Switzerland, 13 July 2015. The European weather forecast is promising high temperatures for the next few days.  EPA/LAURENT GILLIERON

Stand Up Paddler am Genfersee. Nach dem Eindunkeln dürfen sie nur noch mit einer Positionslampe paddeln.    Bild: EPA/KEYSTONE

3. Surfbretter gelten als Wettkampfgeräte 

Bei guten Windverhältnissen tummeln sich Surfer und Kite-Surfer auf unseren Seen. Beide fahren laut Gesetz auf wettkampftauglichen Geräten und diese müssen keine Rettungsgeräte mitführen. Meistens tragen Surfer und Kite-Surfer jedoch Neopren-Anzüge. Diese sorgen im Wasser, ähnlich wie Schwimmwesten, für Auftrieb. Es wird deshalb empfohlen, Neopren-Anzüge zu tragen. 

epa04475648 A surfer races over the waves during stong winds on Lake Constance in Fischbach, Germany, 04 November 2014. Even right after sunrise, the 18 degree temperatures and foehn wind is drawing surfers to Lake Constance on the German border with Switzerland.  EPA/FELIX KAESTLE

Ein Neopren-Anzug schütz nicht nur vor Kälte. Bild: EPA/DPA

A man surfs with his kite in the Mediterranean sea at the southern Israeli city of Ashkelon, during the vacation of the Jewish holiday of Passover, April 16, 2014. REUTERS/Amir Cohen (ISRAEL - Tags: SPORT SOCIETY)

Bild: AMIR COHEN/REUTERS

4. Mit Gummibooten über den See zu paddeln, ist nicht erlaubt

An Schweizer Seen gibt es für fast alles ein Gesetz. So auch für die beliebten Gummiboote. Sie gelten als Badegeräte. Und es ist verboten, mit Badegeräten über den See zu paddeln. Weiter dürfen Gummiboote nur bis 150 Meter weg vom Ufer eingesetzt werden. Anders sieht es bei immatrikulierten Schlauchbooten aus. Schlauchboote mit einer Bootsnummer dürfen den See überqueren. 

Paddler auf einem Gummiboot geniessen das sonnige Fruehlingswetter bei einer Fahrt auf dem Walensee in Walenstadt am Sonntag, 1. Juni 2014. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Dieses Gummiboot auf dem Walensee ist zu weit weg vom Ufer.  Bild: KEYSTONE

Die beiden Jungs Jeromy, unten, und Louis geniessen das herrliche Sommerwetter auf einem Boot auf dem Walensee, aufgenommen am Donnerstag, 24. Juli 2014, in Walenstadt. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Gummiboote gehören in die Nähe des Ufers. Bild: KEYSTONE

5. Wakeboarden nur bis Sonnenuntergang 

Wakeboarder und Wasserskifahrer dürfen auf den meisten Schweizer Seen nur bei klarer Sicht loslegen. Ihre Zeit ist eingegrenzt: Ab 8 Uhr und bis zum Sonnenuntergang, längstens aber bis 21 Uhr lautet die Regel. 

28th SEA Games Singapore 2015 - Bedok Reservoir, Singapore - 13/6/15 
Waterski - Women's Slalom - Final - Indonesia's Sholikah Ummu Thoyibhatus, Singapore's Sasha Christian Siew Hoon in action
SEAGAMES28 TEAMSINGAPORE
Mandatory Credit: Singapore SEA Games Organising Committee / Action Images via Reuters

Nach Sonnenuntergang ist Schluss mit Wasserskifahren. Bild: Adam Holt/REUTERS

6. Tauchen bei Hafeneinfahrten verboten

Beim Sporttauchen in Schweizer Seen ist grosse Vorsicht geboten. Nicht getaucht werden darf: 
- auf den Fahrlinien der Kursschiffe,
- in engem Fahrwasser bei Hafeneinfahrten,
- in der Nähe von behördlich zugelassenen Liegeplätzen
- im Umkreis von 100m um behördlich bewilligte Landungsanlagen der Kursschiffe

Ein Taucher waehrend einer Demonstration anlaesslich des Tag der offenen Tuer der Seepolizei des Kantons Zuerichs am 13. Juni 2015 in Oberrieden. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Ein Polizeitaucher während einer Vorführung. Bild: KEYSTONE

7. Geschwindigkeitsbegrenzung für Motorboote 

Vorbei brausende Motorboote kennen wir alle. Wie schnell dürfen die eigentlich fahren? An den Uferzonen gilt ein Maximum von 10 km/h. Ausserhalb der Uferzonen gibt es auf einigen Seen keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Das Motorengeräusch darf aber 72 Dezibel nicht überschreiten. Für jede Person muss es eine Schwimmweste auf dem Boot haben. Zudem gilt: Don't drink and drive. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Zuschauer auf einem Boot beobachten den Ironman 70.3 am Sonntag, 7. Juni 2015 in Rapperswil. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Zu laut sollte ein Motorboot nicht sein. Bild: KEYSTONE

8. Seeufer ist nicht gleich Seeufer

Als innere Uferzone gilt das Gewässer bis zum Abstand von 150 Meter vom Ufer. Hier ist nur rechtwinkliger Schiffsverkehr gestattet. Die äussere Uferzone erstreckt sich von 150 Meter bis 300 Meter vom Ufer. Hier dürfen Schiffe parallel zum Ufer fahren.

epa04824833 A woman lies beneath an umbrella at Lake Constance in Lindau, Germany, 30 June 2015. A heat wave is currently spreading over Europe.  EPA/FELIX KAESTLE

Sonnenhungrige am Bodensee. Fürs Sünnele gibt es noch keine Regeln. Bild: EPA/DPA

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    Alle Leser-Kommentare
  • gfc 16.07.2015 18:01
    Highlight Highlight Der Artikel strotzt vor Fehlern. Auf zahlreichen Gewässern gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen, wie Bodensee, Hallwylersee, Sempachersee, Hochrhein etc.

    Auch ist mir neu, dass SUPs weiter als 300m vom Ufer weg dürfen.

    Und dann wären die Vortrittsregeln noch erwähnenswert:
    1) Kursschiff
    2) Berufsfischer
    3) Segelboote
    4) Motorboote
    5) Aller Rest inkl SUP, Windsurfer, Schlauchboot etc.
  • Pascal Müller (2) 16.07.2015 15:47
    Highlight Highlight Nr. 7 stimmt so nicht ganz. Auf dem Bodensee gibt es nämlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 Km/h

    https://www.boatdriver.ch/besondere-regeln-bodensee
  • TheMan 16.07.2015 15:27
    Highlight Highlight Stand-Up Paddler müssen eine Schwimmweste dabei haben. Ok also dabei haben ja aber es ist nicht zwingend sie am Körper zu Tragen XD Das gleiche mit dem Licht Mitführen ja aber nirgends steht was von Gebrauchen.

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