Schweiz
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Als Schweizerin geborene Belgierin muss Schweiz verlassen



ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG VOM 12. FEBRUAR 2017 ÜBER DIE ERLEICHTERTE EINBUERGERUNG VON PERSONEN DER DRITTEN AUSLAENDERGENERATION STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG – A Swiss passports photographed on December 2, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Eine in den 50er-Jahren als Schweizerin geborene Frau, die ihr Schweizer Bürgerrecht wegen der Heirat mit einem Belgier verlor, muss die Schweiz verlassen, weil sie Sozialhilfe bezog und ihre finanziellen Verhältnisse prekär sind. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden.

Die Betroffene hatte Schweizer Eltern und wurde in der Schweiz geboren. Als sie rund zehn Jahre alt war, trennten sich die Eltern. Die Mutter heiratete wieder, und zog mit der Tochter nach Belgien, woher ihr neuer Ehemann stammte.

Aufgrund der damaligen Gesetzgebung verlor die Mutter die Schweizer Staatsbürgerschaft. Hätte sie dies verhindern wollen, wäre eine entsprechende Erklärung bei den Schweizer Behörden notwendig gewesen.

Auch die Beschwerdeführerin heiratete einen Belgier. Und auch sie verlor ihr Schweizer Bürgerrecht, da sie nicht erklärte, dass sie ihre ursprüngliche Staatsbürgerschaft behalten will.

Alleinerziehend: Schwieriger Berufseinstieg

Mit 49 Jahren kehrte die Frau mit ihrer damals siebenjährigen Tochter in ihre ursprüngliche Heimat zurück. Als Alleinerziehende hatte sie Mühe, im Waadtland beruflich Fuss zu fassen, wie aus einem am Donnerstag publizierten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hervor geht. Bis Ende 2016 bezog sie deshalb Sozialhilfe von total rund 265'000 Franken.

Aufgrund der finanziellen Situation wollte die Waadtländer Einwohnerbehörde der Frau 2017 die bisherige Bewilligung auf der Basis des Freizügigkeitsabkommens nicht mehr verlängern. Gleiches sollte mit der Aufenthaltsbewilligung der Tochter geschehen.

Allerdings stellte die kantonale Behörde der Frau und ihrer Tochter eine Aufenthaltsbewilligung für Härtefälle auf der Basis der Verordnung über die Einführung des freien Personenverkehrs (VEP) in Aussicht. Dafür bedarf es jedoch einer Zustimmung durch das Staatssekretariat für Migration (SEM).

Frühere Staatsbürgerschaft ist egal

Das SEM erteilte keine Einwilligung, weshalb die Frau ans Bundesverwaltungsgericht gelangte - jedoch ohne Erfolg. Das Gericht führt in seinen Erwägungen aus, im vorliegenden Verfahren spiele es «überhaupt keine Rolle», dass die Beschwerdeführerin ursprünglich Schweizerin gewesen sei.

Insgesamt habe sie einen grossen Teil ihres Lebens in der Schweiz verbracht. Ebenso ihre Tochter, die ab der Einschulung in der Schweiz lebte. Insofern könne von einer engen Bindung zur Schweiz ausgegangen werden.

Das Bundesverwaltungsgericht führt weiter aus, dass aufgrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ab einem Aufenthalt von mehr als zehn Jahren eine enge Beziehung zur Schweiz angenommen werde. Die Beschwerdeführerin könne sich deshalb auf das Recht auf Privatleben der Europäischen Menschenrechtskonvention berufen.

Wirtschaftlich nicht integriert

Allerdings sieht das Bundesverwaltungsgericht nicht alle Kriterien erfüllt, damit die Frau darauf basierend in der Schweiz bleiben darf. Entscheidend sei nicht nur die soziale Integration, sondern auch die wirtschaftliche. Eine solche sei der Beschwerdeführerin nie gelungen.

Auch die Tochter habe trotz ihrer Volljährigkeit noch keine Ausbildung abgeschlossen, weshalb sie nicht finanziell unabhängig sei. Nicht ins Gewicht fallen für das Gericht, dass die Frau unterdessen eine 50-Prozent-Stelle und eine Überbrückungsrente hat. Ihrer Tochter ist ausserdem ein Stipendium zugesichert worden, so dass sie keine Sozialhilfe mehr beziehen müsste.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann beim Bundesgericht angefochten werden. (Urteil F-4332/2018 vom 20.08.2019) (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • FITO 01.09.2019 08:56
    Highlight Highlight Diese politisch motivierte Rechtssprechung durch die vorwiegend von bürgerlichen Politikern gewählte Judikative gehört abgeschafft.
    Darum ein klares JA zur Justiz-Initiative damit die Gewaltentrennung zwischen Exekutive und Judikative in der Schweiz endlich auch hergestellt wird.
    Wer den involvierten Richter Fulvio Haefeli einmal in der Suchmaschine eingibt wird klar sehen, dass dieses Urteil einfach ideologisch motiviert ist und diese Frau mit der Zusammensetzung des Richtergremiums einfach die Arschkarte gezogen hat.
    http://www.justiz-initiative.ch
  • heureka 30.08.2019 17:56
    Highlight Highlight Also wenn ich das richtig verstehe, wären nur zwei Erklärungen nötig gewesen, und das Ganze, wohl traurige Debakel, hätte Nie stattgefunden. Aber Egal, von Welcher Seite es man auch sieht: Es ist Traurig. Auch ich bin Damals weg, Mitte 80er und Heiratete in GR. Auch mir wäre Damals nie in den Sinn gekommen eine Erklärung von wegen Staatsbürgerschaft abzugeben. Wofür denn auch? Waren ja Jung. Zum Glück bin ich ein Mann, und Genau da ist das Problem, wenn Gerichte Gemäss Alten Gesetzen Die Ungleichheit Zwischen Mann und Frau fördern, sind Diese nicht Zeitgemäss. Sondern Rechtswidrig
  • Sotschi 30.08.2019 15:43
    Highlight Highlight Richtig so! Da gäbe es noch viel viel mehr Fälle. Die Frau wird nicht wegen Armut🤦‍♂️ aus der Schweiz verwiesen sondern weil sie nicht Arbeiten will und auf Kosten anderer das Leben hier geniesst. Wer in der Schweiz Arbeiten will findet zu 100% ein Job!! Aber die Leute jammern zu viel und sind viel zu wählerisch! Warum sonst ist Sie mit 49 zurückgekehrt.
  • Sonnenbankflavor 30.08.2019 03:37
    Highlight Highlight Himmeltraurig. Und andere kriminelle Ausländer dürfen bleiben und werden vom Staat durchgefüttert.
    • Nony 30.08.2019 13:54
      Highlight Highlight Und andere NICHTkriminelle Ausländer trotzdem ausgewiesen.
      Nicht zu vergessen, all die kriminellen Schweizer, die sogar darüber abstimmen durften, dass nichtkriminelle Ausländer ausgewiesen werden sollen ...
  • Vince Kueng 30.08.2019 02:44
    Highlight Highlight Als Schweizer dürfen wir stolz darauf sein, ein sozial gerechtes System aufgebaut zu haben, im Gegensatz zu unseren Nachbarn wie etwa Deutschland. Wir haben keine Ghettos wie z.B. in Berlin und vielen anderen EU-Städten.

    Was aber solche Entscheide betrifft, solche die sich auf das Beziehen von Sozialhilfe negativ auswirken, ist alles andere als human und unserem Land nicht würdig.
  • fools garden 29.08.2019 21:06
    Highlight Highlight Du bist als Mädchen Schweizer Eltern in der Schweiz geboren, heiratest einen Belgier und später kommt es zur Scheidung. Doch irgendwie logisch ist sie jetzt Belgierin, Schweizer würden nie Scheiden.
    (großes Kopfkratzen)🤔
  • Lazy Turtle 29.08.2019 19:19
    Highlight Highlight Sind in den Gerichten nur noch Roboter, die Gesetze umsetzen? Keine Menschen mehr mit Verständnis !!
    • Nony 30.08.2019 13:56
      Highlight Highlight Das genau ist doch der Wunschtraum aller rechtsbürgerlichen Parteien.
  • Anton Klar 29.08.2019 17:50
    Highlight Highlight Falls jemanden die Zusammensetzung des Gremiums interessiert:

    Eine Frau (FDP), zwei Männer (SVP und CVP).

    Somit überrascht der Entscheid des Gerichts kaum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platin 29.08.2019 17:48
    Highlight Highlight Menschen wie diese zwei, welche es hart hatten und nun dem Anschein mach für sich selber wieder sorgen können, wirft man raus. Anderer, wirklicher Abschaum, investiert man (ohne Witz) mehrere hunderttausend Franken, und macht alles, um einen Rauswurf aus der Schweiz, zu welcher diese Personen Null Verbindung hat, zu verhindern. Das kann es doch nicht sein. Artikel und Gesetze hin oder her, das Volk wünscht sich bei solchen Angelegenheiten ein bisschen menschlicher Verstand!
    Ich hoffe sie können es ans BG weiterziehen und erhalten dort mehr Feingefühl für die ganze Situation.
    • delCibao 29.08.2019 21:21
      Highlight Highlight ich nehme an, Du beziehst Dich auf "Carlos"? Ja, schon aberwitzig das system hier - aber vermutlich vielerorts auch.
      diese Geschichte gibt aber schon zu denken. in meinen Augen ein weiteres Armutszeugnis in der helvetischen Geschichte.
    • ChillDaHood 30.08.2019 10:36
      Highlight Highlight Eher nicht Carlos - der ist nämlich Schweizer Bürger seit Geburt und Sohn eines Schweizer Vaters. Sein wahrer Vorname ist auch nicht Carlos sondern ein englischstämmiger Vorname und der Nachname ein Schweizer Allerweltsnachname.
  • b4n4n4j03 29.08.2019 17:46
    Highlight Highlight Krass: Entscheidend sei nicht nur die soziale Integration, sondern auch die wirtschaftliche.

    Übersetzt: Man darf in der schweiz nur leben, wenn man schön im hamsterrad ist, oder ein reicher sack...
    • loquito 29.08.2019 18:49
      Highlight Highlight Wusstest du das echt noch nicht?
    • delCibao 29.08.2019 21:23
      Highlight Highlight so ist es. so lange ich jedes Jahr meine TCHF 25 den Steuerbehörden bezahle und jeden Monat hunderte von Franken der KK - ohne jemals zum Arzt gegangen zu sein, bin ich für die CH ein gut integrierter Ausländer. wehe mir, wenn ich mal nicht bezahle.
    • Grötzu 29.08.2019 22:14
      Highlight Highlight Nein, Du gehörst erst zu den 90% der Schweizer mit rote Pass an denen auch das Blut abgezapft werden . Aber ein kleiner Trost. Willkommen im Klub der Milchkühe.
  • Rathaloose 29.08.2019 16:37
    Highlight Highlight Und jetzt?

    Die Mutter und die Frau haben beide geheiratet und sind ausgewandert. Das Interesse an der Schweizer-Staatsbürgerschafft schien nicht gerade gross gewesen zusein da beine es versäumten bei dem Zuständigen Amt zu deklarieren dass sie die Schweizer Staatsangehörigkeit behalten wollen.

    Nach Jahrzehnter lalger abwesenheit reist man wieder ein mit einer bereits Volljährigen Tochter, Mutter und kind schienen wiederholt kein interesse an einer beruflichen Ausübung zuhaben(Scheint in der Familie zu liegen) und verschuldeten sich massiv.

    Für mich ist der Entscheid mehr als Verstämdlich.
    • CACB 29.08.2019 17:29
      Highlight Highlight Geht das Sozialbezügerbashing schon so weit dass man jetzt anfängt Schweizer auszuschaffen um etwas Geld zu sparen?! Blut ist bekannterweise dicker als Wasser, aber insbesondere in der Schweiz nicht mehr als Geld!
    • Gantii 29.08.2019 17:38
      Highlight Highlight ich würde dir anraten, den Artikel nochmals (oder erstmals? 🤔) zu lesen..
      Die Tochter war 7 bei der Einreise.
      Die Frau hat sich nicht im klassischen Sinn massiv verschuldet sondern über mind. 11 Jahre Sozialhilfe bezogen. Sozialhilfe ist in der Schweiz ein Kredit, deshalb die Schulden.
    • c_meier 29.08.2019 18:22
      Highlight Highlight die rechten Parteien haben Druck gemacht, dass ausländische Sozialhilfebezüger ausgeschafft werden.
      Die Frau ist nun Belgierin, daher wurde sie auch überprüft
    Weitere Antworten anzeigen
  • Capy aka PHI (formerly known as Pat the Rat) 29.08.2019 16:14
    Highlight Highlight Mal sehen...

    Da Sie in den Fünfzigern geboren wurde, ist Sie maximal 69 Jahre alt (eher nicht, sonst wäre Sie Rentnerin ohne Rente).
    Mit 10 Jahren nach Belgien, mit 49 zurück ergibt 39 Jahre Belgien und 30 Jahre Schweiz (maximal).
    Tochter bei Rückkehr 7, heute Volljährig (max 27) ohne Ausbildung.
    Kaum gearbeitet und trotzdem 256k Sozialhilfe bekommen.
    Jetzt 50% Stelle (mit oder ohne Ausbildung?), sagen wir mal ~2'500/Monat.

    Ich urteile nicht, ich zähle nur die Fakten auf welche aus dem Artikel herausgelesen werden können.
    • Phrosch 29.08.2019 20:06
      Highlight Highlight PHI, danke für die Fakten. Und was willst jetzt ohne zu urteilen damit sagen?
    • Capy aka PHI (formerly known as Pat the Rat) 29.08.2019 20:18
      Highlight Highlight Phrosch, ich will gar nichts sagen.

      Ich habe zwar eine Meinung zu diesem Fall, aber die behalte ich für mich.

      Dieser Kommentar ist nur eine (ich hoffe übersichtliche) Zusammenfassung der Fakten für Alle, um sich eventuell einfacher einen Überblick zu verschaffen.
    • Capy aka PHI (formerly known as Pat the Rat) 29.08.2019 20:34
      Highlight Highlight PS: Sorry, ich habe mich vertippt. Es sind 265k Sozialhilfe und nicht wie geschrieben 256k.
      Mea culpa!
  • Oigen 29.08.2019 15:57
    Highlight Highlight Nach svp Logik ist sie doch eidgenössin? Wenn man als Ausländer maximal Papierlischwizer wird, ist man als gebürtige Schweizerin dann nicht immer eidgenosse? Das kann man ja nicht werden, man wird so geboren...
    • Kruk 29.08.2019 21:26
      Highlight Highlight Wissen Sie, einige möchten vielleicht wieder einführen, dass wenn eidgenössische Frauen (unbedingt nur Frauen) einen ausländischen Staatsbürger heiraten sie ihre Staatsbürgerschaft verlieren.

      Sowie es anscheinend den Papirli - schwizer gibt, gäbe es auch die nicht - Papirli-Eidgenössin.
      Wie früher.
  • Nelson Muntz 29.08.2019 15:47
    Highlight Highlight Wieso erhielt sie nicht das Bürgerrecht zurück? Sie ist ja gebürtige Schweizerin.
    • michiOW 29.08.2019 18:55
      Highlight Highlight Sie war.
    • Nelson Muntz 29.08.2019 20:13
      Highlight Highlight Sie IST, sie wurde nicht als Belgierin wiedergeboren.
    • Kruk 29.08.2019 21:35
      Highlight Highlight Frage mich auch, haben die früher ausgebürgerten schweizerinnen nie das recht auf wiedergutmachung und erneute einbürgerung erhalten?
      Mit der Aufarbeitungung von Unrecht tut sich dieses Land sehr schwer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CACB 29.08.2019 14:54
    Highlight Highlight Das man die Schweiz wegen Armut verlassen muss, da die Richter einer Partei angehören und meistens Rechtspopulisten sind, ist nichts neues und kein Einzelfall, aber sehr Diskriminierend!
    Doch im einen haben sie sich verschätzt, der Steuerzahler bezahlt die Zeche- die Schulden jeden betroffenen. Denn diese werden es nie mehr Bezahlen.
    • Gantii 29.08.2019 17:43
      Highlight Highlight Sie wissen schon, dass ein Richter im Rahmen des Gesetzes Urteile sprechen muss und nicht einfach frei nach Gesinnung urteilen kann? Unabhängig der Parteizugehörigkeit.
      Ihr Kommentar hat mit genannten Populisten übrigens etwas gemeinsam - den Populismus.
    • CACB 29.08.2019 19:09
      Highlight Highlight @ Gantii, falls es Sie die Zusammensetzung des Gremiums interessiert:

      Eine Frau (FDP), zwei Männer (SVP und CVP).

      Somit überrascht ihre Frage und der Entscheid des Gerichts kaum.
  • einmalquer 29.08.2019 14:45
    Highlight Highlight In diesem Fall wurde die SVP-Politik perfekt umgesetzt.

    Der frühere SVP-Präsident darf nun stolz ein weiteres Strichli auf seine Liste setzen.
  • El Vals del Obrero 29.08.2019 14:23
    Highlight Highlight Erst das mit den Verdingkindern, jetzt das. Offenbar will die Schweiz in das Mittelalter zurück.

    Geht wählen!
    • karl_e 29.08.2019 14:49
      Highlight Highlight Das Bundesverwaltungsgericht können wir aber nicht wählen. Wer die wählt, weiss ich nicht.
    • El Vals del Obrero 29.08.2019 15:57
      Highlight Highlight @Karl_E:
      Die Gerichte richten aber nach Gesetzen, die vom Parlament erlassen werden.

      Eigentlich wäre ja ein "Rehabitilisierungsgesetz" angemessen, das die frühere Ausbürgerung von ex-Schweizerinnen, die einen Ausländer heirateten, nichtig macht.
    • Emil22 29.08.2019 16:02
      Highlight Highlight Grundsätzlich steht das Amt allen Bürgerinnen und Bürgern des Landes offen. Eine (umfassende) Rechtsausbildung ist verfassungsrechtlich nicht erforderlich, in der Praxis aber unerlässlich. Gewählt werden die Magistraten durch die Vereinigte Bundesversammlung. Es wird auf eine gleichmässige Verteilung der Gerichtsmitglieder nach Sprache, Region und Parteizugehörigkeit geachtet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 29.08.2019 13:08
    Highlight Highlight Als Belgierin kriegt sie dort Sozialhilfe. Ist ein schönes Land, ausserdem in der EU. Wo ist das Problem?
    • Tjuck 29.08.2019 16:22
      Highlight Highlight Belgien hat in der Tat sehr viel zu bieten. Zumindest für Touristen.
      Benutzer Bild
    • DemonCore 29.08.2019 17:43
      Highlight Highlight Wärst du eine Generation früher geboren hätte dir als Schweizerin das selbe Schicksal gedroht. Wäre sicher kein Problem.
  • philosophund 29.08.2019 12:49
    Highlight Highlight Ich finde die 265k sind etwas irreführend. Die Frau dürfte aufs Jahr gerechnet nicht viel Hilfsgelder erhalten haben.
    • Flötist 29.08.2019 13:51
      Highlight Highlight Genau, warum steht nicht in welchem Zeitraum diese Sozialhilfe-Schulden angehäuft wurden?
    • Capy aka PHI (formerly known as Pat the Rat) 29.08.2019 17:43
      Highlight Highlight Nach meinen Rechnungen:

      Wenn Sie 1950 geboren wurde ab 1999 bis 2016 => 17 Jahre = ~15'600/Jahr

      Wenn Sie 1959 geboren wurde ab 2008 bis 2016 => 8 Jahre = ~33'100/Jahr

      Was dazwischen liegt könnt Ihr selber rechnen.
    • michiOW 29.08.2019 18:57
      Highlight Highlight Ich nehme an, dass sie zwischendurch arbeitstätig war, evtl. sogar einen Teil zurückgezahlt hat.
  • Vecchia 29.08.2019 12:31
    Highlight Highlight Schweiz heute:

    PolitikerInnen und Obrigkeit palavern und geben sich entsetzt, wenn frühere Missstände aus der Geschichte an die Oberfläche gelangen;

    https://www.watson.ch/schweiz/gesellschaft%20&%20politik/579085394-heirat-mit-auslaendern-schweizerinnen-verloren-buergerrechte

    Aber nur kurz, um dann genau gleich hartherzig und stur nach Wirtschaftsinteressen auf der neuen Schiene weiterzufahren....
  • DemonCore 29.08.2019 12:22
    Highlight Highlight Bestimmt kein Härtefall, den sparen wir auf für Leute die ihre Frauen schlagen, und irgendwann umbringen oder im grossen Stil illegale Drogen verkaufen.
    • Astrogator 29.08.2019 13:41
      Highlight Highlight Was soll der Zynismus und Polemik ohne Fakten?

      Hier ist der Fall glasklar, eine Ausländerin hat Sozialhilfe bezogen und muss raus. Das ist genau das was die SVP seit Jahren fordert und anscheinend auch eine Mehrheit bei ihren Anhängern hat.

    • DemonCore 29.08.2019 17:39
      Highlight Highlight Ich nehme an der Vorwurf des Zynismus bezieht sich auf das bizarre Urteil des Bundesgerichts?

      Und was ist hier polemisch? Es gab mehrere ausländische Gewalttäter, die wegen der Härtefallregelung hier bleiben konnten, ebenfalls bekanntlich ein Nigerianer, der hunderte Kilo harte Drogen illegal ins Land brachte und hier verkaufte. Man darf sich doch über die eigenartigen und recht unterschiedlich langen Ellen wundern, die hier angelegt werden?
    • Enzasa 29.08.2019 21:30
      Highlight Highlight Ist es nicht alleine schon aberwitzig, dass ich erklären muss, ich will meine Staatsbürgerschaft behalten, obwohl ich einen Ausländer heiratete und mit ihm in s e i n Heimatland ging?
  • sikki_nix 29.08.2019 12:17
    Highlight Highlight die wirtschaftliche integration sei nicht gelungen - jaja die care Arbeit wird wieddr völlig ignoriert. Die Frau war alleinerziehend und es gibt wahrscheinlich nicht viel hörtere aufgaben als alleine ein kind grosszuziehen und gleichzeitig für das Einkommen verantwortlich zu sein. Ich habe grössten Respekt vor Elternteilen, die eine solche situation meistern müssen
    • Der Teufel auf der Bettkante 29.08.2019 13:40
      Highlight Highlight Ich war 14 Jahre lang alleinerziehender Vater und ebenso zu 100% zuständig für das Einkommen. Meine Tochter lebt noch immer bei mir, ist aber nun bald 19, komplett selbständig und eher eine WG Partnerin. Kauft ein, kocht usw. Was ich aber sagen wollte ist, dass ich die Erziehung, Schule und alles drum herum nicht einmal als Belastung wahrgenommen habe. Wenn du dein Kind liebst, dann erledigst du das mit soviel Elan, Freude, liebe, dass die Akkus niemals leer werden. Als ich das alleinige Sorgerecht bekam, war die Bedingung, dass ich nie Alimente fordern werde, weil die Gemeinde zahlen müsste.
    • Holofernes 29.08.2019 15:15
      Highlight Highlight Ich frage mich nur wo war und ist der Mann?! Der hat doch auch Pflichten!!
    • iisprinzässin 29.08.2019 21:04
      Highlight Highlight @Teufel "Wenn du dein Kind liebst, (...) dass die Akkus niemals leer werden." Was für ein Unsinn. Allein dieser Satz nimmt dir die ganze Glaubwürdigkeit. Ich wette du hattest auch ein soziales Netz auf das du bauen konntest (Eltern z.B.).
    Weitere Antworten anzeigen
  • iisprinzässin 29.08.2019 12:11
    Highlight Highlight Hä? Also die Frau hat mittlerweile eine Stelle und erhält demnach keine Sozialhilfe mehr, muss aber trotzdem raus weil sie so viele Schulden hat?
    Ist die Schweiz eigentlich das einzige Land aus dem man wegen Armut rausgeworfen wird?
    • Lucas29 29.08.2019 12:17
      Highlight Highlight Wegen Armut rausgeworfen, aber als Flüchtling aufgenommen😉
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 29.08.2019 18:06
      Highlight Highlight Wenn man in der Schweiz als Ausländer mehr als (je nach Kanton) 25000 bis 80000k Sozialhilfeleistungen beziehst, steht der Aufenthaltstitel zur Diskussion.

      Dass man Sozialhilfe zurückzahlen muss, ist noch so eine Schweizerische Besonderheit.
    • Pafeld 29.08.2019 20:09
      Highlight Highlight Das Zurückzahlen der Sozialhilfe soll wohl zum Zweck haben, dass man nach 10 Jahren Sozialhilfe garantiert keine Chance mehr in seinem Leben hat, aus der Armut herauszukommen. Das verarmte Pack soll ja gefälligst bleiben, wo es hingehört. Nicht das es noch vortäuschen kann, ein erfolgreicher Teil der Gesellschaft zu sein.

      Im Ernst: Wer allen ernstes daran glaubt, dass jemand mit 250'000 CHF Schulden bei der Sozialhilfe jemals wieder selbständig auf eigenen Beinen stehen kann, geschweige denn vollständig sozial integriert ist, steht kurz vor dem biologischen Tod aufgrund akutem Hirnmangels.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerewigeSchweizer 29.08.2019 12:10
    Highlight Highlight "Das Gericht führt in seinen Erwägungen aus, im vorliegenden Verfahren spiele es «überhaupt keine Rolle», dass die Beschwerdeführerin ursprünglich Schweizerin gewesen sei."

    Realität ... für die, die so stolz darauf sind, genetische Urschweizer zu sein. Nur s'Papierli zählt.
    • Enzasa 29.08.2019 21:36
      Highlight Highlight Schon unglaublich, dass man seine Staatsbürgerschaft verliert weil man einen Ausländer heiratet und mit ihm in seine Heimat geht.

    • Lucas29 30.08.2019 07:38
      Highlight Highlight Was ist daran unglaublich? Das ist Verrat am Heimatland😉

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