DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kampf gegen das horizontale Gewerbe: Lugano schliesst 27 Bordelle in Privatwohnungen

17.09.2015, 17:4018.09.2015, 07:57

Die Stadt Lugano versucht seit vergangenem Herbst die Prostitution in Privatgebäuden zu unterbinden. Nun kann sie erste Erfolge vorweisen. In 27 Fällen wurden Privatbordelle durch eine Einsatzgruppe geschlossen.

Vermietern und Hausverwaltern sei vielfach nicht bewusst gewesen, dass ihre Immobilien dem horizontalen Gewerbe dienten, teilte die Stadtgemeinde Lugano am Donnerstag in einem Bericht mit.

Als die Besitzer durch die «Einsatzgruppe Prostitution» der Polizei darüber informiert wurden, hätten sie sich häufig kooperativ gezeigt. Die Hausbesitzer seien dann auf privatrechtlichem Weg gegen ihre Mieter vorgegangen.

Wo das nicht half, versuchte es die Einsatzgruppe mit Abmahnungen oder drohte, die Wohnungen mit einem Amtssiegel unzugänglich zu machen. In 27 Fällen konnte im vergangenen Jahr so sichergestellt werden, dass Mietwohnungen wieder ausschliesslich für Wohnzwecke genutzt wurden, so die Stadtgemeinde.

Schwieriger gestalteten sich die Ermittlungen dagegen bei jenen fünf Wohnungen, die bereits vor 2014 der Polizei gemeldet wurden. Dort wurden Anfang September die letzten Mahnungen ausgesprochen – bislang ohne Erfolg.

Von einem wirklichen «Rückgang» des Rotlichtgewerbes in Privatwohnungen kann laut der Stadt nur rund ein Jahr nach dem Arbeitsbeginn der «Einsatzgruppe-Prostitution» noch nicht gesprochen werden. Es würden aber aktuell mehr alte Fälle gelöst als neue gemeldet werden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Uniformierte unerwünscht» – Brasserie Lorraine in Bern wirft Armeeangehörige raus

Nachdem die Brasserie Lorraine im vergangenen Juli mit der Absage eines Konzerts für Schlagzeilen gesorgt hatte, folgt nun der nächste Eklat. Einer Gruppe Armeeangehöriger wurde gemäss «20 Minuten» vor einigen Wochen der Service verweigert, weil sie in Uniform unterwegs waren.

Zur Story