Schweiz
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Dicke Luft im Tessin: A2 zwischen Chiasso und Rivera wird auf 80 km/h beschränkt



Autos stauen sich im Oster-Rueckreiseverkehr Richtung Norden auf der Gotthard-Autobahn A2 in der Leventina bei Quinto, am Ostermontag 21. April 2014. (KEYSTONE/Karl Mathis)

Zuviel Abgase für die trockene Luft im Tessin Bild: KEYSTONE

Das trockene Wetter der vergangenen Wochen hat im Tessin zu dicker Luft geführt. Die Luftqualität hat sich seit Freitag derart verschlechtert, dass die Behörden ab Montag um 10 Uhr auf der A2 zwischen Chiasso und Rivera Tempo 80 verordnet haben.

Dasselbe gilt für die Autostrasse zwischen Mendrisio und Gaggiolo, wie das Departement für Raumordnung am Montag mitteilte. Gemäss MeteoSchweiz seien bis mindestens Donnerstag keine Wetterwechsel zu erwarten, was die Luftqualität weiter beeinträchtigen werde.

Weiter darf in öffentlichen Gebäuden des Kantons im Sottoceneri nicht über 20 Grad geheizt werden, wenn diese mit Öl oder Feststoffen wie Holz oder Pellets geheizt werden.

Umsteigen auf öV

Zudem wird die Bevölkerung dazu aufgerufen, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen, zu Fuss zu gehen oder mit dem Velo zu fahren. Sollten Autofahrten unvermeidlich sein, sollten Mitfahrerinnen oder Mitfahrer gesucht werden, die dieselbe Strecke zurücklegten, heisst es in der Mitteilung. Weiter helfe ein moderater Fahrstil, schädliche Emissionen zu verringern.

Ein Verzicht auf Chemineefeuer oder Feuer im Schwedenofen hilft gemäss den Behörden auch, die Luftverschmutzung zu reduzieren.

Der maximal erlaubte Feinstaub-Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m3) wurde Ende vergangener Woche zwischen Biasca und Chiasso weit überschritten. Am stärksten betroffen sind das Mendrisiotto im Süden des Tessins sowie die Vedeggio-Ebene, wo die Messstation in Bioggio 105 μg/m3 anzeigte.

Herausforderung Feinstaub

Die Belastung der Luft mit winzigen Staubteilchen (PM10) ist heute eine der «grössten Herausforderungen für die Schweizer Luftreinhalte-Politik», schreibt das Bundesamt für Umwelt auf seiner Webseite. Besonders im Winter litten Städte und verkehrsnahe Gebiete unter zu hohen Feinstaub-Belastungen.

Der Feinstaub setzt sich aus Partikeln zusammen, die durch Verbrennungsprozesse ausgestossen werden. Dazu mischt sich der Abrieb von Reifen, Bremsen und Strassenbelag. Hinzu kommen sekundäre Partikel, welche sich erst in der Luft aus gasförmigen Vorläuferschadstoffen bilden.

Schädlich für die Gesundheit

Als Feinstaub oder PM10 werden Partikel bezeichnet, deren Durchmesser weniger als zehn Tausendstel-Millimeter beträgt. Deshalb können diese giftigen Partikel tief in die feinsten Verästelungen der Lunge eindringen. Folgen können Husten und Atemnot bis hin zu Lungenkrebs sein. (sda)

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