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Millionen für Öko-Mobilität

Der Kanton Tessin soll ökologischer werden

26.11.2014, 01:23

Der Tessiner Grosse Rat hat einen 16-Millionen-Kredit für nachhaltige Mobilität gesprochen. Im Zeitraum von 2014 bis 2018 sollen damit Firmen und Käufer verbrauchsarmer Autos unterstützt werden. Finanziert wird dies durch eine Steuererhöhung.

Die Strassen im Tessin stossen täglich an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Gemeinde Lugano weist laut dem Bundesamt für Statistik im europäischen Vergleich mit 608 Personenwagen pro 1000 Einwohner den höchsten Motorisierungsgrad auf - noch vor Prag mit 541 Fahrzeugen. Die Tessiner Regierung will nun mit einer Fördermassnahme sicherstellen, dass die Autos auf den Strassen zumindest weniger die Umwelt verschmutzen.

Profitieren sollen von den Fördermitteln in Höhe von 16 Millionen Franken in erster Linie Menschen, die sich ein schadstoffarmes Auto unter 45'000 Franken anschaffen, das kein Benzin oder Diesel verbraucht. Käufer eines Elektro-Fahrzeugs mit fünf Sitzen können sich laut Regierungsbotschaft auf einen Zuschuss von bis zu 10'000 Franken freuen. Dies allerdings unter der Voraussetzung, dass das alte Fahrzeug verschrottet wird.

Gemäss Regierungsbotschaft soll die Gesetzesänderung durch eine Erhöhung der Verkehrssteuer finanziert werden. Diese soll sich für konventionelle Fahrzeuge um ein bis fünf Prozent erhöhen.

Kein Geld für Elektro-Velos

«Die zur Verfügung gestellten Gelder werden direkt der Tessiner Wirtschaft zu Gute kommen», sagte der Tessiner Staatsrat Claudio Zali (Lega).

Vier Millionen Franken des Förderpakets fliessen in den Ausbau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Erdgastankstellen. Ausserdem sollen Firmen dabei unterstützt werden, für ihre Angestellten Car-Pooling Parkplätze einzurichten. Die Mitarbeiter können sich dabei absprechen, um ihre Fahrzeuge besser auszulasten.

Die Velolobby von Pro Velo Ticino kritisierte im Vorfeld der Debatte per Communiqué, dass Elektro-Velos von der Förderung ausgenommen sind. Das Tessin teilt sich laut dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) mit der Region am Genferseebogen den letzten Platz bei der landesweiten Velonutzung. (feb/sda)

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