Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Billag-Debatte

Die TV-Gebühren sollen sinken – doch wir bezahlen immer noch mehr als unsere Nachbarn

Heute debattiert der Nationalrat über die Radio- und TV-Gebühren. Statt 462 Franken sollen die Schweizer nur noch 400 Franken pro Jahr bezahlen. Das ist immer noch ein hoher Betrag, verglichen mit unseren Nachbarn.

Die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes sieht vor: Jeder Private und alle grösseren Unternehmen sollen einen Beitrag an die SRG und private Sender zahlen – egal, ob sie tatsächlich fernsehen und Radio hören oder nicht. Die Empfangsgebühr für Radio und Fernsehen soll abgeschafft und durch eine steuerähnliche Abgabe ersetzt werden. 

Die Fernsehzuschauer sollen künftig nur noch rund 400 Franken statt wie heute 462 Franken für den Empfang bezahlen müssen. Eine Minderheit der vorberatenden Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen wollte die Abgabe gar auf 360 Franken beschränken. So oder so: Es ist immer noch viel, wie der Vergleich mit den umliegenden Ländern zeigt.

So viel TV- und Radiogebühren zahlt man in unseren Nachbarländern pro Jahr

Österreich

Bild

Quelle: Wikipedia Bild: Shutterstock

Deutschland

Bild

Quelle: Wikipedia Bild: Shutterstock

Frankreich

Bild

Quelle: Wikipedia Bild: Shutterstock

Italien

Bild

Quelle: tagesspiegel.de Bild: Shutterstock

Fürstentum Liechtenstein

Bild

In Liechtenstein werden die TV- und Radiogebühren über die Steuern erhoben. Quelle: Wikipedia Bild: Shutterstock

Darum zahlen Schweizer mehr

In der Schweiz sind die TV- und Radiogebühren teils massiv höher als in unseren Nachbarländern. Da die SRG nicht für eine, sondern für vier Sprachregionen sendet, entstehen Zusatzkosten. Kommt hinzu: Schweizer verdienen im Durchschnitt deutlich besser als Deutsche, Franzosen, Italiener und Österreicher. In Ländern wie Norwegen mit ähnlich hoher Kaufkraft wie bei uns, sind auch die Gebühren ähnlich hoch: Die Norweger zahlen 420 Franken Radio- und TV-Gebühren pro Jahr. 

Gebühren für TV und Radio werden in rund zwei Drittel der Länder Europas erhoben. In mehreren osteuropäischen Staaten und in Liechtenstein werden die Gebühren über die Steuern finanziert, als auch wieder vom Bürger.

Umfrage

Wirst du die RTVG-Revision annehmen?

514

  • Ja60%
  • Nein38%
  • Weiss nicht2%

Weiterlesen zum Thema Billag-Gebühren



Das könnte dich auch interessieren:

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

Vorfall in Paris: Autolenker geht auf Blinden los

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

Kieferbruch: E-Zigi explodiert in Mund von Jungen

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Monsieur Digital 12.03.2014 19:25
    Highlight Highlight Also, die hohen Gebühren sollen durch die vier Sprachen gerechtfertigt sein?

    Dann geht für mich jedoch nicht auf, dass der Kanton Tessin mit seinen 341'652 Einwohner (2012- das ist so in etwa die Kernstadt Zürich) eine SRG-SSR Belegschaft von rund 1'068 (2012) vor sich herschiebt.

    Das bedeutet, dass jeder 320igste Tessiner für die RTSI arbeitet und drei verschiedene Radioprogramm und TV-Programm herstellt. Da darf man fragen: „Können wir hier z.B. nicht noch mehr sparen um Gebühren zu senken?“

    Dabei gilt es nicht zu vergessen, dass es noch den Privat TV-Sender von Filippo Lombardi gibt. TeleTicino liefert ein gutes lokales News-Programm für den ganzen Tessin ab und macht das mit rund 30 Mitarbeitern und erhält nur wenige Subventionsgelder aus dem Billag-Topf vom BAKOM.

    Vreneli‘s Milchbüchli macht noch folgende Rechnung, welche mich zum Nachdenken bringt: „Man kann nachlesen dass die RTSI 23 Prozent der SRG-SSR Gebührengelder erhält. Jetzt rechnen wir einmal den Effizienzquotient nach: rund 1/6 der gesamten SRG-SSR Belegschaft erhält rund 1/4 der SRG-SSR Gebühreneinnahmen (SRG-SSR: 100% = CHF 1‘188‘000‘000 / RTSI: 25 % = CHF 297‘000‘000), dann würde das ja bedeuten, dass RTSI im italienisch sprechenden Markt der Schweiz einen Marktanteil von über 60 % erreichen müsste um solche Kosten zu rechtfertigen.
    Dem ist wohl nicht so und ich wundere mich, dass man heilige Kühe bis Heute nie unter die Lupe genommen hat. Hier versagt die Politik, die Kontrolle der Staatswirtschaftlichkeit zu diesem Szenario. In der Privatwirtschaft würde ein Divisionsleiter einer Unternehmung schon längst nicht mehr arbeiten, bei einem solchen Aufwand und Ertragsverhältnis.
    Das verrückte ist, keiner klagte bisher an. Hier bedient sich ein etabliertes System an Geldern, welches den Wert in vielerlei Hinsicht nicht wiederspiegelt.

    Wer kann mir das erklären?
  • Romeo 12.03.2014 15:28
    Highlight Highlight Dieser Service Public ist zu teuer. Wenn man clever ist, ginge es für die Hälfte der aktuellen Gebühr. Aber es ist halt bequem so. Dazu werden bei der Billag noch etliche Beamte durch gefüttert.
  • Don Huber 12.03.2014 09:38
    Highlight Highlight Ich hoffe auch, dass diese Gebühren mal sehr viel weniger werden. Dazu kommt noch monatlich die Gebühren für Digital TV hinzu aber diese Gebühren sind ja nur für das SRF was ich selten bis gar nie anschaue!
    • Don Huber 13.03.2014 09:40
      Highlight Highlight Ja das weiss ich natürlich auch Monsieur LX7. Ich meine ja nur allgemein wieviel TV schauen heutzutage kostet. Dann eben noch diese ständig blöde Billag.
  • Excel 12.03.2014 09:25
    Highlight Highlight Es braucht keinen Verwaltungsaparat, dass kann direkt über die Steuern gemacht werden, dann wären es wohl noch ca 220 chf.
    Zudem brauchen wir nicht so sinnlose Sender wir SSF (Schweizer Sport Fernsehen) wo Dart Truniere und Mike Shiva übertragen werden!
    Das macht dann wohl noch so 130chf wenn der Misst abgeschaft wird.
    Wenn dann noch etwas mehr Werbung zugelassen wird, was sowieso passieren wird, dann liegen sicher noch einmal ein paar Prozente drin.
  • tomdance 12.03.2014 09:24
    Highlight Highlight Let's get real. Zur Abwechslung mal.

    In der Schweiz werden mit den Gebühren nicht nur die SRG-Programme (teilweise) finanziert, sondern es werden auch Privatradios und Privat-TVs mit Millionenbeträgen gestützt. Und das jedes Jahr.

    Ausserdem hat die Schweiz (Unus pro omnibus, omnes pro uno - einer für alle - alle für einen) Medienangeboten in allen vier Landessprachen. Und das bei einem Bevölkerungsstand von rund 8 Millionen Menschen. Das ist luxuriös, meiner Meinung nach aber nötig. Ich möchte auf alle Fälle die politischen Ereignisse der Schweiz weder von Pro 7 noch von Tele M1 oder von Tele 3iii erklärt bekommen.

    In der Schweiz müssen aktuell 462.-- Franken für TV- und Radio (SRG und Private!) bezahlt werden. In Oesterreich, das Land hat ungefähr gleich viele Einwohner wie die Schweiz, fallen 363.-- Franken an. Allerdings für Programme in nur einer Sprache. In Deutschland müssten, bei gleicher Anzahl Menschen wie in der Schweiz, für den gleichen Medienservice wie jetzt (und ohne Finanzierung der Privatsender) über 2'500.-- Franken bezahlt werden. Und auch dort wäre das Angebot nur in einer Sprache verfügbar.

    Natürlich kann auch die SRG noch etwas schlanker gestaltet werden. Und natürlich könnte die Unterstützung der Privatsender gestrichen werden. Oder die Privatsender könnten einen noch klareren Service public Auftrag bekommen. Aber genau die jetzige Medien-Vielfalt macht unser Land doch aus. Und deshalb finde ich die etwas über 400.-- Franken für gute Information und passable Unterhaltung nicht zuviel.
    • huber fredy 15.01.2015 11:51
      Highlight Highlight nur wird es nicht bei 400 bleiben. in den letzten jahren sind die gebühren immer gestiegen - trotz bevölkerungswachstum. wenn man von den ausbauplänen der srg liest, dann kann das mal sehr, sehr teuer werden. dummerweise darf das volk nichts dazu sagen - auch nicht zur definition der "grundversorgung".

Schawinski, die Prostituierte und das mediale Old-Boys-Network

Salomé Balthus war zu Gast bei «Schawinski». Er versuchte es mit einer Unterstellung. Sie schlug in einer Kolumne zurück. Danach wurde sie entlassen. Ein Lehrstück in strukturellem Sexismus.

Roger Schawinski hatte eine junge Frau in seine Sendung eingeladen und danach wurde sie entlassen. Okay, nicht aus ihrem eigentlichen Beruf, dem der High-Class-Escort-Lady. Aber aus ihrem Nebenjob, dem einer Kolumnistin in der deutschen «Welt».

Dabei hatte er versucht, Salomé Balthus – dies das Arbeitspseudonym seines Gastes – vor laufender Kamera blosszustellen. Hatte Alice Schwarzer eingespielt, die sagte, dass «eine überwältigende Mehrheit von Frauen, die freiwillig in der …

Artikel lesen
Link zum Artikel