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Ukraine

Militärgericht führt Prozess gegen Ukraine-Söldner in Abwesenheit durch

Scharfschütze Avi Motola (2. v. r.) mit weiteren Soldaten in der Ukraine.
Avi Motola (zweiter von rechts) mit weiteren Soldaten in der Ukraine.Bild: screenshot srf

Militärgericht führt Prozess gegen Ukraine-Söldner Avi Motola in Abwesenheit durch

18.12.2025, 10:0118.12.2025, 10:01

Die Militärjustiz hat am Donnerstag entschieden, den Prozess gegen den Ukraine-Söldner Avi Motola in Abwesenheit durchzuführen. Die Verteidigerin sprach sich vergeblich dagegen aus.

Das Beweisverfahren führt das Militärgericht am Donnerstag durch. Unter anderem soll die Mutter des Beschuldigten befragt werden. Ob das Militärgericht am gleichen Tag noch ein Urteil eröffnet, ist offen.

Avi Motola 2
Avi Motola in der Ukraine.ZVG

Illegale Kämpfe für die Ukraine

Der Gerichtspräsident listete vier Verurteilungen von Strafgerichten gegen den mutmasslichen Ukraine-Söldner auf. Von 2014 bis 2017 war dieser in einer stationären Massnahme in einer psychiatrischen Klinik.

Der Schaffhauser soll zwischen Februar 2022 und Dezember 2024 illegal für die Ukraine gekämpft haben. Laut dem Gerichtspräsidenten soll er einer von 573 internationalen Söldnern sein. Das Gericht stützte sich dabei auf eine Liste von Europol. (sda)

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Dörfu
18.12.2025 10:15registriert Januar 2019
Könnten wir die Leute nicht in ruhe lassen, welche die Demokratie aktiv unterstützen?
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stronghelga
18.12.2025 10:12registriert März 2021
Die Mutter des Beschuldigten ist nicht verpflichtet, vor dem Militärgericht auszusagen. Sie kann die Aussage verweigern, ohne dies begründen zu müssen.
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