Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Uri will auch 16- und 17-Jährige an die Urne bitten



Das Rathaus in Altdorf anlaesslich der Urner Regierungsratswahlen vom Sonntag, 8. Maerz 2020 im Rathaus in Altdorf. (KEYSTONE/Urs Flueeler).

Bild: KEYSTONE

Der Kanton Uri schickt sich erneut an, das Stimm- und Wahlrechtsalter von 18 auf 16 Jahre zu senken. Das Parlament hat eine entsprechende Motion am Montag gutgeheissen.

Der Regierungsrat unterstützt das Anliegen, das von Mitgliedern aller vier Fraktionen eingereicht worden war. Im Parlament ging die Überweisung mit 40 zu 15 Stimmen bei 1 Enthaltung über die Bühne.

Bereits vor zehn Jahren war im Kanton Uri eine Senkung des Stimm- und Wahlrechtsalters diskutiert worden, dies wegen einer Initiative der Jungsozialisten (Juso). Die Stimmberechtigten lehnten das Anliegen damals aber mit einem Nein-Anteil von 80 Prozent ab.

Könnten im Kanton Uri die 16- und 17-Jährigen wählen und abstimmen, würde sich die Zahl der Stimmberechtigten um zwei bis drei Prozent erhöhen. In ein politisches Amt gewählt werden könnten die jungen Menschen aber weiterhin erst mit 18 Jahren, wenn sie die Volljährigkeit erreicht haben.

In der Schweiz kennt bislang erst der Kanton Glarus ein Stimmrechtsalter unter 18 Jahren. Das Neuenburger Stimmvolk lehnte im Februar eine Senkung des Stimmrechtsalters klar ab. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Tour dur d'Schwiiz, 37. Etappe: Mollis - Göschenen

Uri bietet fremdsprachigen Kindern ein Sommerprogramm

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

29
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 19.05.2020 06:03
    Highlight Highlight Noch mehr unbedarfte Stimmbürger*innen?
  • Spooky 18.05.2020 21:51
    Highlight Highlight Sich mit Politik zu befassen,
    sollte erst mit 30 erlaubt sein.
    • Obama & Clinton 19.05.2020 10:07
      Highlight Highlight Soso. Ab 30 also. Und bis wann? Bis 50?
    • Spooky 19.05.2020 11:47
      Highlight Highlight @ Obama

      Junge Menschen sollen sich zuerst austoben,
      bevor sie sich auf die Politik einlassen.
  • andy y 18.05.2020 20:53
    Highlight Highlight Denke nicht das davon viele an die Urne gehen.
    • Obama & Clinton 19.05.2020 10:10
      Highlight Highlight Mag sein. Ist aber irrelevant. Seinerzeit bei der Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen wurde auch argumentiert, dass viele Frauen dieses Recht gar nicht wünschten. Trotzdem kann man es den anderen nicht verwehren.

      Die Frage ist, ob junge Menschen reif genug sind, um die Folgen ihrer Stimmabgabe abzuschätzen. Auf der anderen Seite lässt sich fragen, ob eute überhaupt die Mehrheit dazu noch fähig ist...
    • andy y 19.05.2020 11:07
      Highlight Highlight Wenn ich immer wieder mitbekomme, das über etwas gelästert wird, das Teil einer zuvor angenommen Vorlage ist, bezweifle ich das. Wenn ich dann noch erfahre das er für diese Vorlage ein ja eingeworfen hat,
  • Shiftphoner 18.05.2020 16:36
    Highlight Highlight Vielleicht sollte erst mal das Strafmass nach unten angepasst werden? Rechte bringen in der Regel Pflichten mit sich... Und wie viel diese Generation von Verpflichtung zu halten scheint, sehe ich jedes Mal, wenn ich Müll im Grünen zusammen lese (weil halt lieber RICHTIG die Umwelt schützen statt nur Parolen rumzuschreien): Ich denke kaum, dass es die alten "Umweltsäue" sind, die McDoof-Tüten in die Natur werfen, oder RB-Dosen! Mich nerven schon die Leute, die JETZT am Ruder sind, da brauche ich diese Zielgruppe nicht auch noch an der Backe. Sorry.
  • freeLCT 18.05.2020 16:15
    Highlight Highlight Da die Stimmabgabe anonym erfolgt, mache ich mir weniger Hoffnungen über Angaben zur Stimmbeteiligung von Minderjährigen im Kanton Glarus.

    Wäre noch spannend gewesen, zu wissen, wieviele Jugendliche dieses Recht überhaupt in Anspruch nehmen.
  • vonBroesel 18.05.2020 15:57
    Highlight Highlight was mir bei den ganzen Stimm- und Wahlrechtsaltersenkungen nicht aufgeht: sie dürften dann über die Geschicke des Kantons mitbestimmen, aber Verträge (zB Handyvertrag) müssen die Eltern mitunterzeichnen, da sie noch nicht Volljährig sind. Irgendwie fehlt mir da die Logik ¯\_(ツ)_/¯
    • vonBroesel 18.05.2020 21:45
      Highlight Highlight au contraire, nun seit ihr es mit dem Griff in die Fruchtabteilung ;-)

      Jugendliche unter 18 Jahre sind gemäss unseren Gesetzen nicht Volljährig und dürfen keine rechtsgültigen Verträge Unterschreiben, es braucht die Zustimmung der Eltern oder des Vormundes. Und nun will man Ihnen auf Kantonaler Ebene das Recht geben zu Wählen, spricht Ihnen aber zugleich die Mündigkeit ab selber einen Vertrag für Ihre Ausbildung, oder Ihr neues Handyabo zu unterzeichnen...?

      Das man Staat und Religion nicht vermischen sollte, beweisst der Mensch seit Jahrhunderten ;-)
    • who cares? 19.05.2020 09:04
      Highlight Highlight Ein 50jähriger darf mit einer 16jährigen Sex haben, aber die gleiche 16jährige darf nicht über die Geschicke des Kantons abstimmen. Wie findet ihr das?
  • K1aerer 18.05.2020 15:56
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt, finde ich es falsch das Wahlrecht nach unten zu korrigieren. Ansonsten müssten die 16 jährigen auch ganz andere Pflichten erfüllen.
    • TJ Müller 18.05.2020 16:05
      Highlight Highlight Zum Beispiel? An welche Bedingungen soll den politische Mitbestimmung deiner Meinung nach geknüpft werden?
    • DäTyp 18.05.2020 16:24
      Highlight Highlight Wie zum Beispiel Steuern zahlen?

      Oh warte mal...
    • [Nickname] 18.05.2020 16:25
      Highlight Highlight Korrekt. Aber so ist es heutzutage in der westlichen Spassgesellschaft, man will alles haben ohne jeweilige Pflichten.
    Weitere Antworten anzeigen

Grundeinkommen: Zürcher Parlament stimmt knapp Ja für neuen Anlauf

Der Zürcher Kantonsrat hat sich knapp für einen neuen Versuch für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen.

Im Kanton Zürich könnte es eventuell einen neuen Versuch für ein bedingungsloses Grundeinkommen geben: Der Kantonsrat hat am Montag eine entsprechende Einzelinitiative knapp unterstützt.

Für die Unterstützung der Einzelinitiative stimmten 61 Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus der links-grünen Ratshälfte. Nötig waren 60 Stimmen. Somit geht das Anliegen an den Regierungsrat, danach kommt es erneut in den Kantonsrat.

Ein Bürger aus Regensdorf fordert in dieser Einzelinitiative einen …

Artikel lesen
Link zum Artikel