Schweiz
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Initiative «Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere» ist gültig



Das Walliser Stimmvolk wird sich wohl frühestens im Herbst 2020 an der Urne über Grossraubtiere wie den Wolf äussern können. (Archiv)

Der Wolf hat momentan nicht gut lachen. Bild: KEYSTONE

Der Walliser Grossrat hat die kantonale Initiative «Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere» am Donnerstag für gültig erklärt. Der Originaltext wurde angepasst, damit er mit dem Bundesrecht vereinbar ist.

Die Abgeordneten stimmten zu, die Passage über das Verbot der Einführung und Freisetzung von Grossraubtieren zu streichen. Die vorberatende Justizkommission war zum Schluss gekommen, die Initiative wegen dieser Passage für vollständig ungültig zu erklären. Den endgültigen Text hiess das Kantonsparlament mit 118 zu acht Stimmen gut.

Vor der Abstimmung stellten die Grünen und die Allianz der Linken ein Problem mit der französischen Version des Textes fest, in dem das Konzept von Massnahmen zum Schutz vor Grossraubtieren fehlt. «Ich könnte diese Initiative unterstützen, wenn der französische Text mit dem deutschen übereinstimmt», sagte die sozialdemokratische Abgeordnete Barbara Lanthemann.

Deutscher Text zählt

Den Abgeordneten wurde versichert, dass der deutsche Text verbindlich sei. Der grüne Europaabgeordnete Jérôme Fournier verurteilte eine Initiative, die «durch ihren Titel irreführend» sei, die im Vergleich zum geltenden Recht nichts bringe und möglicherweise gegen das Bundesrecht verstosse.

«Gültig ist die Initiative nun mit folgendem Text: «Der Staat erlässt Vorschriften zum Schutz vor Grossraubtieren und zur Beschränkung und Regulierung des Bestands. Die Förderung des Grossraubtierbestands ist verboten.»

Das Walliser Stimmvolk wird sich wohl frühestens im Herbst 2020 an der Urne äussern können. Die kantonale Initiative für ein Wallis ohne Grossraubtiere (Wolf, Luchs, Bär) war 2016 von einem Dutzend Oberwallisern und mehreren CVP- und CSP-Politikern lanciert worden. Sie wurde im Januar 2017 mit 9545 Unterschriften eingereicht, 3545 mehr als nötig.

Im Kanton Uri wurde im August 2017 mit 3302 Unterschriften eine ähnliche Initiative eingereicht. Nötig für das Zustandekommen waren 600 gültige Unterschriften. (dfr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hanjo 12.09.2019 23:27
    Highlight Highlight Wie jetzt, das Wallis will den Menschen ausrotten? Ach nein, es geht nur um die anderen, rationaleren Grossraubtiere...
  • Nick Tamer 12.09.2019 20:35
    Highlight Highlight Wer unterschreibt meine bundesweite Initiative für die Aussetzung von Grossraubtiere im Wallis? Für Bären, Wölfe, Tiger, Alligatoren und Velociraptoren im Wallis!
  • MarGo 12.09.2019 17:07
    Highlight Highlight Man sollte eher erst mal die offensichtlichen Bildungslücken schliessen.
  • Nik G. 12.09.2019 16:42
    Highlight Highlight Naja lassen sie die Schafe mit Krankheiten auf den Weiden vor sich hin vegetieren und sahnen gut Subventionen ein. Blöd ist seit die Walliser auf einen DNA nachweis des Wolfrisses nachweisen müssen, sind plötzlich die Wolfsrisse verschwunden. Keine Blickschlagzeilen mehr "Wolf hat schon 40 Schafe gerissen! Wann ist genug!"
  • Jacob Crossfield 12.09.2019 16:38
    Highlight Highlight Bei Martigny eine Staumauer bauen und das Rhonetal fluten. Ein Lac du Valais hätte sicher auch touristische Reize, das Energieproblem wäre CO2-neutral gelöst und in den Seitentälern kann man Luchse, Bären und Wölfe ansiedeln....Scherz beiseite, liebe Walliser, aber das "Wolfproblem" kann man sicher auch anders lösen?
  • Hans Jürg 12.09.2019 14:40
    Highlight Highlight Ob wohl eine Volks-Initiative "Für eine Schweiz ohne Kanton Wallis ohne Grossraubtiere" ebenso gültig wäre?

  • wolge 12.09.2019 13:54
    Highlight Highlight Soweit ich mich „erinnern“ kann waren Wolf, Luchs und Bär schon vor uns im Wallis...

    Wie arrogant, egoistisch und selbstherrlich wir Menschen doch sind...
  • Wandervogel 12.09.2019 13:42
    Highlight Highlight Es ist mir schlicht schleierhaft, warum sich Bauern und Hirten keine Herdenschutzhunde anschaffen wollen, die die Existenz der Nutztiere gewährleisten aber auch die Existenz der Wölfe nicht gefährden. Der Staat sollte hierbei die finanzielle Entschädigung zu einem grossen Teil übernehmen, denn freiwillig wird diese Anschaffung wohl nie erfolgen.
  • Vecchia 12.09.2019 13:26
    Highlight Highlight "Durch die Präsenz von Grossraubtieren steigt der Anreiz für eine nachhaltige Schafalpung. Dies hat die Schafsömmerung in den letzten Jahren massiv beeinflusst.
    Die Anzahl der Schafe auf übrigen Weiden hat sich in den letzten Jahren deutlich reduziert;
    die Anzahl der Schafe unter ständiger Behirtung hat in derselben Zeitspanne entsprechend zugenommen. Dieser Trend setzte sich auch 2017 fort."

    (Quelle: /www.agrarbericht.ch/de/betrieb/strukturen/soemmerungsbetriebe)

    Der Wolf muss weg, damit keine Hirten bezahlt werden und kranke Schafe ungeschützt dahinsiechen müssen?

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