DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Busdrama im Wallis: Bundesgericht heisst Einstellung des Strafverfahrens gut



ZUR MELDUNG, DASS DIE WALLISER JUSTIZ DIE UNTERSUCHUNG ZUM BUSDRAMA VON SIDERS EINSTELLT, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 30. JUNI 2014, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG  - HANDOUT - Rescuers work at the wreckage of a tourist bus from Belgium at the accident site in a tunnel of the motorway A9, in Sierre, western Switzerland, early Wednesday, March 14, 2012.  (KANTONSPOLIZEI WALLIS/POLICE OF VALAIS) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

22 Kinder starben beim Car-Unfall im Wallis Bild: KANTONSPOLIZEI WALLIS

Die Strafuntersuchung zum Carunglück in Siders VS im Jahr 2012 ist zurecht eingestellt worden. Das Bundesgericht hat einen entsprechenden Entscheid des Kantonsgerichts Wallis bestätigt. Eltern von zwei tödlich verunglückten Kindern hatten Beschwerde eingereicht.

Sie sind der Ansicht, dass zusätzliche Untersuchungen notwendig seien, weil dem Carchauffeur Antidepressiva verschrieben worden waren.

Da der Fahrer selbst beim Unfall ebenfalls ums Leben kam, kann gegen ihn keine Anklage mehr erhoben werden, wie das Bundesgericht in seinem am Freitag publizierten Urteil schreibt.

Die Frage der strafrechtlichen Verantwortlichkeit des Medikamentenherstellers oder des Arztes, der das Medikament verschrieben hatte, war vor den kantonalen Justizbehörden nicht gestellt worden. Weder die Eltern noch der Staatsanwalt hatten sie aufgeworfen. Aus diesem Grund kann sie nicht vom Bundesgericht behandelt werden.

Gemäss den Lausanner Richtern verkennen die Eltern mit ihrer Forderung, dass die Umstände des Unfalls unabhängig von einer Anklage geklärt werden sollen, das Ziel einer Strafuntersuchung. Dieses besteht darin, den Verursacher einer Gesetzesverletzung zu eruieren und ihn der Strafjustiz zuzuführen.

Beim Carunglück auf der Autobahn A9 im Tunnel von Siders waren 22 vorwiegend aus Belgien stammende Kinder und 6 Erwachsene – unter ihnen der Chauffeur – gestorben. 24 Kinder hatten unterschiedlich schwere Verletzungen erlitten.

Der belgische Bus war frontal in eine Wartebucht in der Tunnelwand geprallt. Gemäss Unfallbericht war Unaufmerksamkeit oder ein Schwächeanfall des Fahrers die Ursache für das Unglück. (Urteil 6B_471/2015 vom 27.07.2015) (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

In der Nachtschicht geschlafen: Gefängniswärter wurde zu Recht fristlos gekündigt

Das Bundesgericht hat die fristlose Kündigung eines Walliser Gefängnismitarbeiters bestätigt, der während der Nachtschicht regelmässig schlief. Der Kanton durfte davon ausgehen, dass der Angestellte seine Treuepflicht schwer verletzt hatte.

Der Leiter des Gefängnisses von Crêtelongue führte in Begleitung von drei Abteilungsleitern in der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober 2018 eine nächtliche Inspektion durch. Diese unangekündigte Aktion fand aufgrund von Verdachtsmomenten gegen die beiden …

Artikel lesen
Link zum Artikel