Nach Rettungsaktion am Matterhorn: «Bleiben jährlich auf über 100'000 Franken sitzen»
Die Geschichte der Rettung zweier Vietnamesen, die in Trainerhosen und mit Turnschuhen bei schlechten Wetterverhältnissen versucht haben, das Matterhorn zu bezwingen, sorgte für viel Aufsehen.
Neben der spektakulären und mutigen Aktion der Rettungskräfte, die sich wegen der schlechten Witterung selbst zu Fuss zu den feststeckenden Berggängern begaben, und der Unverantwortlichkeit dieser, dominierte auch ein anderes Thema die Kommentare: die hohen Kosten solcher Aktionen.
Bruno Kalbermatten, Mediensprecher des Helikopterunternehmens Air Zermatt, erklärte nun gegenüber dem Blick, in welcher Grössenordnung sich diese tatsächlich bewegen:
Hinzu kämen die Kosten für den Einsatz der Bergretter.
Die Betroffenen müssen alles selbst bezahlen, wenn sie eine Rettungsaktion verursachen, so auch die beiden Vietnamesen. Ob diese die Rechnung bereits beglichen haben, kommentiert Kalbermatten aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.
Klar ist aber, dass längst nicht alle Geretteten für die Kosten, die sie verursachen, aufkommen:
Air Zermatt führt jährlich rund 2000 Rettungsaktionen durch. Ein rentables Geschäft ist das ohnehin nicht, wie Kalbermatten erklärt:
Deshalb müsse das Unternehmen den wichtigen Rettungsbereich querfinanzieren, beispielsweise mit Transportaufträgen oder Tourismusangeboten. Auch Gönner tragen würden dazu beitragen, Löcher in der Kasse zu stopfen, so der Mediensprecher. (con)
