Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Es schüttet(e) landesweit wie aus Kübeln – aber es kommt schon bald besser



Vom Montag bis Dienstag haben sintflutartige Regenfälle besonders die Ostschweiz heimgesucht. Am meisten Regen fiel innert 24 Stunden mit 90 Litern pro Quadratmeter in Urnäsch AR. Die Stadt St. Gallen kam auf 63 Liter.

Die Regenfälle zogen sich vor allem entlang der zentralen und östlichen Voralpen vom Muotathal über das Toggenburg bis zum Alpstein. Verbreitet fiel zwischen 60 und 90 Liter Regen pro Quadratmeter. An den nördlichen Voralpen massen die Meteorologen 30 bis 50 Liter Regen.

Eggenried SG erreichte 80 Liter in 24 Stunden. In Luzern waren es 42,5 Liter. Ausläufer des starken Niederschlags gab es bis ins Mittelland, wie Urs Graf, Meteorologe bei Meteoschweiz, am Dienstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. So mass die Station Buchs-Aarau einen Stundenrekord von 46 Litern.

In Beromünster LU fiel in einer Stunde 29 Liter pro Quadratmeter. Sonst gab es Stundensummen von 10 bis 20 Liter, was kleinere Bäche durchaus zum Überlaufen bringen konnte. Zudem kam es zu Erdrutschen, so etwa.

Gegen Westen hin nahmen die Niederschläge ab. In Zürich kamen 33 Liter zusammen. In Binningen BL mass Meteoschweiz 18 Liter und in Bern 20. In der Genferseeregion regneten sich am Montag noch verschiedene Gewitter vor allem lokal aus. In Genf fielen 23 Liter.

Im Tessin gewitterte es am Montag im Süden noch heftig. Lokal kamen bis am Dienstag Regenmengen von bis zu 50 Litern zusammen. Im Mittel- und Südtessin blieb es trockener.

Hochwasserwarnung

In Luzern überschwemmte der Vierwaldstättersee am Montagabend das Würzenbachquartier. Die Stadt musste den Busverkehr dort einstellen. Am Dienstag hatte sich die Lage normalisiert.

Der Pegel des Bodensees stieg bis am Dienstagmorgen um 14 Zentimeter, wie Urs Graf sagte. Die Bodensee Schifffahrt stellte deswegen den Verkehr auf dem alten Rheinlauf zwischen dem Hafen von Romanshorn TG und der Schifflände in Rheineck SG am Dienstag bis Betriebsschluss ein, wie die Bahninformation meldete.

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) wies am Dienstag auf seiner Gefahrenkarte im Internet eine Hochwasserwarnung für kleine und mittlere Gewässer in der Zentral- und Ostschweiz, im Berner Oberland sowie im zentralen und östlichen Mittelland aus. Alertswiss mahnte zur Vorsicht an der Thur.

Nach einem Murgang am Sonntag wurde die Grimselpassstrasse am Dienstagmorgen wieder geöffnet. Es gab keine neuen Rutsche und der Regen liess auch nach. Die Gefahrenstelle wird weiter überwacht.

Schnee in den Bergen

In den Bergen fiel oberhalb rund 2000 Metern über Meer Schnee. Am unteren Rand der Schneefallgrenze reichte es zu einem «Schäumchen», wie Graf erklärte. Schnee im Sommer ist im Zuge der Klimaerwärmung ein immer selteneres Phänomen. Darum ist die Schneemessung in der warmen Saison nicht ganz einfach, wie der Meteorologe ausführte. Oberhalb von 2300 Metern rechnete er aber mit 10 bis 20 Zentimetern Neuschnee.

Die Niederschläge änderten vielerorts nicht an der herrschenden Waldbrandgefahr. So mahnte der Kanton Aargau weiterhin zu Vorsicht bei Feuern im Freien. Im Tessin und in einem Teil Graubündens herrscht weiterhin absolutes Feuerverbot im Freien, wie der Bafu-Gefahrenkarte zu entnehmen ist. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Hitze: 12 lustige Dinge, die du tun kannst ;-)

Wenn Menschen so nervig wie Insekten wären ...

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

14
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Duscholux 04.08.2020 09:17
    Highlight Highlight Es kommt besser? Warum ist unerträgliche Hitze besser...
  • Quacksalber 04.08.2020 08:48
    Highlight Highlight Es regnet sogar bei uns im Raum Basel ein bisschen. Leider ist das schöne Regenwetter schon bald wieder vorbei und es wird wieder heiss.
  • Leichterbär 04.08.2020 07:24
    Highlight Highlight Jetzt noch schnell Powerlüften der Wohnung bevor die Hitze wider kommt.💪
  • Nate Smith 04.08.2020 06:46
    Highlight Highlight Sehr gut. Am Sonntag hatte die Limmat stellenweise schon so wenig Wasser dass man beim schwimmen die Knie am Grund angeschlagen hatte.
    • maylander 04.08.2020 07:43
      Highlight Highlight Was genau nichts mit dem Wetter zu tun hat.
      Das Wasser in der Limmat wird reguliert.
      Um Schwimm und Gummiboot Unfälle zu reduzieren wird bei gutem Wetter der Wasserstand abgesenkt.

      Der einzige grosse See ohne künstliche Regulierung ist der Bodensee. Und dort ist der Wasserstand völlig normal für diese Jahreszeit
    • Toerpe Zwerg 04.08.2020 07:50
      Highlight Highlight Die Limmat ist reguliert. Die Abflussmenge aus dem Zürichsee dürfte in Erwartung der starken Niederschläge gedrosselt worden sein.
    • Toga 04.08.2020 08:20
      Highlight Highlight Klar wird die Abflussmenge aus dem Zürichsee reguliert.
      Nur wenn dem Zürichsee kein Wasser zu fliest, wird auch weniger die Limmat runter fliesen. Das, damit der Zürichsee den Wasserspiegel halten kann. ( Schiffsverkehr usw.)
    Weitere Antworten anzeigen

Globaler Geldwäsche-Skandal: Banken geben sich bedeckt

Im weltweiten Kampf gegen Geldwäsche gibt es laut Recherchen eines internationalen Journalistennetzwerks nach wie vor erhebliche Defizite. Auch Namen von Schweizer Banken kommen in den ausgewerteten Daten vor.

Informationen aus einem Datenleck des US-Finanzministeriums offenbaren nach Angaben der beteiligten Medien, dass Banken aus aller Welt über Jahre hinweg Geschäfte mit hochriskanten Kunden abgewickelt haben. Die Institute hätten trotz strenger Regularien mutmassliche Kriminelle als Kunden …

Artikel lesen
Link zum Artikel