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Nach Gewitter in Flums: Von Ästen getroffenes Baby stirbt in Spital

Eine Frau und ihr Kleinkind wurden gestern lebensgefährlich von herabfallenden Ästen getroffen. Das Baby ist in der Nacht auf heute gestorben.
27.07.2021, 07:5727.07.2021, 14:54

Herabfallende Äste – Baby verstorben

Vier Personen wurden gestern Abend auf dem Schilsdamm in Flums SG von herabfallenden Ästen getroffen. Zwei davon – eine 30-jährige Frau und ihr sechs Monate altes Baby – wurden schwer verletzt. Wie die Kantonspolizei St. Gallen nun mitteilt, ist das Baby in der Nacht seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Mutter befindet sich nach wie vor in Spitalpflege, ebenso der getroffene 71-jährige Mann. Die 74-jährige Frau konnte das Spital wieder verlassen.

Das Baby befand sich im Kinderwagen, als die Baumäste darauf stürzten.
Das Baby befand sich im Kinderwagen, als die Baumäste darauf stürzten.
Bild: keystone

Aufpassen bei Flüssen

Der Pegel bei Flüssen kann bei starkem Regen extrem schnell ansteigen. Gestern mussten zwei Personen, die vom ansteigenden Wasser überrascht wurden, aus der Sihl gerettet werden. Wie schnell dies gehen kann, zeigt dieses Video:

Die «Flutwelle» der Sihl sei durch das Gewitter weiter flussaufwärts bei Einsiedeln, Kanton Schwyz, ausgelöst worden, schreibt der User Matthias Sänger.

Wie sehr das Gewitter im Kanton Schwyz gewütet hat, zeigt dieses Video:

Die Gewitter gestern Abend konzentrierten sich hauptsächlich auf die Alpennordseite, so MeteoSchweiz. Der Flughafen Zürich wurde lediglich vom Gewitter gestreift.

So ist das Gewitter über Regensdorf, in der Nähe des Flughafens, gezogen:

250 Meldungen im Kanton Solothurn wegen Starkregens

Wegen des starken Regens sind am Montagabend bei der Polizei Kanton Solothurn 250 Meldungen eingegangen. Sie betrafen fast immer Wasser, das in die Häuser eindrang. Deshalb hätten die zuständigen Feuerwehren aufgeboten werden müssen, teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit. Am stärksten betroffen waren die Gemeinden Lostorf, Trimbach, Schönenwerd, Niedergösgen, Stüsslingen und Winznau.

Zwischen Luzern und Langnau BE fahren wieder Züge

Die nach einem Erdrutsch unterbrochene Bahnstrecke zwischen Luzern und Langnau im Emmental BE ist wieder in Betrieb. Das teilte die Bahnverkehrsinformation am Dienstagmorgen mit.

Die Strecke war wegen eines Erdrutsches am Sonntagnachmittag zwischen Wolhusen und Entlebuch im Kanton Luzern unterbrochen. Die Passagiere mussten in Ersatzbusse umsteigen. Nach der Behebung der Störung könne es noch zu Verspätungen und vereinzelten Zugausfällen kommen, teilte die Bahnverkehrsinformation mit.

Wegen Unwetterschäden sind in der Zentralschweiz allerdings noch Strassenverbindungen gesperrt, wie die TCS-Verkehrsinformation am Dienstagmorgen schrieb. Im Kanton Schwyz, wo am Montag ein heftiges Gewitter niederging, wurde die Strassenverbindung Brunnen – Gersau durch einen Erdrutsch meterhoch mit Geröll verschüttet.

Sie war am Dienstagmorgen noch immer gesperrt. Wieder geöffnet wurden hingegen die Wägitalerstrasse zwischen Siebnen und Vorderthal und die Satteleggstrasse zwischen Vorderthal und Sattelegg, wie die Schwyzer Kantonspolizei mitteilte.

Die Aussichten

Im Flachland kommt es heute Morgen zu ausgedehnten Nebelfeldern, die sich am Vormittag allerdings rasch auflösen. Nebst dichten Wolkenfeldern ist es zeitweise auch sonnig. Am Nachmittag gibt es lokal Gewitter oder Schauer bei Temperaturen um 24 Grad. Am Abend und in der Nacht auf Mittwoch können weiter Gewitter aufziehen.

(saw/sda)

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Spektakuläre Bilder von Blitzen aus der ganzen Welt

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Spektakuläre Bilder von Blitzen aus der ganzen Welt
quelle: keystone
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