Schweiz
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This Friday, April 26, 2019 photo provided by the Kantonspolizei (Cantonal Police) Wallis shows the area where four German skiers have been killed by an avalanche in Fieschertal, Switzerland. Police in the canton (region) of Valais said Sunday the group was buried by the avalanche on Friday near the village of Fieschertal.Planes and rescue personnel started looking for the group after they were reported missing, but because of severe weather conditions, the bodies were only found and recovered Saturday afternoon. Police said the victims have not yet been formally identified. (Kantonspolizei Wallis via AP)

In diesem Gebiet in Fieschertal VS sind vier deutsche Skitourengänger ums Leben gekommen. Bild: AP/Kantonspolizei Wallis

Schwerstes Lawinenunglück seit einem Jahr: Im Wallis sterben vier deutsche Skitourenfahrer



Beim schwersten Lawinenunglück in der Schweiz seit einem Jahr sind am Freitag im Gebiet der Grünhornlücke in der Gemeinde Fieschertal VS vier deutsche Skitourengänger ums Leben gekommen. Die Zahl der Lawinentoten steigt damit in diesem Winter auf 19.

Die Gruppe aus Deutschland sei am Freitagmorgen von der Finsteraarhornhütte zur Konkordiahütte aufgebrochen, teilte die Walliser Kantonspolizei am Sonntag mit. Als die Skitourenfahrer am Abend nicht an ihrem Ziel ankamen, habe der Hüttenwart die Kantonale Walliser Rettungsorganisation alarmiert.

Diese habe noch am Abend bei einem Suchflug im Gebiet der Grünhornlücke mehrere Lawinenniedergänge festgestellt. Die Skitourenfahrer seien jedoch nicht gefunden worden. Wegen der schlechten Witterung habe die Suche erst am nächsten Tag fortgesetzt werden können.

Auf einer Höhe von 3110 Meter über Meer – zwischen der Grünhornlücke und der Konkordiahütte – seien die Einsatzkräfte der Rettungsstation Goms und der Air-Zermatt mit Hilfe eines Lawinenverschütteten-Suchgeräts dann auf die Verschütteten gestossen. Die Skitourenfahrer hätten aber nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden können.

Die Identifizierung der Opfer dauerte zunächst noch an, wie die Kantonspolizei Wallis mitteilte. Die Staatsanwaltschaft habe eine Untersuchung eingeleitet.

Die vier getöteten Skitourenfahrer waren Mitglieder der Sektion Düsseldorf des Deutschen Alpenvereins (DAV), wie ein Sprecher des Bergsportvereins am Sonntag laut der Nachrichtenagentur DPA mitteilte. Die Skitourenfahrer seien nicht im Rahmen einer vom Alpenverein organisierten Tour unterwegs gewesen. Mindestens zwei der Opfer galten dem DAV-Sprecher zufolge als sehr erfahren.

Laut Angaben des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung in Weissfluhjoch-Davos sind mit dem jüngsten Unfall in diesem Winter in den Schweizer Bergen bereits 19 Menschen bei Lawinenniedergängen ums Leben gekommen. Der Unfall vom Freitag ist das folgenschwerste Lawinenunglück seit dem 16. März 2018. Damals kamen ein Waadtländer sowie drei Franzosen ausserhalb des Skigebiets von Le Vallon d'Abri ebenfalls im Wallis ums Leben.

Kritische Lawinensituation

Die Davoser Lawinenexperten hatten für das Wochenende vor einer gebietsweise sehr kritischen Lawinensituation vom östlichen Berner Oberland bis in die Urner Alpen gewarnt. In dem vom Lawinenunfall betroffenen Gebiet herrschte erhebliche Lawinengefahr.

Einzelne Wintersportler könnten gemäss dem Lawineninstitut Lawinen auslösen, auch gefährlich grosse. Zudem seien auch einzelne spontane Lawinen möglich. Touren und Variantenabfahrten erforderten deshalb Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und eine vorsichtige Routenwahl. (viw/sda)

Die Wucht und Pracht des Schnees in 28 Bildern

Drohne soll Lawinenopfer schneller orten

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Biotop 28.04.2019 17:50
    Highlight Highlight Erfahrene Skitourengänger ignorieren Lawinengefahrstufe 3, die Warnstufe mit statistisch höchster Unfallfolge. Erfahrung bringt nichts ohne konsequente Umsetzung derselben.
    • Kronenhirsch 28.04.2019 18:55
      Highlight Highlight Bei Stufe 3passieren die meisten Unfälle weil am meisten Tourengänger bei dieser Stufe unterwegs sind da diese Stufe häufig vorkommt nach Neuschneefällen und Pulverschnee
    • Snowy 28.04.2019 19:21
      Highlight Highlight Was willst Du uns nun mit dieser Aussage mitteilen?

      Dass sie sich die Gruppe wegen Stufe nicht auf die Tour hätte begeben dürfen?

    • maricana 28.04.2019 19:47
      Highlight Highlight Es ist davon auszugehen, dass die "erfahrenen" Skitourengänger schon öfters bei dieser Gefahrenstufe unterwegs waren, daher die Erfahrung. Diesbezüglich im Nachhinein eine fatale Fehleinschätzung, insbesondere da zu diesem Zeitpunkt keine weiteren vergleichbaren Ereignissebekannt sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flexon 28.04.2019 16:10
    Highlight Highlight Sehr tragisch. Von der Finsteraarhornhütte zum Konkordiaplatz ist es eigentlich nicht weit. Zum Glück hat es nicht mehr Leute getroffen, die Tour ist ausserordentlich populär.
  • derEchteElch 28.04.2019 12:42
    Highlight Highlight „Drohne soll Lawinenopfer schneller orten - Drohne statt Lawinenhund“

    Damit die Drohne funktioniert, braucht es ein sendendes LVS. Der Hund braucht das nicht. Deshalb ist mir der Hund lieber und ich vertrau mehr seiner Nase..

    Es kann niemand ausschliessen, dass nicht jemand verschüttet ist, der kein LVS-Gerät bei sich trägt. Daher gewinnt eindeutig der Hund gegen die Drohne.
    • Mrum 28.04.2019 13:34
      Highlight Highlight Unabhängig davon, ob Drohnen dazu sinnvoll sind oder nicht:
      Heute ist praktisch niemand ohne LVS unterwegs und wenn doch, dass ist das fahrlässig.
      Und die Frage ist ja kaum, Drohne ODER Hund...
    • derEchteElch 28.04.2019 14:04
      Highlight Highlight Nun, in dem am Ende eingebundenen Videos von SRF wird genau diese Aussage gemacht.

      Watson Titel: „Drohne statt Hund“
    • Snowy 28.04.2019 16:26
      Highlight Highlight @derEchteElch:

      Niemand begibt sich heutzutage noch auf Skitouren ohne LVS.

      Diese Zeiten sind längst vorbei.
    Weitere Antworten anzeigen

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