Steuerparadies bleibt, dahinter wird erhöht: Die Steuerfüsse aller Luzerner Gemeinden
Luzern gehört zu den Kantonen, die ihre Steuerfüsse nicht mit Prozentpunkten, sondern in Einheiten der einfachen Steuer (Grundtarif) rechnen.
Gleich alle Luzerner Steuerzahler können in diesem Jahr von Steuersenkungen profitieren, denn der kantonale Steuerfuss um 0,1 auf 1,45 Einheiten gesenkt. Schon 2025 wurde er um 0,05 reduziert. Im Budget wird mit einem Ertragsüberschuss von 26,1 Millionen gerechnet (statt mit 51,7 Millionen).
Doch blicken wir auf das aktuelle Jahr und die Gemeindesteuern: Meggen bleibt der steuergünstigste Ort des Kantons. Ohne Kirchensteuern liegt der Steuerfuss (dank der Senkung des kantonalen Steuerfusses) bei 2,35 Einheiten.
Schenkon und Eich, die letztes Jahr auf den zweit- und dritttiefsten Steuerfuss auswiesen, mussten in diesem Jahr beide erhöhen (Schenkon um 0,15, Eich um 0,1). Beide geben als Grund für die Erhöhung die alternde Bevölkerung an. In Eich dürfte bald eine weitere Anhebung folgen. Die ist auch bei Schenkon nicht ausgeschlossen. Denn trotz der Anhebung wird mit einem negativen Budget gerechnet. Eich übrigens teilt sich den Podestplatz neu mit Weggis, das um 0,05 Einheiten reduzieren konnte.
Auf der anderen Seite bleibt Luthern das Schlusslicht. Neu gibt es aber Gesellschaft durch Doppelschwand (+0,05) und Wikon (0,1). Alle drei stehen jetzt bei 3,85 Einheiten (ohne Kirchensteuer). Altbüron, das letztes Jahr ebenfalls auf dem letzten Platz lag, konnte für 2026 um 0,1 Einheiten reduzieren.
Insgesamt gab es in Luzern etwas mehr Bewegung wie 2025. Nur 15 Gemeinden (2025: 9) können sich über eine Steuersenkung von maximal 0,25 Einheiten freuen. 13 Gemeinden müssen eine Zunahme hinnehmen (2025: 16 Gemeinden). Allerdings bleibt die Veränderung bei zehn von diesen mit 0,05 oder 0,1 Einheiten tief. Der Steuerfuss in Doppelschwand ist dabei noch provisorisch.
