Schweiz
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Schweizer Pensionskassen haben ein gutes Jahr – aber es gibt ein Problem



ARCHIV - ZUR SWISSCANTO-STUDIE UEBER DIE SITUATION DER PENSIONSKASSEN, AM DIENSTAG, 29. MAI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ---- Frauen aus drei Generationen sitzen nebeneinander auf einer Bank am Donnerstag, 6. September 2012, in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Bild: KEYSTONE

Für die Schweizer Pensionskassen sind die ersten acht Monate 2019 erfreulich verlaufen: Sie erzielten ausserordentlich hohe Renditen. Doch die Aussichten bleiben angesichts des gesunkenen Zinsniveaus trübe.

Im Durchschnitt erzielten die Pensionskassen bis Ende August eine Rendite von 7.9 Prozent verglichen mit -2.7 Prozent im vergangenen Jahr, wie dem am Dienstag von der Anlageberatungsfirma Complementa veröffentlichten Risiko Chek-up 2019 zu entnehmen ist.

Gestiegen ist auch der gewichtete Deckungsgrad, der mit 109.1 Prozent Ende August um 6.4 Prozentpunkte höher lag als zu Jahresbeginn.

Doch diese erfreulichen Zahlen vermögen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Renditeaussichten angesichts des in den letzten Monaten erneut stark gesunkenen Zinsniveaus eingetrübt haben.

Complementa kalkuliert für den aktuellen Anlagemix der zweiten Säule mittelfristig eine Rendite von nur noch 2.1 Prozent. Dieser steht eine Renditeanforderung von 2.4 Prozent gegenüber.

Verzinsung unter 1.5 Prozent

Der Spielraum, um diese Lücke mit Hilfe von Vermögensumschichtungen zu schliessen, ist gemäss Complementa begrenzt. Deswegen werden Pensionskassen wohl auch künftig versuchen, auf der Leistungsseite Anpassungen vorzunehmen.

Das trifft in erster Linie die Arbeitnehmer. Deren Verzinsung wird gemäss Complementa in den kommenden Jahren sehr wahrscheinlich das aktuelle Tief von 1.5 Prozent unterschreiten.

Zudem werden Neurentner jedes Jahr mit tieferen Umwandlungssätzen konfrontiert sein. Während der gesetzliche Mindestumwandlungssatz für das BVG-Obligatorium weiterhin bei 6.8 Prozent liegt, passen Pensionskassen die Sätze an und wandeln aktuell das angesparte Kapitel mit 5.63 Prozent in eine Rente. Das ist eine Reduktion von 0.18 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Ein Neurentner im Jahr 2019 erhält bei gleichem angespartem Kapital damit im Durchschnitt eine um 8.2 Prozent tiefere Rente, als er noch vor vier Jahren erhalten hätte.

Für die «Risiko Check-up 2019»-Studie hat Complementa Informationen aus den Geschäftsberichten von 437 Pensionskassen ausgewertet. Diese vereinen gemeinsam Vermögenswerte von 650 Milliarden Franken. (aeg/sda/awp)

Von diesen 10 Serien müssen wir uns 2019 verabschieden

Es ist niemals zu spät, sich einen Traum zu erfüllen

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    Alle Leser-Kommentare
  • tito 11.09.2019 18:25
    Highlight Highlight Während Pensionen der 2. Säule ins Bodenlose abstürzen, werden interessanter die Versicherungen, die diese verwalten, immer reicher wie auch Manager, Broker, Verwalter.
    Ein Grossbetrüger sagte einmal zynisch zu seinen Opfern: "Machen Sie sich keine Gedanken, Ihr Geld ist nicht verloren, es ist nur woanders." Genau wie unsere Pensionsgelder.
  • Asparaguss 10.09.2019 21:50
    Highlight Highlight Zeit wieder auf Betriebseigene Patronale Stiftungen zu setzen. Der Admin Aufwand ist es Wert.
  • nakasara 10.09.2019 18:09
    Highlight Highlight das ganze ist doch ein witz 🙈 lieber mal weniger managerlöhne zahlen und die kassen Vereinheitlichen! oder habt ihr Korrupten angst dass der CEO dann allein das ganze geld einstreicht? ja was denkt ihr denn wiso wir diese probleme haben? also an der Arbeirslosigkeit liegt es sicher nicht und am steigenden alter eher auch nicht. wir werfen das geld einfach beim falschen fenster raus und basta.
  • wolge 10.09.2019 17:41
    Highlight Highlight Na wer hat die Studie wohl finanziert...?

    Den Pensionskassen, wie übrigens auch der AHV geht es blendend. Wir werden schlicht für blöde verkauft...

  • Bosshard Matthias 10.09.2019 15:36
    Highlight Highlight Das Volk wird um die PK und AHV betrogen und keiner macht etwas.
    Das ganze gehört aufgelöst und ein neues System gehört her z.b. 45 Beitragsjahre dann Pension und wer reich ist kann sich einkaufen z.b. Studierte die nicht so lange einbezahlt haben.

    Leider haben die Leute nur das Co problem im Ohr die Realität wird im alter schneller kommen wie manchem lieb sein wird und das wird nicht das Co problem sein
    sondern was im alter noch auf dem Tisch stehen wird!
    Viel Spass dann mit der alters Armut trotz 45 Jahre Beiträge bei durchschnittlichem Lohn Co Probleme wird dann längst Geschichte sein.
    • tito 11.09.2019 18:20
      Highlight Highlight Ich gebe dir Recht, dass das Volk bei den BVG-Pensionen betrogen wird und dass das aufgelöst gehört. Da gibt es zu viele Abzocker, Broker, Manager, Stiftungsräte, Versicherungen usw usw.
      Mit dem CO2 Problem würde ich das aber nicht vermischen. Das Klimaproblem ist immens. Natürlich nützen das schlaue Politiker und andere Abzocker um von der Verarmung der Bevölkerung abzulenken.
  • Fairness 10.09.2019 15:02
    Highlight Highlight Da eine gute oder schlechte PK bei der Jobsuche so gut wie gar nicht berücksichtigt werden kann, obwohl es sehr wichtig wäre, müsste man sie unbedingt frei wählen können. Zumindest der überobligatorische Teil. Für die Arbeitgeber ist das kaum Mehrarbeit. Einmal erfasst mit den restlichen Daten des neuen Mitarbeiters läuft ja alles automatisch. Bei einer echten Rentenreform sollte das Obligatorium in die AHV fliessen. So könnte all denen, die mind. vierzig Jahre einbezahlt haben eine verfassungskonforme, existenzsichernde Rente bezahlt werden.
  • ChillDaHood 10.09.2019 12:42
    Highlight Highlight Es braucht eine Anpassung. Momentan sollte die AHV die Existenz sichern. Äh ja, mit dem kommt kein Schwein durch. Die PK sollte den Lebensstand halten? Kann sie mit einem Umwandlungssatz von etwa/unter 5.6 und darauf läufts auch BVG mässig irgendwann raus eher nicht. Also dritte Säule, selber sparen, Gürtel enger schnallen - wohl dem, der das kann.
    • Fritz N 10.09.2019 13:20
      Highlight Highlight oder einfach drauf scheissen und sterben. Ich verschwende sicher kein Geld an die 3te Säule
    • MacB 10.09.2019 15:38
      Highlight Highlight Nur springt bei 3a auch nichts mehr ab, ausser man investiert es in FIonds. Aber denen traut man ja auch nicht immer so recht, gerade jetzt, wo jederzeit mal wieder ein grösserer Crash kommen könnte, der die FOnds nach unten reisst. Ich weiss auch nicht.

      Persönliche Meinung: Zurzeit am besten PK und 3a in ein Eigenheim investieren, das hat sich langfristig in den letzten 100 Jahren noch immer ausbezahlt.
    • The Destiny // Team Telegram 10.09.2019 17:59
      Highlight Highlight Wenn die zweite Säule nicht mehr Existenz sichernd ist und grenzwertig rentabel, dann muss sie freiwillig werden, ich gebe doch nicht mein Geld aus den Händen um nacher zuzusehen wie der realwert durch die Inflation sich sogar vermindert!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charlie B. 10.09.2019 12:35
    Highlight Highlight "... eine um 8.2 Prozent tiefere Rente, als er noch vor vier Jahren"

    Das ist nicht grad sehr motivierend wenn man noch 20 Jahre arbeiten "muss" :-(
  • The Destiny // Team Telegram 10.09.2019 11:13
    Highlight Highlight Mit weniger als 1.5% Zins verliert man bereits nur noch, oder ist das der real interest?

    Wenn es der real Interest ist dann ist das ja gerade noch ok, immerhin verliert man dann kein Geld.

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