Wirtschaft
Schweiz

Schweizer Hypotheken werden 2024 wohl kaum günstiger werden

Hypotheken werden 2024 wohl kaum günstiger werden

12.12.2023, 01:2212.12.2023, 01:22

Die Inflationsraten sind seit einiger Zeit auf dem Rückzug. Dies hat an den Finanzmärkten zu Spekulationen über mögliche Zinssenkungen durch die Zentralbanken ausgelöst. So auch in der Schweiz.

Nur wenige Tage vor der Zinsentscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wagt nun Comparis noch eine Prognose für die Entwicklung der Zinsen von Festhypotheken im kommenden Jahr. Trotz stark rückläufiger Swapsätze – diese sind für die Konditionen der Festhypotheken massgebend – erwartet der Vergleichsdienst laut einer Prognose vom Dienstag im kommenden Jahr bei den mittel- und langfristigen Hypothekenzinsen nur eine Seitwärtsbewegung mit leicht fallender Tendenz.

Und im kurzfristigen Bereich rechnet Comparis vorerst mit keinen grossen Veränderungen. Konkret erwartet Comparis bis Ende 2024 fünfjährige Festhypotheken in einer Spanne von 1,80 bis 2,25 Prozent (aktuell 2,21%). Zehnjährige Hypotheken dürften zwischen 2,00 bis 2,40 Prozent (2,31%) liegen.

Obwohl sich die Inflationsraten in der Schweiz nun schon den sechsten Monat in Folge deutlich unterhalb der von der SNB anvisierten 2-Prozent-Obergrenze befänden, beobachteten die Währungshüter die Entwicklung der Inflation. Es bestünden neben geopolitischen Unsicherheiten weitere Kostentreiber wie etwa Mietzinserhöhungen und Strompreise. Diese übten einen permanenten Druck auf die Inflation aus. Dies begrenze den Spielraum der SNB. «Für eine Entwarnung ist es daher zu früh», so Comparis. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Hafermilch darf nicht «Nicht-Milch» heissen – und schon gar nicht Hafermilch
Das Bundesgericht hat dem Lebensmittelkonzern Danone verboten, eine Hafermilch als «Not Milk» anzuschreiben. Das Urteil wirft ein Schlaglicht auf die hochregulierte Welt der Supermarktgregale.
Es begann mit einer Stichprobe in einer Zürcher Coop-Filiale im Jahr 2022. Einem Mitarbeiter des Kantonalen Labors fielen zwei Tetrapacks der Marke Alpro auf. Die Befürchtung: Der aufwendig gestaltete «Haferdrink» könnte mit Kuhmilch verwechselt werden.
Zur Story