Schweiz
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Solothurner Bauern protestieren gegen A1-Ausbau



ARCHIV --- ZUR DISKUTIERTEN STROMMARKTOEFFNUNG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Hochspannungsmasten saeumen die Autobahn A1, aufgenommen am 5. Oktober 2009 in Walterswil im Kanton Solothurn. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Bild: KEYSTONE

Mit mehreren Warnfeuern entlang der Autobahn A1 haben Bauern im Kanton Solothurn am Mittwochabend gegen den geplanten Ausbau des Abschnitts von vier auf sechs Spuren protestiert. Sie fordern eine Verringerung des Kulturlandverbrauchs.

Die Bauern wollen ihre Forderung mit einem Brief an Bundesrätin Simonetta Sommaruga unterstreichen. Man sei sehr besorgt über die rasanten Kulturlandverluste in der Gegend des solothurnischen Gäus, heisst es im Schreiben an die Vorsteherin des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).

Die wirtschaftliche Entwicklung, der Ausbau der Autobahn A1 auf sechs Spuren zwischen Luterbach und Härkingen in den Kantonen Solothurn und Bern sowie der Hochwasserschutz entzögen der Landwirtschaft laufend erhebliche Flächen.

Die Bauern verlangen, dass der Ausbau der A1 auf einer Länge von 21.9 Kilometern möglichst flächensparend erfolgt. Die Flächenverluste sollten den aktiven Landwirtschaftsbetrieben vollständig kompensiert werden.

«Es wäre eine Illusion, wenn wir verlangen würden, dass die Autobahn nicht kommt, auch wenn es aus Sicht des Bodens die beste Lösung wäre», sagte Peter Brügger, Sekretär des Solothurner Bauernverbandes, in einem Interview der «Solothurner Zeitung». Daher stelle man «realistische Forderungen».

Ausbau für 886 Millionen Franken

Die Ausführungsprojekt für den 886 Millionen Franken teuren Ausbau fand im Mai statt. Mehr als 80 Einsprachen gingen ein. Der Solothurner Regierungsrat begrüsst das Erweiterungsprojekt.

Er setzt sich jedoch für einen «landwirtschaftsverträglichen Ausbau» ein. Das Projekt weisst gemäss Regierungsrat mit 8 statt 11.7 Hektaren einen deutlich geringeren Kulturlandverlust auf als ursprünglich vorgesehen.

Die Ausbauarbeiten für den A1-Abschnitt werden gemäss Bundesamt für Strassen (Astra) rund acht Jahre dauern. Der Baustart soll frühestens im Jahr 2022 erfolgen.

Auf jeder Seite der Autobahn ist der Bau einer zusätzlichen Spur geplant. Damit sollen die Verkehrssicherheit erhöht, ein Engpass beseitigt und der Verkehr verflüssigt werden. Gleichzeitig sollen die heutigen Vorgaben betreffend Lärm-, Umwelt- und Gewässerschutz umgesetzt werden.

Auf dem Abschnitt verkehren 87'000 Fahrzeuge pro Tag. Das Astra rechnet damit, dass im Jahr 2030 pro Tag 100'000 bis 110'000 Fahrzeuge verkehren. Der Abschnitt war in den Jahren 1966/67 eröffnet worden. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Cuerto 16.08.2019 08:33
    Highlight Highlight Es waren die Bauern, die den Verteilzentren, Shopping Malls und Transportfirmen für gutes Geld ihr Land verkauft haben. Und jetzt jammern sie über die Folgen !
  • hugitobler 15.08.2019 22:08
    Highlight Highlight und bei Kriegstetten/Kirchberg sanieren sie die Autobahn mit ihren 4 Spuren ohne an einen zukünftigen Ausbau zu denken 🤦🏼‍♂️
    • andrew1 16.08.2019 10:05
      Highlight Highlight Kirchberg - schönbühl benötigt dringend 6 spuren. Am morgen fahren sehr viele in kirchberg auf die autobahn. Der dosierer verlangsamt einem weiter beim drauffahren. Dieses system ist vielleicht lustig wenn man schon drauf ist aber für die drauffahrer extrem mühsam. Hab mir auch schon überlegt den umweg über kriegstetten zu nehmen. Von schönbühl an mit 3 spuren und freiburg, thun mit 2+2 spuren reicht dann wieder. Einfach das kurze Nadelöhr kirchberg - schönbühl ist nicht ausreichend.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 15.08.2019 18:13
    Highlight Highlight Man muss eins aber wissen, wenn man solche Meldungen liest. Diese sogenannten «Kulturlandverluste» waren der Ausbau und das Entstehen grosser Industriebetriebe im solothurnischen Bezirk Gäu. Mit der Autobahn hat das noch nichts zu tun. Die A1 verläuft da seit 40/50 Jahren.
  • Müllli 15.08.2019 17:12
    Highlight Highlight Es ist schon lange an der Zeit das es eine Spurerweiterung gibt. Es ist eine Zumutung, wenn man sich täglich auf der Autobahn bewegen muss. Hätte schon beim Bau der Bahn 2000 kommen müssen.
    • michirueegger 15.08.2019 21:25
      Highlight Highlight Ja nur wird das nadelöhr verlagert der stau ist ja auch erst seit rothrist härkingen umgebaut ist
    • sheshe 16.08.2019 08:51
      Highlight Highlight Vielleicht wäre es dann mal Zeit für ein Umdenken, dass man nicht jeden Tag auf der Autobahn sein muss?!
  • DerewigeSchweizer 15.08.2019 16:52
    Highlight Highlight Ha, ha.
    Bin gerade neulich, nach langem wieder, an dieser Stelle Önsingen Egerkingen/Härkingen vorbeigefahren.
    ... So nach 20 Jahren wieder einmal.

    Nichts verändert ...
    "Die haben voll einen an der Waffel", denkt man da.
    Und: Haben die denn noch nie so eine Postkarte aus den USA gesehen, mit 16- oder gar 32 spurigen Autobahnverteilern?
    Da sollte es doch mal bei einem klingeln, dass man dieses Nadelöhr auf 6, oder besser 8, Spuren verbreitern soll.
    2020 Leute!

    Und die Bauern, diese subventionierten "Verdingbuben"-profiteure,
    machen ihren Aufstand nur, um mehr Geld fürs Land zu kassieren.
    • Mr_Boulala 15.08.2019 20:55
      Highlight Highlight Du beziehst dich mit der Aussage "nichts verändert" nur auf die Autobahn oder?
      Weil die Umgebung rund um die Autobahn hat sich im Raum Egerkingen massiv verändert und ist aufgrund der günstigen Verkehslage vollgestopft mit Logistikfirmen, Verteilzentren etc.
    • DerewigeSchweizer 16.08.2019 01:27
      Highlight Highlight Was Du sagst stimmt.

      Und ja, ich beziehe mich natürlich auf die Autobahn.

      Und Sarkasmus beiseite: Im Kontrast zur Vorstellung einer modernen Schweiz, war die Feststellung "nichts verändert am Nadelöhr bei 30 km/h ein regelrechter Schock.

      Man sollte vielleicht das Geschäft mit den teuren Jagdflugzeugen nochmal überdenken.
      ...
  • glointhegreat 15.08.2019 16:49
    Highlight Highlight Das foto passt hier gar nicht. Es zeigt nämlich oftringen im AG. Zu erkennen am schmalen kirchturm mit spitzhut auf der linken seite und dem EO , seit 1970 einem der höchsten hochhäuser im aargau, auf der rechten seite. Das hat mit solothurn, luterbach oder härkingen gar nichts zu tun... Ja, man sieht die A1, trotzdem wars komisch seinen wohnort zu sehen und vom kt. solothurn zu lesen 😂
  • Don Quijote 15.08.2019 16:14
    Highlight Highlight Klar, sind ja Selbstversorger. Da denkt man nicht an den (Logistik-)Bedarf der Allgemeinheit. Darüber hinaus sind sie dann die ersten, welche nach einem Hochwasser den fehlenden staatlichen Schutz beklagen.

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