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Roche eröffnet neues Forschungszentrum für 100 Millionen Franken

Forscher bei ihrer Arbeit im neuen Labor im Institut of Humen Biology, anlaesslich der Eroffnung des neuen Institue of Human Biology (IHB) im Roche Areal in Basel am Montag, 23. Maerz 2026. (KEYSTONE/ ...
Forschende an der Arbeit im neuen Institut für Humanbiologie in Basel.Bild: keystone

Roche eröffnet neues Forschungszentrum für 100 Millionen Franken

23.03.2026, 22:3323.03.2026, 22:33

Das Pharmaunternehmen Roche hat am Montag in Basel das Forschungsgebäude für das Institut für Humanbiologie (IHB) eröffnet. Die Konzernspitze weihte den Bau 92 für menschliche Modellsysteme zusammen mit Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider ein.

IHB Direktor Azad Bonni, links, Bundesraetin Elisabeth Baume-Scheider, mitte, und CEO von Roche Thomas Schineker, rechts, posieren anlaesslich der Eroffnung des neuen Institue of Human Biology (IHB) i ...
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider mit dem Direktor des Zentrums, Azad Bonni (l.), und dem CEO von Roche, Thomas Schineker (r.).Bild: keystone

Roche beschäftigt sich dort unter anderem mit der Entwicklung von Organoiden, die aus menschlichen Zellen kreiert werden, zum Beispiel eine Netzhaut. Diese Nachbildungen von menschlichen Geweben sollen neue Erkenntnisse zur Entwicklung von Medikamenten liefern und die Abhängigkeit von Tierversuchen verringern.

Zur Infrastruktur des Laborbaus gehört ein Roboter, der sich in einem sterilen Raum befindet. Er ist in der Lage, ohne menschliche Eingriffe Tausende von Organoiden zu Forschungszwecken bereitzustellen, wie IHB-Co-Direktor Matthias Lütolf bei einer Medienführung erklärte.

Der IHB-Laborbau «öffne eine Tür zu neuen Erkenntnissen» und sei eine Investitionen in die Hoffnung vieler Patientinnen und Patienten, sagte Gesundheitsministerin Baume-Schneider bei der Rede zur Eröffnung. Zugleich bedeute das ein «klares Bekenntnis» von Roche zu Basel und zur Schweiz.

100 Millionen Franken für Totalsanierung

Auch Roche-CEO Thomas Schinecker unterstrich diese Bedeutung. Der Pharmakonzern investiere jährlich rund 3,5 Milliarden Franken in die Forschung am Standort Schweiz. Die Verbindung von künstlicher Intelligenz und menschlichen Organoidmodellen am IHB habe das Potenzial, die Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente grundlegend zu verändern.

Noch ständen aber grosse Aufgaben bevor, etwa bei der Bekämpfung von Krebs, Alzheimer und Parkinson. Ziel sei weitere Prävention, sodass sich Krankheiten gar nicht erst voll entwickeln könnten, sagte Schinecker weiter.

Das Forschungszentrum bietet auf 23'000 Quadratmeter Platz für bis zu 250 Forscherinnen und Forscher. Es handelt sich um ein totalsaniertes Gebäude aus dem Jahr 2000. Roche hat 100 Millionen Franken in den Umbau investiert, wie Standortleiter Jürg Erismann erklärte. Der Umbau ist Teil einer Investition von 1,4 Milliarden Franken in den Standort Basel/Kaiseraugst AG. (sda)

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