Schweiz
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Einheimische und Touristen geniessen das sonnige Herbstwetter an der Reuss in Luzern am 2. November 2014. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Touristen und Einheimische in Bellinzona. Gerade jetzt ist Buchungszeit für die Sommerferien. Die Tourismusbranche sieht schwarz. Bild: KEYSTONE

SNB hebt Euro-Mindestgrenze auf

«Das ist ein schwarzer Tag für den Schweizer Tourismus»

Die SNB hat die Mindestgrenze für den Eurokurs aufgehoben. Was bedeutet das für den Schweizer Tourismus? Die Verbände beziehen Stellung.

Ferien in der Schweiz werden massiv teurer

Die Aufhebung der Euro-Mindestgrenze ist ein Schlag für die Schweizer Tourismusbranche: Die Stärkung des Schweizer Frankens führt zu einer massiven Verteuerung der Tourismusangebote in der Schweiz. So lange sich die Währungsmärkte nicht eingependelt haben, ist unklar, wie negativ sich der tiefe Euro tatsächlich auf die Branche auswirken wird, doch bei den Verbänden ist der Blick in die Zukunft getrübt. 

Daniela Bär, Mediensprecherin von Schweiz Tourismus spricht von einem «schwarzen Tag». Barbara Gisi, Direktorin des Tourismus-Verbandes sagt: «Wir sind stark betroffen. Das bereitet uns Bauchschmerzen». Noch im Dezember hat der Schweizer Tourismus-Verband in einer Mitteilung den Euro-Mindestkurs als «essenziell» bezeichnet. Er dürfe «auf gar keinen Fall aufgegeben werden».

Buchungen gehen zurück

Sicher ist: Heute bucht niemand aus dem Euroraum Ferien in der Schweiz. Dafür die Schweizer wohl umso schneller Ferien im Ausland. Besonders bitter: Gerade jetzt ist Hauptbuchungszeit für die Sommerferien.

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  • 16%Jetzt erst recht: Den Schweizer Tourismus unterstützen.

«Die Unsicherheit, wie viel man am Ende für die Ferien bezahlen wird, führt mindestens zu einem Buchungsstillstand», sagt Bär. Noch hat Schweiz Tourismus nicht erhoben, ob die Buchungen bereits zurückgegangen sind. «In zwei bis drei Wochen werden wir sehen, wie prekär die Lage ist.» 

Dass es aber so weit kommen wird, befürchtet auch Gisi: «Gerade für asiatische Kunden wird das ein Grund sein, beispielsweise Kanada der Schweiz vorzuziehen. Auch da gibt's Berge.» Und für die Schweizer bedeutet das: Die Winterferien in Österreich zu verbringen, wo sowieso schon alles billiger ist, wird noch attraktiver. 

Der Druck auf die Branche steigt

«Die Mindestgrenze hat den Tourismus in der Schweiz in den letzten dreieinhalb Jahren entlastet», sagt Gisi. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. «Wir müssen neue Kooperationen eingehen, zum Beispiel mit Mobilitätsunternehmen, neue Angebote schaffen und Kosten optimieren», so Gisi. Das werden nicht alle überleben. Manche Hotels werden bei sinkenden Gästezahlen schliessen müssen. (dwi)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Bowell 16.01.2015 08:18
    Highlight Highlight Die Schuld nur bei der SNB zu suchen ist lächerlich, der Schweizer Tourismus dümpelt schon lange vor sich hin.
    2 0 Melden
  • Michael L. 15.01.2015 23:04
    Highlight Highlight Das oben gezeigte "Bellinzona" ist in Wirklichkeit Luzern ,-)
    1 0 Melden
  • cracyworker 15.01.2015 22:17
    Highlight Highlight es ist nicht die aufhabe der schweiz die wirtschaft anderer länder aufrecht zu halten. die eurostaazen müssten lediglich ihr lohnniveau anheben. anstatz eine suf ich armes opfer zu spielen. bei drt euroeonführung wurden die löhne in keinem land angepast. das weiss ein jeder welcher das geschehen nurbein wenig kritisch beobachtet.
    1 10 Melden
    • Androider 15.01.2015 22:49
      Highlight Highlight Deutsch für du?
      2 0 Melden
  • christianlaurin 15.01.2015 21:14
    Highlight Highlight Zynischen gesehen die Schweizer Tourismus kann sowieso jetzt dicht machen. Mit Einführung der MEI bedeutet es Touristen müssen ein EU Visum, und Schweizer Visum beantragen. Der Tourist wird dann Kanada, oder Österreich besuchen. Hier zu-lande werden die Kühe viel viel platz haben. Das ist doch so gewollte oder nicht? Des alte ideal Bild von Heidi?
    4 5 Melden

«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

Die Artenvielfalt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch gesunken. Das zeigt der WWF in seiner neuesten Ausgabe des Living Planet Index auf. Zum Glück findet ein Umdenken bei den Menschen statt. Das sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. 

60 Prozent der Tierarten sind in den letzten 50 Jahren verschwunden. Ist es also gerechtfertigt, von einem sechsten Massensterben zu sprechen? Ja, heute sterben 100 bis 1000 Mal mehr Arten aus als in vergangenen Zeiten. Das ist einmalig – und wir Menschen sind die Ursache. Der Living Planet Index des WWF untersucht die Populationstrends und zeigt so Veränderungen sehr früh an.

Ist dieses Massensterben nicht mehr aufzuhalten? Die kurze Antwort lautet: doch. Taucht man tiefer in die Daten ein, …

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