Wirtschaft
Schweiz

SP will Heizen nur bis 20 Grad erlauben

Drohende Strom-Krise: SP will Heizen nur bis 20 Grad erlauben

02.06.2022, 09:5002.06.2022, 14:07

Die SP hat den Bundesrat zum Aufgleisen von Massnahmen mit dem Ziel der Sicherstellung der Gas- und Stromversorgung aufgefordert. Es brauche Vorkehrungen, um den Gasverbrauch im Falle von Versorgungsschwierigkeiten zu reduzieren, stellt die SP in einem am Donnerstag publizierten Positionspapier fest (dazu unten mehr).

Mattea Meyer, Cedric Wermuth und der Radiator
Wollen an den Radiatoren drehen: Das SP-Co-Präsidium Mattea Meyer und Cedric WermuthBild: keystone/shutterstock/watson

Der Partei schlägt beispielsweise vor, dass ab Beginn der Heizsaison Räume auf maximal 20 Grad Celsius geheizt werden. Für den Fall einer tatsächlichen Versorgungskrise fordert die Partei gar die Unterbrechung der Gasversorgung in bestimmten Industriezweigen mit entsprechender Entschädigung der Unternehmen.

Die Partei begründet diese Forderungen unter anderem mit einer drohenden Versorgungskrise im Winter. Aufgrund des Krieges in der Ukraine sei mit einem Rückgang der verfügbaren Gasmengen um 30 Prozent zu rechnen.

In so einer Situation sei die Schweiz abhängig von Europa und im Speziellen von den Nachbarländern. Diese könnten sich allerdings nur dann solidarisch zeigen, wenn die Schweiz Vorkehrungen treffe, um den Gasverbrauch zu reduzieren - wie es die EU allen Mitgliedsstaaten empfohlen habe.

Nur bis 20 Grad: Heizungen runter gegen die Strom- und Gas-Krise?
An dieser Umfrage haben insgesamt 5351 Personen teilgenommen

Was schlägt die SP sonst noch vor?

Bei der Stromversorgung rechnet die SP in geringerem Ausmass mit Problemen. Um dennoch gerüstet zu sein, fordert sie etwa ein «Quick-win»-Programm zum Austausch veralteter und ineffizienter Elektrogeräte.

Mittelfristig ist laut der SP aber vor allem ein Ausbau der erneuerbaren Energien vonnöten. In diesem Zusammenhang sieht das Positionspapier etwa eine Solarpflicht für grosse Dächer und Neubauten vor, sowie die Einführung eines nationalen Campus für die Energiewende, um jährlich 4000 Fachleute auszubilden.

(aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Hör auf zu lüften! Es ist sch**sskalt!»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Million Dollar Preisgeld
Ausgerechnet nach einem 0:6, 1:6 wird Stefanie Vögele zum Million-Dollar-Baby. Warum sie trotzdem nicht reich ist
57 Minuten musste die Aargauer Tennisspielerin Stefanie Vögele leiden, ehe sie sich freuen konnte. Trotz einer deutlichen Niederlage hat sie eine Schallmauer durchbrochen: Sie hat in ihrer Karriere jetzt insgesamt mehr als eine Million US-Dollar verdient.
Den Betrag von 982'678 US-Dollar zeigte der Zähler von Stefanie Vögeles Preisgeld-Karrieretotal vor den Australian Open an. Weil sie mit dem Erreichen der 2. Runde 50'000 australische Dollar (rund 44'600 US-Dollar) verdient, wird sie nach dem Turnier insgesamt über eine Million US-Dollar erspielt haben.
Zur Story