Schweiz
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Credit Suisse mit weiterem Gewinneinbruch – Aktie im Sinkflug



Die Credit Suisse hat im dritten Quartal wegen Rückstellungen, Restrukturierungskosten und höheren Steuern einen markant tieferen Gewinn als im Vorjahres- und im Vorquartal erzielt. Operativ konnte sich die Grossbank jedoch gegenüber dem Vorquartal leicht steigern.

Von Anfang Juli bis Ende September hat die CS lediglich einen Reingewinn von 41 Millionen Franken erzielt, wie die Grossbank am Donnerstag meldete. Gegenüber dem Vorjahresquartal und dem Vorquartal ist das ein deutlicher Rückgang. So hatte das Geldhaus vor einem Jahr noch einen Gewinn von 779 Millionen Franken und im zweiten Quartal 2016 einen von 170 Millionen Franken ausgewiesen.

CS-Aktie im Sinkflug

Nach dem durchzogenen Ergebnis der Credit Suisse im dritten Quartal sind die CS-Aktien stark unter Druck. Bis 10 Uhr hat der Kurs des Papiers um 4,6 Prozent nachgegeben. Der Kursrutsch ist erfolgt, obwohl die Credit Suisse die Erwartungen der Analysten zumindest teilweise übertroffen hatte. Das Ergebnis ist jedoch vor allem dank Sondereffekten zustande gekommen. Enttäuscht hat insbesondere die Investmentbank, die beim Ergebnis nicht mit der Konkurrenz aus den USA mithalten konnte. (sda)

Der Rückgang gegenüber dem Vorquartal ist jedoch vor allem auf Sonderkosten zurückzuführen. So sind die Restrukturierungskosten mit 145 Millionen Franken höher als im Vorquartal ausgefallen. Für eine wahrscheinlichen Busse im US-Hypothekengeschäft hat die Credit Suisse zudem zusätzlich 357 Millionen Franken zurückgestellt.

Für eine wahrscheinlichen Busse im US-Hypothekengeschäft hat die Credit Suisse schliesslich zusätzlich 357 Millionen Franken zurückgestellt. Die Steuerausgaben sind von 21 auf 185 Millionen Franken angestiegen. Gleichzeitig hat die Bank jedoch auch vom Verkauf von Immobilien profitiert, die der Credit Suisse 346 Millionen Franken in die Kasse spülte.

Einbruch in der Investmentbank

Operativ hat sich die Grossbank gegenüber dem Vorquartal leicht gesteigert. Der Vorsteuergewinn stieg von 199 Millionen Franken auf 222 Millionen Franken. Verbessern konnte sich jedoch nur die Schweizer Bank, deren Ertrag aber auch nur dank dem Immobilienverkauf gestiegen ist.

Das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft dagegen stagnierte. Die Asien-Bank und die Investmentbank müssen sogar einen Einbruch des Vorsteuergewinns melden, was die Credit Suisse mit dem saisonalen Rückgang der Kundenaktivitäten erklärt.

Beim Ausblick bleibt die Bank vorsichtig. «Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir, dass sich die geopolitischen und makroökonomischen Unsicherheiten in den kommenden Quartalen weiterhin auf die Marktaktivitäten auswirken und die Aussichten anspruchsvoll bleiben dürften», lässt sich CS-Chef Tidjane Thiam zitieren. (viw/sda)

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