Schweiz
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Cheese wheels of Emmentaler are piled up in the storage hall of dairy processing company Emmi in Kaltbach, Switzerland, pictured on September 12, 2002. Based in the canton of Lucerne, milk processor Emmi is a leading Swiss company for cheese and fresh products. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) 

Emmentaler Kaeselaiber des Milchverarbeiters Emmi stapelt am 12. September 2002 in der Lagerhalle in Kaltbach. Der Milchverarbeiter Swiss Dairy Food (SDF) geht am Montag, 23. September 2002 wegen Ueberschuldung in die provisorische Nachlassstundung. Die Wettbewerbskommission (WEKO) hatte erst am Donnerstag, 19. September dem Verkauf der Kaesesparte von SDF an Emmi zugestimmt. Durch die Nachlassstundung soll ein Chaos am Milchmarkt vermieden und der Betrieb gewaehrleistet werden. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) : FILM]

Auch das macht Emmi zu schaffen: Der Emmentaler-Verkauf ist rückläufig. Bild: KEYSTONE

Der starke Franken macht zu schaffen: Jetzt sucht Emmi nach neuen Ideen



Der grösste Schweizer Milchverarbeiter Emmi leidet im Auslandgeschäft unter der Frankenstärke und im Inland unter dem Einkaufstourismus. Doch die Not macht auch erfinderisch.

Emmi-Chef Urs Riedener tüftelt wegen des Wettbewerbsdrucks an neuen Produkten. Spruchreif sind die Innovationen noch nicht. Doch interessant sei etwa der «Unterwegskonsum», sagt Riedener im Interview mit der SonntagsZeitung. Auch Nahrungsmittel im Gesundheitsbereich sind für Emmi eine Möglichkeit, die Palette zu erweitern. «Und es braucht neue Konzepte für bekannte Produkte. Warum Fondue nur als Hauptmahlzeit und nicht als Apéro geniessen?», sagt Riedener.

Kampf um den Emmentaler

Der Verkauf des klassischen Emmentalers ist in der Schweiz rückläufig. Das zeigt die Milchmarkt-Statistik. «Wir wissen noch nicht, ob das die neue Realität ist», sagt Riedener. In Ländern wie Frankreich, die selbst über eine eigene Käsetradition verfügen, drohe wegen der Preiserhöhungen die Auslistung, also der Rauswurf auf dem Sortiment im Detailhandel. «In Südfrankreich finden Sie heute im Supermarkt keinen einzigen Schweizer Käse mehr», sagt Riedener.

In der Schweiz leidet Emmi unter dem Einkaufstourismus, mehr noch als unter der Konkurrenz europäischer Anbieter wie etwa der französischen Danone.

Massnahmen zur Effizienzsteigerung sind eingeleitet. Mitarbeiter werden beispielsweise an andere Unternehmen ausgeliehen. Stellenabbau sei kein Thema, hingegen gilt ein Einstellungsstopp. (tat/sda)

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