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«Menschenverachtend und ein absolutes No-Go» – 300 Mieter in Basel vor die Tür gestellt

Am Schorenweg in Basel müssen die Mieter der Hochhaus-Überbauung ihre Wohnungen räumen – und sie sind damit nicht allein.

Claudia Hottiger / ch media



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Die betroffene Überbauung. Bild: bz/Kenneth Nars

Am vergangenen Samstag mussten die Pöstler bei den beiden Hochhäusern am Schorenweg Höchstarbeit leisten. 230 Kündigungen erreichten die Mieter der Liegenschaften 20/22 und 30/32 mit der Post. Wie das Nachrichtenportal «Online Reports» am Montag mitteilte, sollen die Wohnungen für eine umfassende Sanierung geräumt werden.

«Den Leuten geht es schlecht», sagt Beat Leuthardt, Co-Geschäftsleiter des Basler Mieterverbandes gegenüber der bz. Man müsse jetzt so schnell wie möglich handeln. Morgen Abend findet deshalb in der Aula des Schorenschulhauses eine Informationsveranstaltung für die Betroffenen statt.

Doch nicht nur die Mieter, sondern auch der Mieterverband wurde vom Handeln der Immobilienverwaltungsfirma Wincasa, welche die Liegenschaften am Schorenweg betreut, überrascht. Der Verband habe zwar schon länger von den Umbauarbeiten gewusst, doch die Wincasa habe ihnen versichert, dass die Sanierung ohne Kündigungen über die Bühne gehen würde. Jetzt kommt doch alles anders.

Mieterverband übt Kritik

«Dieses Vorgehen ist menschenverachtend und ein absolutes No-Go», so Leuthardt. Deshalb fordert er, dass die Kündigungen zurückgenommen werden und die Mieter mit einer «der Sanierung angemessenen Mietzinserhöhung» nach den Umbauarbeiten ihre Wohnungen wieder beziehen können. Ein fairer Vermieter würde dafür sorgen, dass die Menschen im Falle einer Sanierung in ihren Wohnungen bleiben können. Das sei immer möglich, so Leuthardt.

Das überraschende Umschwenken kann sich Leuthardt deshalb nur damit erklären, dass die Credit Suisse, der die Hochhäuser gehören, mehr Umsatz mit den Immobilien erreichen möchte. «Wird den Mietern im Sanierungsfall gekündigt, so steckt dahinter immer ein Investor, der Rendite machen will.»

Der Mieterverband sieht jetzt die Regierung in der Pflicht. Es würde Zeit, dass die neue Wohnschutzverordnung endlich zum Tragen komme, so Leuthardt. Auch die Basler Jungsozialisten haben noch am Montag auf den Vorfall reagiert. Sie verlangen ein sofortiges Moratorium für Massenkündigungen.

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Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

Auch nach Annahme der vier Wohnschutz-Initiativen gehöre in Basel die Kündigung langjähriger Mieter zur Tagesordnung. Dies mit dem Ziel die Gebäude so zu sanieren, dass die Mieten in die Höhe schiessen würden und mehr Profite erzielt werden könne, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Regierung müsse nun endlich handeln.

Die zuständige Immobilienverwaltungsfirma verteidigt indes ihr Vorgehen gegenüber der bz. Laut dem Basler Wincasa-Filialleiter, Remo Fumagalli, seien die Kündigungen notwendig. Ein Verbleib in den Wohnungen sei aufgrund der umfassenden Arbeiten nicht möglich.

Auch den Vorwurf der «Luxussanierung» weist er von sich. «Die Wohnungen passen von ihrer Grösse und Ausstattung her weiterhin ins Hirzbrunnen-Quartier und werden ortsübliche Mietzinse aufweisen», so Fumagalli. Ebenso werde die Wincasa die Mieter aktiv bei der Wohnungssuche unterstützen. Bei einem geeigneten Objekt erhielten die Mieter den Vorzug. Dies gelte ebenfalls, wenn diese nach erfolgter Sanierung in die Überbauung am Schorenweg zurückziehen möchten.

Nächste Massenkündigung

Auch an der Ecke Feldbergstrasse / Riehenring / Effringerstrasse kam es laut Angaben des Mieterverbandes zu ähnlichen Kündigungen. Betroffen seien rund 80 Parteien. Das Vorgehen gleiche dem des Schorenwegs. «Nur dass sich die Mieter, viele mit Migrationshintergrund, in diesem Fall noch schlechter wehren können», so Leuthardt.

Am Donnerstag werden die betroffenen Mieter an einer Versammlung über das weitere Vorgehen informiert.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bosshard Matthias 06.03.2019 14:21
    Highlight Highlight Klar unschön und es geht sicher um Rendite. Ich Wette aber das hier kein einziger als Besitzer die Heilsarmee spielen würde also Heuchlerisch.
    Ein Mietvertrag ist kein Anspruch lebenslang dort zur Wohnen. Wo sind nun die Sprücheklopfer die behaupten Eigentümer seien nur Mieter bei der Bank oder als Mieter sei man ja so flexibel weil nicht gebunden die lache ich aus..
    Das Volk sollte sich mal einsetzten das es endlich mehr Möglichkeiten gäbe EIGENTUM zu finanzieren wie in anderen Ländern aber hier macht man alles dagegen auch mit der überflüssigen 5% Tragbarkeit Klausel wir waren nie die USA!
  • 54er 06.03.2019 13:27
    Highlight Highlight Klar ist die Situation schei*** für die Mieter, vorallem wie schon erwähnt für Ausländer ohne Vernetzung die es eh schon schwer haben oder alleinerziehende Mütter die für Umzüge oder sonstiges kein Geld haben.

    Nun ist es halt nötig dass saniert wird. Sonst heisst es dann paar Jahre später es sind Gammelhäuser oder veraltete Wohnungen. Bin auch kein Fan von solchen Firmen die hunderte Wohnungen haben, aber würdet ihr eure Wohnung so anbieten dass ihr bei Null rauskommt ohne Gewinn oder sonst was ?
  • Hardy18 06.03.2019 13:00
    Highlight Highlight Eins muss ich noch nüchtern loswerden. Wenn sich gewisse Mieter über das hier aufregen, wird es in naher Zukunft so sein, dass es nur noch Zeitverträge geben wird. Um solche Meckertypen loszuwerden. Und lieber habe ich einen normalen Vertrag der mit einer Frist gekündigt werden kann als alle zwei/fünf Jahre darauf zu hoffen bleiben zu dürfen bzw. eine neue Bleibe suchen zu müssen.
  • Cédric Wermutstropfen 06.03.2019 00:22
    Highlight Highlight Natürlich ist es hart für die Betroffenen, aber erstens sind sie eben nur Mieter und als Mieter sollte man die Eigentumsverhältnisse immer im Hinterkopf behalten und zweitens muss irgendwann saniert werden, das ist nunmal Aufgabe des Vermieters. Ausserdem müssen sie auch nicht gleich morgen ausziehen, das wurde bereits in anderen Kommentaren korrekt erwähnt. Ein Problem in der CH ist, dass die meisten, wenn ihnen etwas unerfreuliches passiert, sich fragen: Wieso gerade ich? Als nächstes werden alle Rechtsmittel ausgeschöpft und das Ganze zieht sich in Folge in alle Ewigkeit.
  • Kong 05.03.2019 23:09
    Highlight Highlight Die Kommentare geben schon zu denken. Klar 'ist das Leben hart' und 'es passiert jeden Tag'. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es ganz schräg reinkommen kann. Als kleiner Junge hatte ich erlebt wie sie meiner Mom eine günstige Whg gekündigt hatten, damals schon um zu sanieren (& garnieren). Das war nicht nur nicht spassig sondern ein Riesenstress. Die Folgewhg war richtig mies und die Umzugskosten strapazierten das minimale Budget über die Schmerzgrenze. So legal es ist. So schwierig wirds für einige der Partien werden (z.B. für Renter oder Alleinerziehende, Ausländer ohne Vernetzung)
  • Name ungültig 05.03.2019 22:31
    Highlight Highlight Das stimmt so nicht. Es handelt sich um Hochhäuser und wenn die Normen eine Erdbebenertüchtigung vorschreiben wobei Stahlwände aufgestellt werden müssen dann gehts einfach nicht anders. Da beisst sich das Gesetz nun mal selber in den Schwanz. Ich kenn den Fall nicht jedoch sollte der Vermieter in solchen Fällen gut und fair informieren.
  • Le_Urmel 05.03.2019 22:21
    Highlight Highlight Mein Gott was soll das Gejammere?

    Im Herbst werden die SVP und die FDP wieder die Mehrheit in Bern bekommen und es wird sich nichts ändern.
  • hämpii 05.03.2019 21:42
    Highlight Highlight Hauptsache die Kasse stimmt...
  • Orfeo 05.03.2019 21:39
    Highlight Highlight 🎶 Money, money, money
    Must be funny 🎶
    In the rich man's world 🍾
  • Stehaufmännchen 05.03.2019 21:13
    Highlight Highlight Hier ist der Name halt Programm.
    Hatte biSher durCHweg nur nEgatIve und häSSlicheErfahrung mit der Wincasa.
    Als Mieter stehst du da nie auf der GeWINnerseite wenn du dir eine CASA mietest.
  • Motzki 05.03.2019 20:42
    Highlight Highlight soviel zu "die wirtschaft reguliert sich selbst" & "die Banken regulieren sich selbst" ... alles politisches versagen...
    selbstregulierend ist alles nicht mehr...
    Wirtschaft existiert ja gar nicht mehr... nicht nur europaweit
    in 1000 jahren wird dieses aktuelle Zeitalter als profitzeitalter in die memmuaren eingehen welches kostbarste Resourcen wegwirft...
    menschliche gesellschaftliche und natürliche

    ein Trauerspiel
  • rodman 05.03.2019 20:14
    Highlight Highlight Die Mieter landen ja nicht sofort auf der Strasse. Es gibt genügend Schutzmöglichkeiten für den Mieter im OR. Es gibt aber kein Menschenrecht auf Ausdehnung von Mietrechten in Eigentumsrechte.


    • Makatitom 05.03.2019 22:17
      Highlight Highlight Es gibt aber auch kein Menschenrecht auf 6 - 20% Rendite
    • rodman 06.03.2019 09:45
      Highlight Highlight Sagt auch niemand, der Vermieter macht ja keine Zwangsvermietungen zu seinen Konditionen.
  • HerrCoolS. 05.03.2019 20:10
    Highlight Highlight Es wäre naiv zu glauben, dass Politik oder der Mieterverband etwas dagegen unternehmen könnte oder würde. Es werden neue, solvente Mieter angezogen welche sich die teureren Mieten leisten können. Höhere Einkommen - mehr Steuereinnahmen. Mag (Betriebs)Wirtschaftlich Sinn machen - aber menschlich?
    • #Technium# 05.03.2019 20:21
      Highlight Highlight Ja, ich vermute leider das Gleiche. So pervers wie es klingen mag, auch wenn man auf politischer Ebene natürlich dies nie zugeben würde. Sehr gutverdienende Zugezogene sind die bevorzugten Bürger. Von daher kein großes Interesse, politisch wirklich effizient gegen diese Zustände zu handeln.
  • sealeane 05.03.2019 20:01
    Highlight Highlight "Ortsübliche Mieten" = Mietpreiserhöhung... Das ist nur Immobilienfachjargon für höhere Mieten.
  • Kronrod 05.03.2019 19:58
    Highlight Highlight Legal: ja, das ist eben der Unterschied zwischen kaufen und mieten.

    Nett: überhaupt nicht.

    Tiefere Ursache: die Politik der Verdichtung. Wenn man nichts Neues mehr bauen darf, muss man eben alte Wohnungen opfern um neue teure Wohnungen zu erstellen. In Zürich ist das so ähnlich an der Kurfirstenstrasse geschehen, auch mit dem Duo Wincasa und Credit Suisse.
    • Mutzli 05.03.2019 20:53
      Highlight Highlight Ihr Beispiel für die tiefere Ursache ist allerdings das genaue Gegenteil von Verdichtung im politischen Sinn.

      Teurere Wohnungen haben im Schnitt eine grössere Grundfläche, für die im Rahmen einer solchen "Aufwertung" in der Regel die Gesamtanzahl Wohnungen im Vergleich zu vorher verringert werden.

      Wenn man hingegen z.B. aus 4 teuren Wohnungen 6 billigere & kleinere Wohnungen machen würde, wäre es eine Sanierung zwecks Verdichtung.

      Zudem ist die Zersiedelungsinitiative abgelehnt worden, generell von "nichts mehr Neues bauen dürfen" kann meiner Meinung nach nicht die Rede sein.
  • sonwat 05.03.2019 19:55
    Highlight Highlight Es ist sicherlich hart und von der Vorgehensweise der Verwaltung nicht sehr feinfühlig, aber was mir in den meisten Artikeln zu dieser Sache hier fehlt ist die Information, dass die Kündigungen auf den Februar 2020 resp. April 2021 gesprochen wurden. Es ist also nicht (wie überall überspitzt dargestellt) so, dass die Bewohner vom einen auf den andern Tag unvorbereitet rausgeschmissen werden.
    • Nick Name 05.03.2019 20:28
      Highlight Highlight Danke für die Info zur Frist.
      Leider lässt dieses Manko im Bericht den Eindruck entstehen, dass der Schurni vor allem Empörung bewirtschaften will. Was wiederum niemandem was bringt ...
    • Nick Name 05.03.2019 20:34
      Highlight Highlight *die Schurni - sorry
    • Pierre Beauregard 05.03.2019 20:59
      Highlight Highlight Ach ja dann ist ja alles gut, ist ja alles kein Problem. Dieser Empörungsjourni wieder, der ja nur mit einem reisserischen Titel clicks generieren will.
      Es freuen sich ja alle so fest, dass sie erst in 1 oder 2 Jahre umziehen müssen, vor allem die Kinder, die in eine neue Schule müssen und alle ihre Freunde verlieren oder die ü75, die ja so wahnsinnig gerne ihres eh schon kleines soziales Netz verlieren werden - umziehen für Betagte ist ja sooo spannend, wirklich ne tolle Sache. Oder Leute mit einer Behinderung sind auch total happy, finden es mega läss. Ein Riesenspass sag ich dir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kubod 05.03.2019 19:44
    Highlight Highlight Spontan fällt mir da die Clearance ein.
    Damals haben die Landbesitzer in Schottland die Pächter und ihre Felder durch Schafe und Schafzucht ersetzt. Von heut auf morgen.
    Die vertriebenen Pächter und ihre Familien mussten in die Staaten und Australien auswandern.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Highland_Clearances

    250 Jahre später die gleiche Gutsherrenart.

  • Flexon 05.03.2019 19:33
    Highlight Highlight Kündigungen sind nie toll und wenn die CS hier das Maximum rausholen will - uncool.

    Trotzdem verstehe ich den Unterschied punkto Menschlichkeit nicht, ob es nun 200 oder 2 Mietparteien sind. Es werden ständig Mieter gekündigt, das ist ein ziemlich normaler Vorgang und jeder weiss dass es passieren kann. Und offenbar wusste man im vorliegenden Fall schon früh, dass etwas im Busch war.
    • Sama 05.03.2019 19:45
      Highlight Highlight Zwei Mietparteien haben eine gute Chance, eine gleichwertige Wohnung zu finden - Bei 300 Mietparteien, die gleichzeitig auf der Suche sind, wird dies nicht möglich sein.
    • Flexon 05.03.2019 21:18
      Highlight Highlight @Sama
      Schwieriger ist es vermutlich - aber zurzeit sind in Basel über 600 Wohnungen bis 1600.- ausgeschrieben, ca. 30 davon bei der Wincasa und bis Anfang 2020 kommen täglich neue hinzu. In diesem Kontext von "menschenverachtend" zu sprechen ist doch ein ein bisschen sehr blumig formuliert. Welche Adjektive nehmen wir dann für den wirklich heftigen Shit?
  • #Technium# 05.03.2019 19:15
    Highlight Highlight Wo ist nun der so grossmaulig posaunte Mieterschutz im linksgrünen Basel? Einmal mehr nur leere Worthülsen aus der Politik.
    • HerrCoolS. 05.03.2019 20:01
      Highlight Highlight Kann und muss ich leider bestätigen - der MV Nordwest-CH hat keinerlei Biss!
    • Astrogator 06.03.2019 07:31
      Highlight Highlight Basel kann nicht e7nf6ach eine lokale Version von ZGB und OR herausgeben, sollte eigentlich klar sein.
      Und dort wo es eine Änderung geben könnte, auf Bundesebene, haben deine Freunde von FDP und SVP die Mehrheit die einen besseren Mieterschutz verhindern weil das ja linksgrüner Mist ist.
      Das ist aber voll OK, weil in jedem Fall stehen die "Techniums" dieser Welt am Spielfeldrand und geben den linksgrünen die Schuld.

      Der Markt regelt doch alles in euren Augen, also Klappe halten und weiter rechts wählen....
  • whatthepuck 05.03.2019 18:56
    Highlight Highlight Also wenn man hier gewisse Kommentare liest, muss man sich nicht wundern, wenn solche Dinge geschehen. Vermutlich sind es ja genau diese Leute, die in diesen Firmen arbeiten und solche Entscheidungen fällen...

    Dort mangelt's schon am Grundverständnis. Leute aus ihrem Zuhause vertreiben ist in Ordnung, weil jemand dafür mehr Geld in der eigenen Tasche hat? Aus menschlichen Grundbedürfnissen sollte man keinen Profit schlagen dürfen. Sonst teilt man die Menschen ganz klar in Gewinner und Verlierer.
    • sottosopra 05.03.2019 19:26
      Highlight Highlight Kommentar des Tages. Hauptsache Geld. Null Einfühlvermögen in andere Individuen und deren Lebenssituation.
    • Hardy18 05.03.2019 21:26
      Highlight Highlight Ist der Vermieter schuld das du keine Wohnung hast? Er hilft dir und ihr denkt es ist dann euer Recht dort zu bleiben? Du gehst in seine Wohnung kacken und machst dich sauber, schläfst mit deinem Tinder in seiner Wohnung und du erzählst hier was von Einfühlungsvermögen? 😂 ihr seid so köstlich 😘
  • Pasch 05.03.2019 18:30
    Highlight Highlight Ihr habt ein etwas ungünstiges Foto gewählt, wenn man sich das anschaut dann weis man was mit "Ortsüblich" gemeint ist... wir reden hier von 1300-1600 vielleicht 1700. Nebendran fängt der Spass bei 2100 erst an.
    Benutzer Bild
    • #Technium# 05.03.2019 19:18
      Highlight Highlight Die Wohnungen dort sind Teils sogar noch erheblich teurer, bis über 3000 und mehr pro Monat hab ich damals gesehen bei Mietplatformen. Und ratet mal wer in den teuersten Wohnungen dort lebt mehrheitlich Expats wie immer.
    • Pasch 05.03.2019 19:25
      Highlight Highlight P.S: und die Häuser am linken Bildrand darf man auch als Hotel Pharma für die Neuankömmlinge und Kurzaufenthalter betrachten.
    • Nick Name 05.03.2019 20:31
      Highlight Highlight @#Technium#: «dort lebt mehrheitlich Expats wie immer»: Woher haben Sie diese (sehr schwammige, aber vermutlich Empörung schüren wollende) Information?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hardy18 05.03.2019 18:29
    Highlight Highlight Wer was Menschliches will geht zur Genossenschaft. Alles andere ist privat und man darf zahlen.
    Ich finde es schon frech sich aufzuregen weil man eine Kündigung bekommt. Es sind klare Verträge und man muss damit rechnen auch rauszufliegen. Ich verstehe den Unmut nicht. Denkt ihr, ihr schliesst einen Vertrag ab und seit die Könige? 😂
    • FrancoL 05.03.2019 19:24
      Highlight Highlight Auch für Dich, soooo einfach ist es nicht. Mit grosser Wahrscheinlichkeit hat da die öffentliche Hand mitgeholfen dass diese Bauten überhaupt möglich wurden und damit ist dem Investor nicht alles gestattet bzw könnte es durchaus sein dass die öffentliche Hand hier auch noch ein Wörtchen mitreden kann. Dies könnte zB der Einsatz für ein moderateres Vorgehen bei der Sanierung-Zeitaxe.
    • Sophia 05.03.2019 20:02
      Highlight Highlight Gut, Hardy, dann scliessen wir doch mit der EU einen Vertrag, den können wir ja kündigen, wenn's uns dann doch nichts passt. Ich frage mich, weshalb dieses Theater um nichtige Details dann so hochgespielt werden.
      Du übersiehst leider etwas ganz und gar Wichtiges, nämlich dass bei einem Mietvertrag zwei völlig untgleiche Parteien einen Vertrag abschliessen. "Die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen", der Stärkere hat Rücksicht zu nehmen; also so einfach, wie du dir das machst, ist die Sache nun wirklich nicht.
      Auch ein Boxer darf nicht einfach zuschlagen, wie jeder andere!
    • Dragonlord 05.03.2019 20:27
      Highlight Highlight Mich würde Deine Wohnsituation sehr interessieren, damit ich Deine Aussage verstehen kann. Ein Zuhause sollte nicht so einfach gekündigt werden können. Es muss ein vernünftiger Grund vorliegen, damit einem Mieter gekündigt werden kann. Man muss gar nicht damit rechnen, rauszufliegen, solange man den Vertrag einhält.
      Eine reine Renditesteigerung ist für mich kein Grund, um einen Vertrag zu kündigen. Die Wincasa erreicht schon genug ungesetzlich hohe Renditen. Das muss endlich einmal gestoppt werden!
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 05.03.2019 18:28
    Highlight Highlight Business as usual in den Zeiten des Neoliberalismus.

    Augen auf bei den Wahlen. Es liegt bei uns, wem wir auf den Leim kriechen.
  • Bijouxly 05.03.2019 17:59
    Highlight Highlight Warum soll die Regierung da eingreifen. Klar, das ist nicht die feine Art - aber wenn die Kündigung innerhalb der Frist ist, ist das absolut rechtens. Es ist eine Immobilie, die vermietet wird. Da hat der Staat hoffentlich nichts zu sagen.
    • FrancoL 05.03.2019 18:17
      Highlight Highlight So einfach wie Du das darstellen magst ist es aber nicht. Gerade grössere Überbauungen haben schon immer von gewissen Zugeständnissen von der Stadt profitiert und darum ist es nicht ganz abwegig, dass da die Stadt sich etwas mehr einbringt, als bei rein privaten Kleinanlagen.
    • Sophia 05.03.2019 20:07
      Highlight Highlight Bijouxly, sag mir bitte, wofür dann ein Staat überhaupt noch da ist, wenn er nicht seine weniger betuchte Bürger vor den Betuchten schützen kann oder will.
      Mieter und Vermieter sind doch keine gleiche Partner und daher gelten hier besondere Rechte, die du dir unbedingt einmal anschauen solltest!
    • Hardy18 05.03.2019 21:11
      Highlight Highlight So einfach ist es nun auch wieder nicht 😉 die Stadt zieht aus diesen Wohnungen die sie zugestanden haben auch ihren Nutzen. Steuern z.B. Also hat eigentlich keine Partei verloren ausser der Mieter. Und warum soll die Stadt eingreifen und plötzlich demjenigen der ihr Geld gebracht hatte ans Bein pissen? Da werden sich kaum noch Investoren finden die in die Stadt wollen und suchen sich woanders was besseres.
    Weitere Antworten anzeigen
  • alessandro 05.03.2019 17:53
    Highlight Highlight Die Ausgangslage ist klar, es ist ein privates Unternehmen, welches Gewinn maximieren will. Eine Sanierung ohne Mieter ist einfacher, schneller und problemloser. Da werden die Mietzinsausfälle in Kauf genommen. Vielleicht wäre es an der Zeit, etwas mehr staatlichen Wohnungsbau zu betreiben um der Mietzinsentwicklung entgegen zu wirken.
  • Hustler 05.03.2019 17:51
    Highlight Highlight Besonders bitter finde ich das jeweils für die alten Leute, die seit 30 Jahren an der gleichen Adresse wohnen und ihr ganzes Umfeld dort haben.
  • Jazzdaughter 05.03.2019 17:48
    Highlight Highlight Absolut widerlich, mir fallen keine anderen Worte ein.
  • Don Alejandro 05.03.2019 17:41
    Highlight Highlight Wo sollen denn die Leute wohnen die auf günstige Mieten angewiesen sind? Hier wird Gewinn privatisiert und Verluste sozialisiert. Sicher muss die Politik handeln, denn es ist schlussendlich der Staat der die Zeche zahlen muss (durch erhöhte Sozialleistungen, etc.).
    • Pisti 05.03.2019 18:48
      Highlight Highlight Dann soll die Politik Genossenschaftswohnungen fördern. Sollte im Linken Basel ja kein Problem sein. Brüllen können sie ja gut, umsetzen eher weniger.
      Dazu kostet eine Sanierung mit Mietern ein mehrfaches, was den Mietzins nach der Sanierung noch mehr verteuert.
    • Butschina 05.03.2019 20:04
      Highlight Highlight Ob mit oder ohne Bewohner saniert wirt sollte keinen Einfluss auf die erhöhung haben. Es kommt auf die Aufwertung durch die Sanierung an. Wenn zum Beispiel danach ein Geschirrspüler in der Küche ist der vorher nicht dort war. Oder täusche ich mich da?
    • Bambulee 05.03.2019 23:21
      Highlight Highlight Durch die längere Bauphase werden die Kosten steigen, somit wird auch der zu überwälzende Betrag grösser der die Mieter anschliessend im Portemonnaie spüren.
  • Bambulee 05.03.2019 17:33
    Highlight Highlight Völlig normal, nur interessierts keine Zeitung, wenn es sich um eine kleines Mehrfamilienhaus handelt. Ausserdem können die Mieter wohl nur eine Erstreckung von 6-18 Monaten vor der Schlichtungsbehörde erkämpfen, danach müssen sie die Wohnungen trotzdem verlassen.

    • Charming 05.03.2019 18:55
      Highlight Highlight Ja, und nicht einmal das ist sicher wie die Deutschschweizer Urteile der Gerichte belegen!
  • Ben12 05.03.2019 17:29
    Highlight Highlight Heute wird man in der Schweiz von allen seiten ausgeraubt, hauptsache ein paar verdienen sich eine goldigene Nase.

    Einfach nur noch traurig was die Gier mit diesen Menschen gemacht hat.
    • sowhat 06.03.2019 09:16
      Highlight Highlight Ziemlich platt dein Kommentar. "man" "in der Schweiz". Mehr unsachliche Verallgemeinerung geht kaum noch. Das ist nur gestänkert, sonst gar nichts.
  • DrFreeze 05.03.2019 17:17
    Highlight Highlight Die Regierung hat nichts für die Novartis Mitarbeiter getan und wird auch die Mieter im Stich lassen.
    • Pasch 05.03.2019 20:04
      Highlight Highlight Diese Regierung hat sich nur selbst geholfen und verwirklicht! Dabei noch die ganze Stadt verschandelt und hält sich an den Stühlen wie Kaugummi am Schuh im Sommer.
  • Ricardo Tubbs 05.03.2019 16:58
    Highlight Highlight völlig normal heutzutage. der mieter ist nur eine zahl in der exceltabelle der verwaltung. der mensch zählt nix...
    • Bündn0r 05.03.2019 17:47
      Highlight Highlight Das hätte man bereits beim Anblick der Überbauung realisieren können. 230 Wohnungen und der Vermieter soll alle Mieter kennen?

      Einen Grund mehr für mich niemals in eine solche Legehennebatterie zu ziehen.
    • You will not be able to use your remote control. 05.03.2019 17:50
      Highlight Highlight Siehst du? An *allem* ist dieses Excel schuld.
    • Der Teufel auf der Bettkante 05.03.2019 18:51
      Highlight Highlight Eine Zahl würden die einen noch verkraften. Aber eine Zahl als Mieter, eine als Arbeitnehmer, eine als Konsument, usw.
    Weitere Antworten anzeigen

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