DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nachfolger gesucht

Knall bei der «NZZ»: Chefredaktor Spillmann tritt zurück – BaZ-Somm offenbar als Nachfolger im Gespräch



Markus Spillmann, Chefredaktor Neue Zuercher Zeitung, spricht an der Medienkonferenz des Verbandes Schweizer Medien im Rahmen des Schweizer Medienkongresses, am Freitag, 12. September 2014, in Interlaken. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

Markus Spillmann, Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung» («NZZ»), tritt zurück. Interimistisch übernehmen die drei stellvertretenden Chefredaktoren René Zeller, Luzi Bernet und Colette Gradwohl die Redaktionsführung, wie die «NZZ»-Mediengruppe am Dienstag bekanntgab. 

Der Rücktritt kommt überraschend. Dass jemand den NZZ-Chefredaktoren-Posten vorzeitig verlässt, ist nicht üblich. Spillmanns Vorgänger, Hugo Bütler (1985-2006), Fred Luchsinger (1968-1984) und Willy Bretscher (1933-1967), waren bei ihrem Rücktritt alle 62-jährig oder älter. 

Unterschiedliche Auffassungen

Laut Mitteilung will die «NZZ» ihre publizistische Leitung neu organisieren. Der Verwaltungsrat der «NZZ»-Mediengruppe sei deshalb mit Spillmann übereingekommen, dass dieser auf Ende Jahr von seinen Funktionen zurücktrete. 

Hinter dem Abgang stehen unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Gruppe ihre publizistische Leitung im Geschäftsbereich NZZ neu organisieren soll. Zum Geschäftsbereich gehören die «Neue Zürcher Zeitung», die «NZZ am Sonntag» und das Onlineportal nzz.ch. Über die Stossrichtung der angepeilten Veränderungen seien Spillmann und der Verwaltungsrat einig, über die konkrete Umsetzung nicht. Aus diesem Grund sei man übereingekommen, dass er auf Ende Jahr von seinen Funktionen zurücktrete.

Spillmann war seit April 2006 NZZ-Chefredaktor. In dieser Funktion war er auch Leiter Publizistik im Geschäftsbereich NZZ. Begonnen hatte der heute 47-Jährige bei der NZZ«bereits 1995, zunächst als Dienstredaktor, später als Auslandredaktor.

In seiner Zeit als NZZ-Chefredaktor habe Spillmann den »Wandel von der traditionellen Zeitung in die digitale Welt erfolgreich auf den Weg gebracht«, heisst es in der Mitteilung. Er habe eine der ersten konvergenten Redaktionen in der deutschsprachigen Medienlandschaft eingeführt.

In den nächsten Wochen werde der Verwaltungsrat die künftige Organisation der publizistischen Leitung festlegen. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Spillmann habe er bereits eingeleitet. 

Kommt jetzt Markus Somm?

ZUR MELDUNG, DASS CHRISTOPH BLOCHER, MARKUS SOMM UND ROLF BOLLMANN DIE BASLER ZEITUNG BAZ ZU JE EINEM DRITTEL UEBERNEHMEN, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 30. JUNI 2014, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG  -  Markus Somm, neuer Chefredaktor der Basler Zeitung, an der Medienkonferenz der Basler Zeitung Medien am Montag, 30. August 2010 in Basel. (KEYSTONE/Andreas Frossard)

Gerüchte sagen: Markus Somm hat Chancen auf NZZ-Chefposten Bild: KEYSTONE

Die Mitteilung der NZZ gibt es hier zum Nachlesen. (aeg/sda) 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Offen gesagt

«Lieber Herr Berset, sehr stilvoll ist das nicht ...»

Der Bundesrat präsentiert einen Drei-Phasen-Öffnungsplan, der auf der Durchimpfungsrate der Erwachsenen beruht. Die Jugend kann sich auf Durchseuchung einstellen.

Lieber Herr Berset

Sie haben heute im Namen des Bundesrates den Drei-Phasen-Öffnungsplan entlang der Durchimpfungsrate vorgestellt.

Dabei sind Sie gefragt worden, ob damit nicht alle jene «bestraft» würden, die sich nicht impfen lassen wollen. Weil sie dann an vielen Orten und vielen Anlässen unerwünscht sein werden.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Darauf haben Sie das einzig Richtige geantwortet. Nämlich, dass es kein persönlicher Entscheid ist, ob man sich impfen lässt oder …

Artikel lesen
Link zum Artikel