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Was die ältere Generation über die Erhöhung des Rentenalters denkt

07.10.2019, 09:3407.10.2019, 14:21
  • Eine Mehrheit der 50- bis 70-jährigen Männer will, dass die Frauen bis 65 arbeiten.
  • Bei den gleichaltrigen Frauen ist es nur eine Minderheit, die Rentenalter 65 für richtig hält.
  • Insgesamt lehnt eine knappe Mehrheit dieser Generation eine Erhöhung ab.
  • Bei anderen Umfragen ist das Resultat noch deutlicher.

Die Umfrage

Der Wirtschaftsprüfer Deloitte legte im Juni tausend befragten 50- bis 70-Jährigen fünf Szenarien vor: Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre, Rentenalter 66 für Männer sowie für beide Geschlechter, eine schrittweise Erhöhung auf 67 Jahre und eine Anpassung an die Lebenserwartung. Befragt wurden Menschen in allen Landesteilen.

Die Resultate

Grafik: Deloitte

Mit dem Vorschlag des Bundesrates, Frauen neu mit 65 in Rente zu schicken, waren 60 Prozent der Männer einverstanden, aber nur 32 Prozent der Frauen, wie Deloitte am Montag mitteilte. Insgesamt lag der Ja-Anteil bei 47 Prozent. In der Romandie waren 24 Prozent für ein höheres Frauenrentenalter, in der Deutschschweiz 55 Prozent.

Alle anderen vier Szenarien kamen schlechter an. Zum Rentenalter 66 für Männer sagten 35 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen Ja, zum Rentenalter 66 für alle nur 25 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer. Eine schrittweise Erhöhung auf 67 Jahre befürworteten nur 14 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer.

Etwas besser wurde die Anpassung des Rentenalters an die Lebenserwartung aufgenommen: 23 Prozent der Frauen und 34 Prozent der Männer unterstützten diesen Vorschlag.

Die verschiedenen Vorschläge

Zurzeit liegen verschiedene Pläne zum Rentenalter auf dem Tisch: Der Bundesrat will das Frauenrentenalter über vier Jahre schrittweise von 64 auf 65 Jahre anheben. Dieses Vorhaben ist an der Urne schon zwei Mal gescheitert.

Und wie schon in der 2017 gescheiterten Rentenreform vorgesehen, soll der Rentenbezug flexibilisiert werden. Der Übergang in den Ruhestand kann ab 62 und bis 70 Jahre schrittweise erfolgen, indem ein Teil der Rente vorbezogen oder aufgeschoben wird, auch in der beruflichen Vorsorge.

Die Jungfreisinnigen hingegen haben im Juni eine Volksinitiative beschlossen, die verlangt, das Rentenalter schrittweise von 65 auf 66 Jahre zu erhöhen. Anschliessend soll es an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Die Unterschriftensammlung hat noch nicht begonnen. (meg/sda)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kiro Striked
07.10.2019 10:10registriert August 2019
Solange man ab 55 sowieso keine Stelle mehr findet, kann man das rentenalter von mir aus auf 100 erhöhen....

Ab 55 gilt man beim Sozialamt für "Unvermittelbar" und es verlangt keine Bemühen oder sonst was mehr.

Aber dann gehts der AHV besser und die Arbeitslosenkassen explodieren einfach noch mehr... Momol.. so funktionierts.
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Thinkdeeper
07.10.2019 12:34registriert März 2016
Ich 58, ausgesteuert, werde diesen Schwachsinn ablehnen.
Nicht hoch mit dem Rentenalter sonder mit Unternehmensgwinnsteuern und AHV/ALV Beiträge der Unternehmen.
Gegenenfalls auch Mehrwertsteuer erhöhen. Kapital- und Dividendenbesteuerung erhöhen.
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DerewigeSchweizer
07.10.2019 12:03registriert Juli 2018
Dabei geht es nur um eine Umverteilung von der AHV auf die AL- und Sozialkassen.
Mehr nicht.
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