Schweiz
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Coronavirus: Diese Grafik zeigt unseren Fortschritt auf dem steinigen Weg zur Normalität



Am 16. April hat der Bundesrat seinen Lockerungsplan für den Coronavirus-Lockdown in der Schweiz verkündet: So sollen am 27. April bis hin zum 8. Juni gestaffelt die Geschäfte, Schulen und Universitäten öffnen dürfen. Ob diese Lockerungen aber tatsächlich stattfinden, hängt von einer einzigen Zahl ab: den Neuansteckungen.

Um also einschätzen zu können, ob wir tatsächlich am 27. April mit den Lockerungen beginnen können und ob wir bis am 8. Juni wieder einen Teil unserer Normalität zurückhaben, müssen wir diese Zahl im Auge behalten. An dieser Grafik siehst du auf einen Blick, ob wir und unsere Nachbarländer dafür auf einem gutem Weg sind – und was passiert, wenn wir die Massnahmen lockern:

Stand der Grafiken: 21. April

Diese Grafiken werden fortlaufend upgedatet. So lässt sich messen, ob die Schweiz, Österreich und Deutschland sich in Richtung Lockerung oder erneuten Lockdown bewegen.

Schweiz:

Coronavirus in der Schweiz, Österreich und Deutschland: Der steinige Weg zum Ende des Lockdowns

daten: corona-data.ch / grafik: watson

Was zeigt diese Grafik?

Was zeigt die Grafik? Die pinken Punkte zeigen die neuen Fälle pro Tag, gemessen von corona-data.ch. Die letzten vier Tage wurden noch etwas herausgehoben. Die pinke Linie stellt die Trendlinie auf Basis dieser Daten dar.

Die gestrichelte Linie zeigt die Trendlinie, die wir halten sollten. Sie wurde so berechnet, dass in der Schweiz Anfang Mai täglich unter 100 und Anfang Juni unter 50 neue Fälle verzeichnet werden. Dies entspricht etwa denselben Fallzahlen, wie sie zur Zeit in Südkorea gemessen werden, wo die Aufhebung des Lockdowns zu funktionieren scheint.

Fällt unsere tatsächliche Trendlinie also unter diese Prognose, stehen die Chancen gut, dass die jeweiligen Lockerungen tatsächlich eintreffen. Bewegt sich die Trendlinie aber konstant deutlich über der gestrichelten Linie, sieht es für Lockerungen schwierig aus.

Die neuen Zahlen stimmen hoffnungsvoll. Die Fallzahlen sind über das Wochenende weiter gesunken. Das Bundesamt für Gesundheit hat am Montag nur noch 119 Neuansteckungen gemeldet. Das ist zwar noch nicht unter der 100er-Grenze, wir kommen ihr aber tatsächlich sehr nahe.

Coronavirus in der Schweiz, Österreich und Deutschland: Der steinige Weg zum Ende des Lockdowns

Y-Achse: Durchschnittlich zurückgelegte Distanz pro Tag der Schweizer Bevölkerung. Bild: daten: who / grafik: watson

Die Bewegungsdaten der ETH Zürich zeigen aber, dass die Disziplin zur Einhaltung der Stay-at-Home-Regeln etwas nachgelassen haben. Der Trend zeigt im Moment eher nach oben. Das heisst: Die Schweizer bewegen sich wieder mehr im öffentlichen Raum.

Österreich:

Coronavirus in der Schweiz, Österreich und Deutschland: Der steinige Weg zum Ende des Lockdowns

Bild: daten: who / grafik: watson

Die Kurve aus Österreich ist sogar noch erfreulicher. Hier meldete die WHO in den letzten beiden Tagen deutlich unter 100 Neuansteckungen. Sollte dieser Trend anhalten, dürfte unser östlicher Nachbar auch bald wieder Einkaufszentren, Läden und Schulen öffnen.

Österreich hat am 14. April bereits wieder kleinere Geschäfte geöffnet. Spätestens etwa 10 Tage später wird ersichtlich sein, ob dadurch auch die Ansteckungskurve negativ beeinflusst wurde und ob die Fallzahlen wieder steigen.

Deutschland:

Coronavirus in der Schweiz, Österreich und Deutschland: Der steinige Weg zum Ende des Lockdowns

Bild: daten: who / grafik: watson

Deutschland hat seine in Etappen stattfindende Lockerung ebenfalls bereits angekündigt, ist aber noch relativ weit von 100 Ansteckungen pro Tag entfernt. Natürlich ist hier auch die Bevölkerung deutlich grösser als in Österreich oder in der Schweiz. Das Beispiel Südkorea zeigt aber, dass auch in grösseren Staaten die Neuansteckungen auf unter 100 gedrückt werden können. Für richtiges Contact-Tracing sind solche tiefen Fallzahlen unabdinglich.

In den letzten Tagen sind aber wieder höhere Ansteckungszahlen gemeldet worden. Über das Wochenende sind sie zwar insgesamt gesunken, es werden aber auch weniger Tests durchgeführt.

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So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

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    Alle Leser-Kommentare
  • äti 21.04.2020 21:48
    Highlight Highlight Was ich gelernt habe ist: es gibt viel mehr 'Virologen', 'Virenspezialisten', 'immunologen', 'Pandemieexperten' und 'Alleskenner / Allesheiler' sowie 'Besserwisser mit sensationellen Kenntnissen u Erfahrungen' als es überhaupt Viren gibt. Und diese Personen verbreiten sich auch noch schneller als die Viren selbst. Solange sich diese gegenseitig als Nichtkompetent abtun, ists noch lustig. Aber, sobald sie als Feindbild jene benutzen, die tatsächlich was tun und entscheiden, hört der Spass für mich auf.
  • Raphael Zinsli 21.04.2020 18:11
    Highlight Highlight werde gespannt sein, welches modell am besten agiert hat. italien, frankreich mit ausgehverbot oder schweden mit mehr oder weniger durchseuchung.. time will tell
  • maricana 21.04.2020 16:22
    Highlight Highlight Unwort des Jahres 2020: "Normalität"
    Es wird nie wieder so sein wie bis 2019, egal ob aus gesundheitlicher, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Sicht (Aufzählung unvollständig). Die Philosophie des kontinuierlichen Wachstums und der damit verbundenen unbegrenzten Möglichkeiten ist definitiv gescheitert.
  • lilie 21.04.2020 15:50
    Highlight Highlight @watson: Warum nehmt ihr an, dass die Neuninfektionen auf Lockdown-Niveau verharren oder sogar noch abnehmen? Nach der Öffnung wird es natürlich zu einem (hoffentlich nur leichten) Anstieg kommen, wenn die Leute wieder unterwegs sind.
  • neutrino 21.04.2020 15:21
    Highlight Highlight Ich begreife eine Sache nicht, hoffe jmd. kann es mir erklären: warum ist das Ziel, die Neuansteckungen so weit wie möglich zu senken, so tief wie nur möglich zu haben - d.h. warum soll das die "Prognose für Erfolg" sein? Dann findet einfach ja de facto keine Durchseuchung statt, das kann ja nicht das Ziel sein. Ausser man erwartet demnächst einen Impfstoff. Die Neuansteckungen müssten doch auf einem Niveau sein (als Ziel), die das Gesundheitssystem nicht überlasten, aber eine gewisse Herdenimmunität zulassen.
    • Wat Sohn 21.04.2020 16:10
      Highlight Highlight Ich bin kein Experte, aber: Mit der Intensität, mit welcher Herdenimmunität innert den nächsten Monaten erreicht werden könnte, wird das Gesundheitssystem immer überlastet. Deshalb ist es eben gerade nicht das Ziel, Herdenimmunität zu erreichen. Ziel ist, die wirtschaftlichen Aktivitäten hochzufahren und gleichzeitig Neuansteckungen so tief wie möglich zu halten (social distancing), bis eine Impfung vorliegt.
      Oder sehe ich das falsch?
    • Kritisch Hinterfragen 21.04.2020 16:39
      Highlight Highlight Das ist wohl die Frage des Jahres. Wieso diese fanatische Orientierung an den von der Anzahl Tests abhängigen Fallzahlen?

      Es ging doch ursprünglich um den drohenden Kollaps des Gesundheitssystems. Aber dort werden die intensiv-Kapazitäten aktuell heruntergefahren.

      Man darf sich Fragen stellen...
    • MeinSenfHierUndJetzt 21.04.2020 18:11
      Highlight Highlight Ich glaube, es geht niemand davon aus, dass eine Durchseuchung erreicht werden kann/soll. Dies weil
      - es 1. sehr schwierig ist die Risikogruppen zu schützen wenn ein grosser Teil der Bevölkerung das Virus hat (gerade in Altersheimen etc wo die Bewohner notwendigerweise Kontakt zu Betreuungspersonal haben etc.).
      - 2. niemand weiss, ob man nach durchgemachter Krankheit immun ist und wenn ja, wie lange die Immunität anhält. Bevor dieser Punkt nicht geklärt ist, ist es eine Kamikaze-Strategie, eine Durchseuchung anzustreben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • vayiaelanor 21.04.2020 15:03
    Highlight Highlight Mich beschleicht langsam ein Gefühl das alle die Massnahmen nichts wirk(t)en und das Resultat sowieso das Gleiche gewesen wäre. Suggerieren wir hier uns mal wieder das die Menschheit die Natur lenken kann?
    • Mutzli 21.04.2020 20:59
      Highlight Highlight @vayiaelanor

      Bin mir nicht sicher ob ich Sie richtig verstehe: Sie gehen davon aus, dass auch ohne jede Massnahme die Ansteckungsrate gleich abgenommen hätte?

      Hoffe habe Sie da nicht falsch verstanden, aber erlaube mir mal da auf die ETH zu verweisen:"Our recent analyses indicate that R(t) was significantly above 1 before March 13, and significantly below one after March 21. In the period between March 13 - March 20, a number of measures were implemented"

      Grafik ebenfalls von https://bsse.ethz.ch/cevo/research/sars-cov-2/real-time-monitoring-in-switzerland.html

      Benutzer Bild
    • Mutzli 21.04.2020 23:55
      Highlight Highlight @NonCogitoErgoSum

      ...ok. Also haben Sie auch oben extra die Quelle nicht angegeben und die Bildunterschrift abgeschnitten.

      Dort steht nämlich:"Schätzung der effektiven Reproduktionszahl R für eine angenommene Generationszeit von 4 Tagen. Die gestrichelten
      vertikalen Linien kennzeichnen den Start der in Tab. 1 (S. 15) genannten Maßnahmen am 9. März, 16. März und 23. März 2020."
      Q: https://bit.ly/3eITYze

      Also genau das Gegenteil Ihrer Behauptung: Mit Einführung des Lockdown fiel die Infektionsrate rapide...

      Aber wieso sich an Fakten halten, wenn man stattdessen Schmarrn schreiben kann?/i
  • BliBlaBlu123 21.04.2020 14:33
    Highlight Highlight Warum geht ihr davon aus, dass der Trend abnimmt sobald die Restriktionen gelockert werden? Grundsätzlich würde man ja eher erwarten, dass die Fahlzahlen leicht zunehmen.
  • Lioness 19.04.2020 00:18
    Highlight Highlight Mein Mann und ich wähnten uns heute im falschen Film: Unsere Nachbarn haben anscheinend schon die totale Lockerung vollzogen. Die einen Grosseltern machten ein gemütliches Familienkuscheln im Garten mit Kindern und Grosskindern, nein da fand kein Social Distancing statt, nur Batminton. Und die Jungen nebenan, die eh schon jedes Wochenende verschiedene Gäste zu Besuch hatten, haben heute eine gemütliche Grillrunde mit einigen Gästen gefeiert. .... Was soll man da noch sagen.
    • ChillDaHood 19.04.2020 13:51
      Highlight Highlight Genau meine Feststellung. Was exakt der Grund war, weswegen imho nicht vor Ostern irgendeine Lockerung angekündigt wurde. Ich hätte, wenn überhaupt sowieso nicht aufs Wochenende was angekündigt.
    • Noblesse 21.04.2020 14:32
      Highlight Highlight Die Massnahmen werden seit langem von SVP und FDP hinter dem Rücken des BR torpediert. Da wundere ich mich nicht, wenn jeder Zweite meint, die Sache ist vorbei!!
    • Panic4Clicks 21.04.2020 16:12
      Highlight Highlight Machen wir auch, aber wir sind immunisert. Ich und meine Frau wurden PCR positive getestet und haben einen relativ hohen Antikörper wert, auch getestet.

      Natürlich gefällt das Hinz und Bünz nicht, die wollen den Lockdown bis 2050.
  • Selbstverantwortin 18.04.2020 15:42
    Highlight Highlight Corona:
    Schweden: Corona Tote 1‘400, Bevölkerung 10,2 Mio., Schulen, Restaurants, Geschäfte offen etc.: kein Lockdown
    Schweiz: Corona Tote 1‘300, Bevölkerung 8,5 Mio., Schulen, Restaurants, Teil der Geschäfte geschlossen etc.: Lockdown, mehr Arbeitslose, Konkurse
    Jährlich übliche Grippe-Tote in der Schweiz: 2‘500
    • Electric Elefant 18.04.2020 16:06
      Highlight Highlight Ich glaube den Teil hinter dem Bindestrich in Deinem Nickname kannst getrost weglassen... Autsch!
    • Raembe 18.04.2020 16:30
      Highlight Highlight @Selbst-Verantworterin: Corona haben wie seit +/- 1½ - 2 Monaten, das andere ist eine JAHRESstatistik einer weniger ansteckenden Krankheit. Schwedens Regierung wird aktuell hart von ihrer Bevölkerung für ihr Vorgehen kritisiert. Ausserdem empfehle ich Dir mal einen Globus in die Hand zu nehmen und Schweden mit der Schweiz zu vergleichen.
    • Selbstverantwortin 18.04.2020 17:35
      Highlight Highlight Interessant die Reaktion auf ein paar Fakten ohne jede zusätzliche Meinung. Wem Fakten schon das Weltbild stören und zu Ablehnung führen, bleibt besser in seiner Blase.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bächli 18.04.2020 14:59
    Highlight Highlight In den Grafiken der drei Länder stellt man fest, dass Deutschland und Österreich Läden bis 400 m2 oder kleinere Läden zuerst öffnet, was meiner Meinung nach absolut nachvollziehbar ist. Was sich der Bundesrat dabei gedacht hat, zuerst grosse Läden und Baumärkte zu öffnen, entzieht sich meinem Verstand. Es entsteht eine Wettbewerbsverzerrung und braut sich in der Bevölkerung gerade einen riesigen Frust zusammen. Tausende Kleinbetriebe werden eingehen...
    • K1aerer 18.04.2020 20:00
      Highlight Highlight Bei grösseren Flächen können sich die Leute besser verteilen.
    • Bächli 18.04.2020 22:54
      Highlight Highlight @K1aerer, ach ja? Und wenn dann alle in den Baumarkt rennen? Ja, dann wird kontingentiert. Kann man bei kleinen Geschäfte ebenso machen oder noch besser.
    • K1aerer 19.04.2020 15:12
      Highlight Highlight Also den genauen Grund weiss ich auch nicht, aber das dieser Rückschluss wäre für mich am ehesten zu erklären. Aber ja klar es könnten auch irgendwelche Lobbyisten am Werk sein.
  • CalibriLight 18.04.2020 14:00
    Highlight Highlight Zu den Bewegungsdaten:
    Die stammen von Intervista im Auftrag des statistischen Amts des Kantons ZH und der ETH. Sie basieren auf der Methode des "footprints-panel". Es sind ca. 3000 Teilnehmende dabei, die sich mit dem Tracking einverstanden erklärt haben. Es handelt sich also nicht um die Swisscom Daten für das BAG.

    Quelle:
    https://www.intervista.ch/media/2020/03/Report_Mobilit%C3%A4ts-Monitoring_Covid-19.pdf
    • Bravo 21.04.2020 16:14
      Highlight Highlight Und auch diese Bewegungsdaten sagen nicht zwingend was aus. In XXX am See Volksmassen auf engem Raum. Die Bewegung ist möglicherweise sehr gering aus der Nähe an den See...
  • c_meier 18.04.2020 13:31
    Highlight Highlight könntet ihr die Grafik "tägliche neue Fälle" nicht auch einfügen in der täglich aktualisierten Seite der Daten aus der Schweiz?
    dort ist ja zur Zeit ja nur die exponentiell wachsende Kurve zu sehen
    • Kritisch Hinterfragen 18.04.2020 16:18
      Highlight Highlight Exponentiell wachsend? Wo?
    • c_meier 18.04.2020 16:33
      Highlight Highlight auf der Seite "Die Zahlen aus der Schweiz" sind nicht die täglichen Fälle sichtbar sondern nur das Total wie es täglich addiert wird
    • Wat Sohn 21.04.2020 16:19
      Highlight Highlight (das ist kummuliert wachsend und nicht exponentiell wachsend)
  • freifuchs 18.04.2020 11:55
    Highlight Highlight Die Qualität der Diagramme steigt. Doch eine wichtige Frage, die von den Medien nicht gestellt wird, brennt in der Bevölkerung; Man geht von einer Inkubationszeit von 14 Tagen aus. Die Kurve flachte jedoch 4 Tage nach dem Lockdown bereits ab, so auch in anderen Ländern. Welcher der beiden Schlüsse stimmt: 1. Die Inkubationszeit beträgt doch nur 1-2 Tage und der Lockdown brachte die Abflachung. Oder 2. Der Lockdown war unnötig, die Kurve flachte auch ohne Lockdown genau gleich ab.? Bitte um Aufklärung oder Korrekturen im Gedankengang
    • Tanuki 18.04.2020 12:13
      Highlight Highlight Ich habe es so verstanden, dass die Inkubationszeit maximal 14 Tage beträgt aber bei den meisten eher 5 oder sogar nur 2 Tage.
    • You will not be able to use your remote control. 18.04.2020 12:37
      Highlight Highlight > Welcher der beiden Schlüsse stimmt

      Keiner, du benutzt zu viel gesunden Menschenverstand und zu wenig Logik :)
    • Dubio 18.04.2020 13:06
      Highlight Highlight Genau: Bis zu 14 Tage möglich, die meisten aber innert ca 5 Tagen. Daher ergibt das schon Sinn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baumi72 18.04.2020 11:39
    Highlight Highlight Vielen Dank für die sehr gut dargestellten Grafiken!

    Wenn ihr nun noch die Grafiken der letzten Jahre darüber legt, werdet ihr sehen, dass sich diese nicht unterscheiden von den aktuellen.
    • You will not be able to use your remote control. 18.04.2020 12:38
      Highlight Highlight Was wird in den Grafiken der letzen Jahre dargestellt?
    • Baumi72 18.04.2020 13:33
      Highlight Highlight Wieso die Blitze? Das ist doch grundsätzlich eine gute Nachricht?
    • Electric Elefant 18.04.2020 14:01
      Highlight Highlight Die Blitze kommen, da deine Aussage keinen Sinn macht...
      Es geht hier um Convid19-Fälle - mit was willst du das vergleichen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wyerli 18.04.2020 11:37
    Highlight Highlight Jetzt mal im Ernst das ist doch nicht realistisch? Die zahlen sind noch nicht mal im gewünschten Bereich wie soll das funktionieren? Sehe ich da etwas nicht?
  • IMaki 18.04.2020 11:09
    Highlight Highlight Ist es zuviel verlangt, erfahren zu wollen, wieviele Tests den pinken Pünktli der gezählten Infektionen gegenüber stehen? Ich werde den Verdacht nicht los, dass in den letzten zehn Tagen weit weniger getestet wurde, als vorher ... als die Infektionsraten wesentlich höher gewesen sind.
    • CalibriLight 18.04.2020 13:20
      Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass weniger getestet wird.
      Der Grund? In der Schweiz werden nur Risikopatienten getestet. Heisst für mich, dass sich diese Bevölkerungsschicht gut an die Verordnungen hält, sich weniger ansteckt und dass es deshalb logischerweise weniger Tests gibt.
      Wer sich jetzt vor allem noch ansteckt, ist "ausgeliefert", sprich in Alters- oder Pflegeheimen oder sonst von fremder Hilfe abhängig oder arbeitet in einem Risikoberuf. Oder hat das Pech, dass sich seine Umgebung nicht um die Vorschriften kümmert.
    • Mietzekatze 18.04.2020 14:37
      Highlight Highlight Schon lange werden nicht mehr nur Risikogruppen getestet... aber je weniger sich anstecken, desto weniger werden krank, desto weniger lassen sich testen, desto weniger positive Tests... aber seit Beginn der Tests sind etwa 15% der getesteten positiv.
    • CalibriLight 18.04.2020 15:04
      Highlight Highlight @Mietzekatze -- laut SRF ist das nicht der Fall.

      Quelle:
      https://www.srf.ch/news/schweiz/labore-waeren-bereit-schweiz-erhoeht-kapazitaeten-fuer-corona-tests
  • De-Saint-Ex 18.04.2020 10:53
    Highlight Highlight Na ja... Fortschritt auf dem Rückschritt? Glauben Sie wirklich, was vor Corona „Normalität“ war, es auch nach Corona (sofern es das überhaupt je vollständig geben wird) sein wird oder soll? Ehrlich gesagt, hoffe ich es nicht... denn diese „Normalität“ hat uns hierhin geführt.
    • BVB 18.04.2020 11:13
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex
      Und was willst du stattdessen? Was gibt es, dass durch eine Pandemie nicht beeinträchtigt wird?
    • Max Dick 18.04.2020 11:59
      Highlight Highlight Mir hat das Vor-Corona-Leben sehr gut gefallen? Dir nicht? Pech für dich.
    • De-Saint-Ex 18.04.2020 12:45
      Highlight Highlight Ja ja, immer schön an die eigenen Bequemlichkeiten denken... ja nichts verändern. Wenn das Fazit dieser Krise lautet: weiter im Text, dann gute Nacht. Seit Jahrzehnten wird gemahnt, dass sich aufgrund der unbegrenzten, masslosen Globalisierung ein Virus in Windeseile über den ganzen Globus verbreiten kann. Wie haben „wir“ uns darauf vorbereitet? Gar nicht. Und wieso nicht? Hätte „uns“ was gekostet. Also zurück zur Normalität und weiter so... unsere Kinder werden uns auch dies danken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phrosch 18.04.2020 10:47
    Highlight Highlight Ob wir tatsächlich schrittweise eine weitere Lockerung sehen werden, haben wir alle nun in der Hand. Für jeden einzelnen heisst es wohl: so weitermachen wie bisher, nur rausgehen wenn wir müssen, Abstand halten, Hände waschen. Ich hoffe einfach, dass wir gemeinsam weiter diese Disziplin aufbringen.
    • HugoBalls 18.04.2020 20:49
      Highlight Highlight Das mit dem Abstand halten müssen auch jetzt noch sehr viele lernen. Muss echt schwierig sein lol
  • Bulwark 18.04.2020 10:36
    Highlight Highlight Die Diagramme haben unterschiedliche Skalen. Dadurch wird eine ähnlichkeit sugeriert, welche erst durch genaues hinsehen hinfällig wird. Finde ich kritisch.
    • Amboss 18.04.2020 11:38
      Highlight Highlight Was ist daran kritisch? Was
      Alle Skalen beginnen bei 0 und zeigen den gleichen Zeitraum. Was ist daran nicht gut??

      Sorry, Zahlen und Graphiken muss man IMMER interpretieren. Geht gar nicht anders.

      Würde man zB die Zahlen aller Länder in der gleichen Skala darstellen, würde dies suggerieren, dass Corona in Deutschland viel heftiger wütet. Was auch Unsinn ist, da D 10x grösser ist...
    • ands 18.04.2020 12:07
      Highlight Highlight Die Skala ist irrelevant, weil die absolute Zahl von positiven Tests nicht aussagekräftig ist.
      Es geht um den Trend und der ist mit normalisierten Kurven deutlich einfacher vergleichbar.
    • Dani B. 19.04.2020 19:07
      Highlight Highlight Die Länder haben eine Unterschiedliche Bevölkerungszahl. Erst durch die Gewichtung kann man vergleichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HugiHans 18.04.2020 10:33
    Highlight Highlight Normalität kehrt erst zurück wenn:
    - ein Impfstoff vorliegt
    - Herdenimmunität erreicht ist
    - der Virus durch null neue Ansteckungen ausstirbt

    Somit sind zwar nun Lockerungen möglich, aber von einer Normalität wie vor der Krise sind wir noch weit entfernt.

    • Driver7 18.04.2020 11:43
      Highlight Highlight Punkt 3 ist unmöglich (ohne Impfung)
      Punkt 2 ist möglich, da jedoch eine komplette Trennung von Risikopatienten nicht möglich ist, müssten wir über die Zeit zehntausende Tote in Kauf nehmen, allenfalls wenn es wirksame Medikamente gibt.
      Also bleibt realistisch nur Punkt 1
    • Tetsuya 18.04.2020 13:28
      Highlight Highlight Leider Ja....
    • Toerpe Zwerg 18.04.2020 20:51
      Highlight Highlight Das Virus wird nicht mehr aussterben
    Weitere Antworten anzeigen
  • medmi 18.04.2020 10:31
    Highlight Highlight Contact-Tracing sollte aktuell paralell zu den geltenden generellen Massnahmen mit grösst möglichem Effort durchgeführt werden. Auch wenn aufgrund limitierender Ressourcen nicht alle Erkrankten identifiziert und die Kontakte zurückverfolgt werden können, hilft es trotzdem, Neuansteckungen zu verhindern und somit schneller zum Ziel von <100 Fälle pro Tag zu kommen, wo dann die Contact Tracing Strategie so effizient wird, das gewisse Massnahmen gelockert werden können.
    • Miikee 18.04.2020 11:02
      Highlight Highlight Ja, wenn Open Source
      Ja, wenn die Privatsphäre geschützt ist


      Ich habe keine Lust nur wegen bitzeli Corona in einen Überwachungsstaat zu schlendern.


      Zitat: "Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren."

    • lilie 18.04.2020 11:07
      Highlight Highlight @medmi: Das ist leider nicht praktikabel. Erfahrungsgemäss erfordert das Contact-Tracing pro Neuninfiziertem eine Isolation von 50 bis 100 Personen für zwei Wochen. Bei der derzeitigen Anzahl von sagen wir mal 350 pro Tag wären wir nach 2 Wochen bei 350'000 Personen, die in Quarantäne sitzen. Das entspricht der gesamten Stadt Zürich.

      Deshalb wollen sie warten, bis die Fälle auf 100 pro Tag gefallen sind.
    • BVB 18.04.2020 11:15
      Highlight Highlight Ich mach da nicht mit. Das ist ein Schritt in Richtung totale Überwachung.
    Weitere Antworten anzeigen

Ein Intensivmediziner zieht Bilanz: «Eine Patientin ist schon seit 77 Tagen bei uns»

Peter Steiger, stellvertretender Institutsdirektor Intensivmedizin am Unispital Zürich, hat noch keine Monate wie die letzten beiden erlebt.

«Wir sahen die Welle kommen von China via Italien. In die Intensivstationen im Tessin, im Welschland und auch besonders Zürich kamen immer mehr Covid-­19-Patienten. Wir fürchteten die Überlastung.

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