DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Party war weitgehend friedlich verlaufen, es blieb aber massenweise Abfall zurück, den die Stadt entsorgen musste.<br data-editable="remove">
Die Party war weitgehend friedlich verlaufen, es blieb aber massenweise Abfall zurück, den die Stadt entsorgen musste.
Bild: KEYSTONE

Gesalzene Party-Rechnung für Binz-Besetzer: Zürich verlangt 34'000 Franken für Abfallentsorgung

28.10.2015, 04:5528.10.2015, 07:59

Die Party von Mitte Juli auf dem ehemals besetzten Binz-Areal in der Stadt Zürich hat auch ein finanzielles Nachspiel: Filippo Leutenegger, FDP-Stadtrat und Vorsteher des Tiefbauamtes verlangt von den Besetzern, die Rechnung für die Entsorgung von sieben Tonnen Abfall zu übernehmen. Rund 34'000 Franken kosteten die Aufräumarbeiten, wie die «Neue Zürcher Zeitung» am Mittwoch berichtete.

Ein Sprecher aus Leuteneggers Amt bestätigte die Forderung an die Besetzer. Leutenegger habe entschieden, die Kosten von den Verursachern zurückzufordern. Die Forderung werde in eine Strafanzeige integriert, welche der Kanton als Besitzer des Geländes erstattet habe.

Die Polizei erfasste die Personalien von rund 100 Besetzern.<br data-editable="remove">
Die Polizei erfasste die Personalien von rund 100 Besetzern.
Bild: KEYSTONE
Stadtrat Filippo Leutenegger gibt kurz vor dem Ende der Besetzung Auskunft über die Polizeistrategie.<br data-editable="remove">
Stadtrat Filippo Leutenegger gibt kurz vor dem Ende der Besetzung Auskunft über die Polizeistrategie.
Bild: KEYSTONE

Bereits bei der Räumung des Areals im Mai 2013 hatten die Behörden Kosten von 150'000 Franken auf die Besetzer überwälzen wollen. Dies gelang jedoch nicht, weil die Verursacher nicht persönlich identifiziert werden konnten. Dies soll nun laut NZZ anders sein. Die Polizei habe die Personalien von hundert Besetzern erfasst.

In der NZZ äussern sich Exponenten von rechts und links positiv zum Entscheid des Stadtrats. Private Veranstalter müssten auch für die Reinigungskosten ihrer Partys aufkommen, sagte SP-Gemeinderat Alan Sangines der Zeitung. 

Angriff auf Leutenegger

Nach anfänglichem Widerstand hatte die Polizei Mitte Juli die Besetzer gewähren lassen, weil sie grössere Ausschreitungen befürchtete. Während die Party weitgehend friedlich blieb, kam es zu einem Zwischenfall, als sich Stadtrat Leutenegger vor Ort ein Bild der Lage machen wollte. Er wurde von einem jungen Mann angepöbelt und geschubst. Leutenegger verzichtete indes auf eine Anzeige.

Das Binz-Areal war bereits zwischen Mai 2006 und Mai 2013 besetzt. Auf dem Grundstück sollen nun 180 Studios für das Personal des Universitätsspitals, 150 Studios für Studenten sowie Ateliers und günstige Zimmer für Kurzaufenthalter entstehen. (trs)

Wie die Brache auf dem Binz-Areal nach der Besetzung aussah

1 / 22
Binz-Besetzung
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Dir gefällt diese Story? Dann teile sie bitte auf Facebook. Dankeschön!👍💕🐥

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Tabubruch! Die grösste Zürcher Zunft will Frauen aufnehmen – vielleicht

Das Sechseläuten könnte bald mehr Weiblichkeit bekommen. Denn die grösste Zunft der Stadt Zürich denkt über einen Paradigmenwechsel nach: Frauen sollen als Zünfterinnen aufgenommen werden.

Am öffentlichkeitwirksamsten Event der Zürcher Zünfte – dem Sechseläuten – waren Frauen bis anhin vor allem eines: hübsch anzusehen. Strahlend lächelnd, mit Blumen geschmückt und in lange Röcke gewandet, defilieren sie am Sechseläuten-Umzug an den Zuschauerinnen und Zuschauern vorbei – die …

Artikel lesen
Link zum Artikel