DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

1300 Menschen protestieren in Bern und Zürich gegen Asylpolitik – Wasserwerfer-Einsatz in der Langstrasse

26.09.2015, 21:2827.09.2015, 09:14

Mit einer Menschenkette haben am Samstag in Bern rund 300 Personen ihre Solidarität mit den Flüchtlingen in Europa manifestiert. Sie forderten sichere und legale Fluchtwege und eine grosszügige Aufnahme-Politik.

Zur Kundgebung aufgerufen hatte das Bündnis für eine offene und solidarische Schweiz, dem linksgrüne Parteien, Gewerkschaften und Migrantenforen angehören. Vor der Platzkundgebung formierten sich die Teilnehmenden am frühen Samstagabend zu einer Menschenkette rund um die Berner Schützenmatte.

«Wir brauchen Brücken statt Mauern», rief Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne/ZH) anschliessend den Demonstrierenden zu. Statt das Land abzuschotten, solle die Schweiz grosszügig Schutzbedürftige aufnehmen und – wie damals bei den Kosovo-Flüchtlingen – ein Kontingent von 40'000 bis 50'000 Personen aufnehmen.

Das Bündnis für eine offene und solidarische Schweiz verlangt im weiteren finanzielle, medizinische und logistische Unterstützung von Ländern an den Grenzen Europas, in der Transit-Zone und in Nähe von Konfliktgebieten, wo sich besonders viele Flüchtlinge aufhalten. Zudem fordert es, bei der Entwicklungszusammenarbeit keine Kürzungen vorzunehmen

Unbewilligte Demo in Zürich

Rund 700 Personen haben am Samstagnachmittag in Zürich gegen die Asylpolitik in Europa demonstriert. Die Demonstration war unbewilligt und verlief bis auf einen kurzen Wasserwerfereinsatz friedlich.

Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten friedlich demonstrieren wollen, weshalb die Polizei den unbewilligten Demonstrationszug toleriert habe, teilte die Zürcher Kantonspolizei am Samstagabend mit.

Auf dem Rückweg des Demonstrationszuges zum Helvetiaplatz über die Militärstrasse und Kanonengasse seien einige Demonstranten aber unversehens in Richtung Hohlstrasse abgebogen. Dort hätten sie vermummt eine Polizeisperre durchbrechen wollen, woraufhin die Polizei einen Wasserwerfer eingesetzt habe.

Die Demonstranten zündeten daraufhin einen Container an und bewarfen die Polizisten mit Gegenständen. Nach einigen Minuten habe sich die Situation aber beruhigt und die Demonstranten seien zurück zum Helvetiaplatz gegangen, schreibt die Polizei. Gegen 18 Uhr habe sich die Demonstration aufgelöst. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Bandido muss für Schuss auf Hells Angel 8 Jahre hinter Gitter
Im Berner Rockerprozess hat das Gericht am Donnerstag teils lange Freiheitsstrafen verhängt. Der eine Hauptangeklagte wurde zu acht Jahren Freiheitsstrafe wegen versuchter vorsätzlicher Tötung verurteilt.

Bei der Auseinandersetzung verfeindeter Rockerbanden 2019 in Belp BE soll der 37-jährige Schweizer mit einer durchgeladenen Pistole einem Gegner auf den Kopf geschlagen haben. Ein Schuss aus der Pistole verletzte einen weiteren Mann.

Zur Story