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Auch in Zürich wurden an Silvester Frauen sexuell belästigt und bestohlen

Auch in Zürich wurden an Silvester Frauen sexuell belästigt und bestohlen

07.01.2016, 16:0307.01.2016, 17:31

Nachdem Medien berichtet haben, dass in deutschen Städten Frauen an Silvester teilweise massiv sexuell bedrängt und bestohlen worden sind, haben sich auch in Zürich rund ein halbes Dutzend Frauen wegen sexueller Belästigung bei der Stadtpolizei gemeldet.

Im Nachgang zum Silvesterzauber am Zürcher Seebecken wurden rund zwei Dutzend Diebstähle angezeigt. Im Zuge der Abklärungen zeigte sich, dass es bei einigen dieser Fälle auch zu sexuellen Belästigungen gekommen ist.

Silvsternacht 2016 in Zürich.
Silvsternacht 2016 in Zürich.
Bild: KEYSTONE

Die betroffenen Frauen schilderten, sie seien einerseits bestohlen und dabei gleichzeitig über den Kleidern sexuell belästigt worden, wie die Stadtpolizei in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Sie gaben an, sie seien in der Menschenmenge von mehreren Männern mit dunklerer Hautfarbe angegangen worden.

Sexualdelikt in Weil am Rhein - ein Tatverdächtiger aus der Schweiz

Vier Syrer im Alter zwischen 14 und 21 Jahren sollen in der Silvesternacht in der deutschen Grenzstadt Weil am Rhein bei Basel zwei minderjährige Mädchen mehrfach vergewaltigt haben. Ein 14-jähriger Tatverdächtige wohnt im Grossraum Zürich.
Die sechs Personen trafen sich in den Abendstunden in der Stadt und begaben sich später in die Wohnung des 21-Jährigen. Dort soll es nach Polizeiangaben zunächst zum einvernehmlichen Austausch von Zärtlichkeiten gekommen sein. Danach seien die beiden Mädchen mehrfach vergewaltigt worden.
Nach dem Verlassen der Wohnung schalteten die Opfer umgehend die Polizei ein. Diese nahm die Syrer fest. (whr/sda)

Inzwischen haben sich rund ein halbes Dutzend Frauen gemeldet. Die Befragungen laufen noch, wie ein Sprecher der Stadtpolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Aufgrund der Aussagen und Anzeigen, die zum Teil in den letzten 24 Stunden eingingen, schliesst die Polizei nicht aus, dass noch weitere Personen in der Silvesternacht Opfer von gleichgelagerten Straftaten wurden, aber bisher noch keine Anzeige bei der Polizei erstattet haben.

An der Festmeile rund um das Seebecken versammelten sich nach Angaben der Organisatoren rund 120'000 Besucherinnen und Besucher zur «grössten Silvesterparty der Schweiz».

sda)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Max Heiri
07.01.2016 16:10registriert Februar 2015
Wieso meldet die Polizei sowas erst heute? War die Berichterstattung aus Deutschland zu drückend?
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Wilhelm Dingo
07.01.2016 19:54registriert Dezember 2014
Ich will Statistiken sehen wer welche Delikte begeht. Statistiken welche zeigen welche Geschlechter, Nationalitäten, Altersgruppen etc. welche Taten verüben. Politisch unkorrekte Statistiken in unverfälschter Form. Dann kann man Fakten basiert entschieden wie gegen die verschiedenen Tätergruppen vorzugehen ist.
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Muckerbucht
07.01.2016 17:48registriert April 2015
Die Begrabscherei und noch übleres sind seit ich solche Dinge bewusst wahrnehme (ca. 30 Jahre) bei Veranstaltungen wie der Fasnacht, Silvester und im Ausgang "Usus". Ich kenne kaum eine Frau, die das nicht auch schon erlebt hat. Ein neues Phänomen? Mitnichten. Oder kaum, wenn ich mir Gespräche mit Kolleginnen ab 50 in Erinnerung rufe.
Immerhin hat's einen Silvester in dem aktuellen Ausmass gebraucht, damit die Sache aufs Tapet kommt. Gut, das Thema läuft jetzt wie in der modernen medialen Welt üblich ein paar Tage, dann verschwindet's wieder in der Versenkung, wo's an sich lange genug war.
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