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Praesident Bernhard Burgener spricht an einer Medienkonferenz des FC Basel 1893 in Basel, am Dienstag, 18. Juni 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

FCB-Präsident Bernhard Burgener über das Übernahmeangebot eines Investors: «Da wissen Sie mehr als ich. Wer soll das sein?» Bild: KEYSTONE

Analyse

Das Millionen-Polster schrumpft – Burgeners FCB droht der freie Fall

Die Reserven schwinden bedrohlich. Wen wundert, dass Gerüchte kursieren, Präsident Bernhard Burgener lasse nach Investoren suchen.

François Schmid-Bechtel / ch media



Auch wenn er ein FCB-Poloshirt trägt. Es kann nicht darüber hinweg täuschen, dass Bernhard Burgener zwei Jahre nach seinem Einstieg in der Welt des Fussballs branchenfremd wirkt. «Leider wurden uns Spieler weggekauft, die wir nicht abgeben wollten.» Huch! «Es ist eine neue Erfahrung, dass vertrauliche Gespräche den Weg in die Öffentlichkeit finden.» Huch! «Der Tsunami in den Medien hat mich überrascht.» Huch! «Stellen Sie sich vor, Marcel Koller geht zu Juventus Turin.» Huch!

Nein, Herr Burgener: Ausländische Klubs kaufen Ihnen nicht für viel Geld, das der FCB zweifellos benötigt, die Ersatzspieler weg. Nein, Herr Burgener: Das Fussballgeschäft ist nicht hermetisch abgeriegelt. Oder ist Ihr Name im Zusammenhang mit der Übernahme beim FC Basel nicht auch schon frühzeitig durchgesickert?

Ja, Herr Burgener: Fussball hat vielleicht eine übersteigerte Bedeutung. Aber wenn mit Marco Streller eine Klubikone geht, kann das durchaus auf öffentliches Interesse stossen. Nein, Herr Burgener: Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Marcel Koller zu Juventus oder sonst wohin wechselt. Warum? Weil er im deutschsprachigen Raum kaum einen Arbeitgeber findet, der ihm gleich viel bezahlt wie der FC Basel.

Der FCB ist zum Erfolg verdammt

Die Trainer-Posse um die Nicht-Entlassung von Koller und die Nicht-Verpflichtung von Patrick Rahmen vom FC Aarau, die in der Demission von Sportchef Marco Streller gipfelte, war so unnötig wie imageschädigend. Aber Burgener hat grössere Probleme als Streller, Rahmen oder Koller. Sein FCB ist auf Kurs ins Nirgendwo. Die Ausgaben sind weiterhin hoch, die Einnahmen indes sinken rapide. Burgener braucht Geld. Aber woher? Und weshalb überhaupt? War der FCB nicht über Jahre eine Geldmaschine?

Bernhard Burgener, Praesident FC Basel, links, Roland Heri, rechts, CEO FC Basel nach dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Burgener und CEO Heri bedanken sich nach dem Sieg im Cupfinal bei den Fans. Bild: KEYSTONE

Burgeners Vorgänger Bernhard Heusler machte nie einen Hehl daraus, dass der FCB zum Erfolg verdammt ist. Erfolg gleich Champions-League-Teilnahme gleich explodierende Spieler-Marktwerte. Das Resultat: Der Umsatz stieg in der Ära Heusler um mehr als das Doppelte. 2016 gar bis auf 132 Millionen.

Nur: Schafft es der FC Basel nicht an die Europacup-Honigtöpfe und generiert er keine hohen Transfererlöse, tut sich ein tiefes Loch auf. Ohne ausserordentliche Erträge spielt der FC Basel maximal 50 Millionen Franken pro Jahr ein – bei Ausgaben von mehr als 90 Millionen. Zur Veranschaulichung: Sportlich war das Geschäftsjahr 2018 debakulös.

Das 60-Millionenpolster schrumpft

Doch dem FCB gelang es, 51,7 Millionen für Spieltransfers einzunehmen. Trotz dieser für Schweizer Verhältnisse exorbitanten Summe mussten Rückstellung von 13 Millionen Franken aufgelöst werden. Kurz: Für den FCB sind sowohl fette Transfereinnahmen wie auch Europacup-Prämien existenziell.

Weil schon 2017 Rückstellungen von 9 Millionen aufgelöst werden mussten, schrumpft das 60-Millionen-Polster, welches die alte Führung um Heusler erwirtschaftet hatte. Ausser: Der FC Basel qualifiziert sich für die Champions League und erzielt mit Transfers einen Reingewinn von 20 oder mehr Millionen. Nur: Der Weg in die Champions League ist beschwerlich (3 Qualifikationsrunden, zunächst wartet der PSV Eindhoven). Ausserdem hat der FCB kaum noch Spieler, die hohe Transfersummen versprechen. Ausnahmen sind vielleicht Albian Ajeti und Noah Okafor, weil Spieler, die Tore schiessen, per se Fantasien wecken. Aber es braucht auch sehr viel Fantasie, um heute für Ajeti und Okafor Käufer zu finden, die mehr als 20 Millionen bezahlen.

Basels Albian Ajeti, L, feiert seinen Treffer mit Basels Noah Okafor im Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Okafor und Ajeti könnten dem FCB dereinst ein paar Milliönchen ins «Klub-Kässeli» spülen. Bild: KEYSTONE

Burgener wurde erst vor sechs Monaten ein Rettungsseil zugeworfen. Thomas Borer, der frühere Schweizer Botschafter in Berlin, sagt auf Anfrage: «Ich kann bestätigen, dass ein Klient von mir Interesse an einem Investment beim FC Basel gehabt hat.» Wer dieser Klient ist, warum es nicht zum Deal kam, darüber schweigt Borer. Und Burgener sagt zu dieser Causa lediglich: «Da wissen Sie mehr als ich. Wer soll das sein?»

Gemäss einer anderen Quelle soll der Borer-Klient für Burgeners Aktienpaket mindestens so viel geboten haben, wie dieser seinerzeit bezahlt hatte. Heusler (44,2 Prozent), Ex-Sportdirektor Georg Heitz (25 Prozent) und die restlichen Verwaltungsräte (20 Prozent) sollen sich insgesamt mit weniger als 20 Millionen Franken begnügt haben. Anfragen aus dem Ausland für das Vier- oder Fünffache haben sie abgelehnt, weil es nie ihre Absicht war, sich auf Kosten des Unternehmens zu bereichern.

Ex-Botschafter und Lobbyist Thomas Borer waehrend der Debatte ueber die Revision des

Thomas Borer: «Ich kann bestätigen, dass ein Klient von mir Interesse an einem Investment beim FCB gehabt hat.» Bild: KEYSTONE

Vielleicht dachte sich Burgener, mit dem FCB Geld verdienen zu können. Es wäre ein Trugschluss. Denn der Return on Investment auf Fussballaktien ist nicht monetärer Art. Dafür zahlt sich das Investment punkto Popularität und Reputation aus. Man kommt ins Rampenlicht, ironischerweise der Ort, wo sich Burgener sichtlich unwohl fühlt.

Sparen will der FCB-Präsident nun. Bis Ende Jahr insgesamt 21 Millionen. Aber wie? Die richtig teuren Spieler kriegt er nicht los, weil sie a) Vertrag haben, b) zu wenig gut performen und c) auf Grund ihres Alters nicht begehrt sind. Und mit ein paar Einsparungen auf der Geschäftsstelle ist auch kein Staat zu machen.

«Ab 2020 haben wir mehr Spielraum, um die Personalkosten zu senken», sagte Burgener. Das sind schlechte Nachrichten für die Spieler Balanta, Kuzmanovic, Bua, Serey Die und van Wolfswinkel, aber auch für Trainer Koller. Ihre hoch dotierten Verträge laufen 2020 aus. Selbst wenn sie alle ersatzlos gestrichen werden, spart Burgener keine 21 Millionen. «Wenn man sparen will, wieso verlängert man mit Serey Die, lässt ihn aber bei Xamax spielen und bezahlt auch noch seinen Lohn?», fragt ein Berater.

Wertloser FC Basel

Sparen geht auf Kosten der Qualität. Doch mit weniger Qualität sind Auftritte auf der internationalen Bühne sowie hohe Transfererlöse noch schwieriger zu realisieren als bisher. Ein Teufelskreis. Den Burgener wohl nur mit externen Kapitalspritzen durchbrechen könnte. Deshalb wundert es nicht, wenn Gerüchte über die Suche nach Investoren oder Käufern in der Szene kursieren. Jüngst hiess es, Burgener soll deutsche Anwälte damit beauftragt haben. «Das würde ja bedeuten, dass ich oder jene Leute, mit denen ich angeblich spreche, diese Gerüchte gestreut hätten. Da hätte ich mir ja gerade die richtigen Personen ausgesucht.

Aber ernsthaft: Ich plane nicht, die Kontrolle über den Klub abzugeben.» Oder ist Burgener gar bereit, eigenes Geld einzuschiessen? «Bei einer ausgeglichenen Rechnung braucht man nicht zu alimentieren. Unsere Aufgabe ist es, die Kostenstruktur auf ein Niveau zu senken, damit auch in den kommenden Jahren weiterhin eine ausgeglichene Rechnung präsentiert werden kann. Als eine von diversen Massnahmen wird eine nachhaltige Optimierung des Spielerkaders angestrebt.»

Der FCB schwelgt in der Vergangenheit:

Ist vielleicht schwierig, die Sache mit dem eigenen Geld. Denn seinem Firmenkonstrukt Highlight Communication ging es schon mal besser. Das Unternehmen weist für das vergangene Jahr höhere Verbindlichkeiten und prozentual weniger Eigenkapital aus als im Vorjahr. Ausserdem ist der Kurs der in Deutschland gehandelten Aktie in den vergangenen zwölf Monaten um 21 Prozent gesunken, was angesichts des positiven Marktumfelds ein schlechtes Resultat ist. Und: Burgeners Unternehmen braucht Geld, weil es die deutsche Tochter Constantin Medien (mit dem TV-Sender Sport 1) komplett übernehmen will.

Bleibt die Frage: Welchen Wert hätte Burgeners FCB-Aktienpaket zum jetzigen Zeitpunkt? Ein Branchenkenner meint quasi Null. «Ein Unternehmen, das Verlust schreibt und keine Trendwende erkennen lässt, hat kaum einen Wert. Ausser, es gelingt Burgener, die Kosten massiv zu senken. Aber dann zieht sich der FCB ins schweizerische Mittelmass zurück. Und das ist dann definitiv nichts mehr wert.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • drjayvargas 22.06.2019 21:50
    Highlight Highlight Was heisst hier "droht der freie Fall"? Sie befinden sich mittendrin. Diese Saison hats noch am Unvermögen der Anderen geklappt (für den zweiten Platz, dahinter gähnende Leere), aber das wird sich nicht so weiterziehen lassen. Schade, aber so sei es.
    Schiffbruch mit Ansage.
  • irish 22.06.2019 18:59
    Highlight Highlight Im Idealfall qualifiziert sich kein CH-Team mehr für die CL. Man würde zwar keine CL mehr sehen aber der Wettbewerb innerhalb drr SL würde wieder interessant. Keine Dominaz mehr wie Jahrelang der FCB und jetzt YB. In Schweden ist die Liga seither viel attraktiver geworden. Der Zuschauerschnitt ist auch massiv gestiegen. Und wer CL schauen möchte, geht halt ins Ausland.
    • *sharky* 23.06.2019 06:58
      Highlight Highlight Wann, bitteschön wann hat ein schwedisches Team im europäischen Club-Fussball das letzte Mal etwas richtig gerissen?
      War das jetzt letztes oder vorletztes Jahrhundert?
      Das kann auch nur jemand schreiben, der wahrlich etliche "nights to remember" nicht live miterlebt hat!
      Das dies wegen neuen, sicher auch zukünftigen UEFA-Regularien schwieriger wird, ist auch klar.
      Das in den letzten gut 10, 15 Jahren ausser dem FCB kein anderer Club europäisch etwas grossartiges gerissen hat ist Fakt, es war z.T. beschämend, liegt aber nicht am damals starken FCB. Besser werden ist das Ziel, nicht schlechter!
    • Booker 23.06.2019 08:10
      Highlight Highlight Champions League und Co. kann man ja eh nicht mehr schauen, sowas kommt ja nur noch im Pay-TV. Also klingt das gut - sich beschränken auf die CH, die Mannschaft und das Budget anpassen und es wird für alle wieder attraktiver uns spannender.
    • Ketchum 23.06.2019 21:52
      Highlight Highlight IFK Göteborg hat mal den Uefa-Cup gewonnen. Mit Trainer Sven-Göran Eriksson. Ich glaub, das war Mitte 1980-er
  • Grohenloh 22.06.2019 18:53
    Highlight Highlight Judihuj 💛🖤
  • redeye70 22.06.2019 18:12
    Highlight Highlight Verwundert doch eigentlich nicht. Dasselbe geschieht beim FCZ und GC. Der CH-Fussball hat einfach keinen Wert, ist bestenfalls europäisches Mittelmass. Die Nati bringt auch keine Exploits. Ich fand unseren Clubfussball schon immer schlecht. Hat sich nichts verändert.
    • fritzfisch 22.06.2019 19:00
      Highlight Highlight Da muss sich auch niemand wundern wenn man vergleicht wieviel (und vorallem wie) geld generiert wird. Manches spitzenteam ist hoch defizitär und kann sich derartige investitionen nur aufgrund von schwerreichen besitzern leisten welche zig millionon in ihr spielzeug investieren. Was die schweizer nati betrifft: was denken sie denn müsste ein land mit der grösse und den möglichkeiten der schweiz erreichen? Es gibt eine einzige ausnahme diesbezüglich, nähmlich belgien (und auch die haben nichts gewonnen).
    • Youri 22.06.2019 22:48
      Highlight Highlight ...und kroatien
    • Sweetwater 22.06.2019 23:29
      Highlight Highlight Vergessen Sie nicht Kroatien. Viel kleiner als die Schweiz und die Möglichkeiten sind deutlich bescheidener...
    Weitere Antworten anzeigen
  • demian 22.06.2019 17:21
    Highlight Highlight Streller hat einen grossen Teil zum Abstieg des FCB und zum Wertverlust des Kaders beigetragen. Wertvolle Spieler wie Akanji oder Steffen wurden durch Spieler deren Karrieren zu Ende gehen ersetzt. (vermutlich zu horrendem Lohn) Statt auf Spieler mit Entwicklungspotential zu setzen, wollte man den Erfolg mit Spielern die ihren Zenit längst überschritten haben kaufen. Aber wer Transferwerte generieren will, muss den talentierten Spielern auch Spielzeit geben und ihnen nicht teure Altstars vor die Nase setzen.
  • Toni.Stark 22.06.2019 17:16
    Highlight Highlight Das ist jetzt gar pessimistisch. Wir reden hier vom FCB 💙❤️
    • Knety 22.06.2019 21:46
      Highlight Highlight Frag mal jemanden aus Niederhasli wie es so läuft.
  • bokl 22.06.2019 17:00
    Highlight Highlight Heitz/Heusler haben schon gewusst, warum sie sich zurückzogen. Die Zitrone war ausgepresst und die UEFA tut alles, damit Vereine aus "kleinen" Ligen nicht die Grossen ärgern.

    Es galt einfach zwei Dumme für die Nachfolge zu finden und Streller/Burgener haben angebissen.

    Freue mich auf die Spiele gegen GC und den FCB auf der Schützenwiese...
  • Texup 22.06.2019 16:50
    Highlight Highlight Genau diese Problematik ist das erklärte Ziel des Konzepts welches Burgener verfolgt. Heusler hinterliess ein Monster welches sich selber aufzufressen droht und nun saniert werden muss bevor der Ernstfall eintritt. Wären unter Heusler mal keine Transfer- und Euroligamillionen generiert worden, wäre die finanzielle Lage um einiges dramatischer Ausgefallen.
    Im Artikel fehlt jeglicher vernünftige Bezug zu den Massnahmen welche umgesetzt werden, reine Schwarzmalerei.
  • fczzsc 22.06.2019 16:45
    Highlight Highlight Streller war das Problem! Das Problem ist behoben. Basel wird (leider) wieder Meister! Write it down!
    • thedario1111 22.06.2019 17:15
      Highlight Highlight Wann denn? 21xx?
  • atorator 22.06.2019 16:33
    Highlight Highlight Burgener macht beim FCB das, was Lehmann mit Kloten machte, mit bekanntem Ergebnis.

    Er führt einen ehemals sehr erfolgreichen Club in den sportlichen Ruin, weil er einfach keine Ahnung hat von Fussball. Seine Sparrunden sind nur Symptombekämpfung.
    • LebeauFortier 22.06.2019 18:09
      Highlight Highlight Wenn ich genug Geld hätte, hätte ich Kloten und den FCB gerne selber dorthin geführt, wo sie jetzt sind.
      Und ich ich ginge meinen Weg weiter, immer weiter...
  • Walter Sahli 22.06.2019 16:32
    Highlight Highlight Wie geht's eigentlich Gigi Oeri bei der ganzen Geschichte so?
    Ich kann mir vorstellen, dass sie sich grün und blau ärgert.
    • fritzfisch 22.06.2019 19:27
      Highlight Highlight Eher rot und blau 😂
  • Hans Hofmann 22.06.2019 16:04
    Highlight Highlight Das ist wenn Dilletanten die grossen Maker markieren. Der FCZ ist auch in die Bedeutungslosigkeit abgestürzt von GCZ wollen wir gar nicht reden. Viel Geld und kein Sachverstand. PSG in Frankreichist das Paradebeispiel.
  • Pasch 22.06.2019 15:45
    Highlight Highlight Dem Verfasser beide 👍👍 hoch. Treffer und versenkt!
  • salamandre 22.06.2019 15:13
    Highlight Highlight Sitzt und schmerzt!
  • giandalf the grey 22.06.2019 15:08
    Highlight Highlight Ein Fussballklub ist wie ein Fusionsreaktor. Eine Kernfusions-Reaktion zu starten ist schwierig, weil alles stimmen muss. Aber läuft sie mal braucht man nur Fusionsmaterial nachzulegen und das System konstant zu halten. Burgener veränderte das System, was die Reaktion bremste und will die Defizite die er im Output hat durch einen schlankeren Input ausgleichen. Dadurch lässt er die Reaktion langsam sterben. Wie blind muss man sein, dass man nicht sieht, dass nicht die Ausgaben sondern das System das Problem ist?
  • Jol Bear 22.06.2019 14:58
    Highlight Highlight Der FC Basel warjajrelamg so erfolgreich, weil er in dieser Zeit eine Anzahl ausserordentlicher Spieler hatte, damit internationalen Erfolg und regelmässig hohe Transfereinnahmen UND: weil die Konkurrenz in der Schweiz vieles falsch machte. Den Anspruch zu stellen, dass das stets so weitergeht, ist im CH-Fussball eine Illusion. Irgendwann gibts ernsthafte Konkurrenzen, jetzt YB, junge Top-Spieler ausbilden und teuer verkaufen, ist auch nicht am Reissbrett planbar, die UEFA-Regeln für die CL werden für CH-Clubs ungünstiger, also: Ansprüche der Realität anpassen, Illusionen beiseite legen.
  • Blickwinkel 22.06.2019 14:51
    Highlight Highlight Ist jetzt etwas spitzfindig. Aber der Satz, Burgener müsse keine Angst haben um Koller, dann Juventus und dann deutschsprachiger Raum... da passt was nicht ganz zusammen. Glaube da unten reden Sie italienisch.
  • Linus Luchs 22.06.2019 14:48
    Highlight Highlight Die Erfolgsjahre des FCB bis 2017 waren meiner Meinung nach vor allem möglich dank eines genialen Zusammenspiels zwischen Sportdirektor und Chefscout sowie einer sehr guten Arbeit im Nachwuchsbereich. So fanden immer wieder junge Talente den Weg zum FCB, aus dem Ausland (Salah, Dragovic...) oder aus dem Nachwuchs (Shaqiri, Embolo...), die zuerst dazu beitrugen, dass auf europäischer Bühne Einnahmen generiert werden, und später mit schönem Gewinn transferiert werden konnten. Die neue Führung um Burgener und Streller hat dieses System durch Überheblichkeit und Inkompetenz zerstört.
    • Der_Andere 22.06.2019 16:56
      Highlight Highlight Was aber eine sehr einseitige Betrachtungsweise ist.

      Heusler und Heitz haben diesen Substanzverlust genau so kommen sehen und sich entschieden genau in diesem Moment zu gehen.
      Der Verlust wäre unter ihnen möglicherweise kleiner gewesen. Aber er wäre so oder so gekommen. Der FCB hat lange erfolgreich über seinen eigenen Verhältnissen gewirtschaftet. Dass die Realität irgendeinmal jeden einholt, war aber absehbar.

      Dass diese beiden Herren die Zeiten des Abstiegs nicht erleben wollten, ist verständlich. Man kann es ihnen in meinen Augen aber zu gleichen Teilen ankreiden wie Burgeners Team.
    • Amboss 22.06.2019 20:55
      Highlight Highlight @Linus: Das sehe ich anders. Klar hat der FCB unter Heusler gut gearbeitet, aber Hauptursache der erfolgreichen Jahre des FCB war etwas anders: Die sichere CL- Teilnahme. Neben garantierten Einnahmen konnte man dadurch auch immer Spieler engagieren und halten, die eigentlich zu gut sind für die Schweiz.
      Oder meinst du, Salah hätte auch zu Basel gewechselt, wenn nicht sicher gewesen wäre, dass er sich da auf der grossen CL -Bühne zeigen kann?

      DAS war das System Heusler. Die UEFA hat es mit der CL-Reform gestoppt. Und dass Heusler den FCB nicht in die "Nach-CL Zeit" geführt hat, ist schwach
    • Linus Luchs 22.06.2019 22:19
      Highlight Highlight @Amboss: Ja, die UEFA hat den Weg in die CL erschwert. Erklärt das, weshalb letzte Saison YB in der CL spielte, und der FCB an Limassol scheiterte? Für YB gelten die gleichen Regeln, nicht? Wenn der Sportchef Akanji mit Lacroix ersetzt oder 5 Mio. für Oberlin ausgibt (und der Präsident Oberlin mit Salah vergleicht), dann hat das nichts mit dem UEFA-Reglement zu tun, sondern mit Inkompetenz.

      Heusler-Rücktritt: Die Fans waren in den letzten Jahren bis 2017 wegen des mangelnden Unterhaltungswerts im FCB-Spiel unzufrieden. Da sagte sich der Vorstand: Gut, das war's für uns. Kann ich verstehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dho 22.06.2019 14:37
    Highlight Highlight Sportlich war das Geschäftsjahr 2018 debakulös.

    DEBAKULÖS. Grossartige Wortschöpfung. Fasnachtsreif.
  • Asmodeus 22.06.2019 14:26
    Highlight Highlight Burgi hatte die geniale Idee einen Fussballclub wie eine Firma führen zu wollen.

    Und wenn ich mir den aktuellen Arbeitsmarkt und den Umgang mit Arbeitnehmern so ansehe, hat er sein Ziel erreicht.
    • Dominik Treier 22.06.2019 18:22
      Highlight Highlight Ja... Also hauptsache Egoismus und Rendite um jeden Preis, wie man die Mitarbeiter behandelt ist egal, wie es ihnen geht auch und wenn man mal einen Fehler macht, als derjenige mit dem höchsten Gehalt, dürfen es trotzdem die untersten Mitarbeiter ausbaden. Wenn es natürlich gut läuft, war man das aber ganz alleine und steckt alles selbst in die Tasche... Ein Unternehmen so zu führen funktioniert leider viel zu gut, weil viele Mitarbeiter keine Alternative haben... Mit Fussballern, die durch Verträge und Leistubgen aber auch Macht haben, sieht er mal wie es den Machtlosen unten sonst geht...
  • Toerpe Zwerg 22.06.2019 14:20
    Highlight Highlight Der FCB war nichts Anderes als eine 13 Jahre währende Blase im CH Fussball?

    So sehr ich diesem Club spinnefeind bin (die Stadt Basel aber liebe), das hoffe ich nicht. Wir brauchen den FCB in der Schweiz. Eine solche internationale Ausstrahlung hatte noch nie ein CH Club ...
    • JimKnopf666 22.06.2019 15:20
      Highlight Highlight Hör auf zu übertreiben. Ob nun abgestiegen oder nicht, die wahre Institution ist und bleibt GC. Die Spiele waren R I E S I G! Nur ist diese Zeit schon lange passée.Basel eifert uns schon lange nach, jetzt eben auch im Fall...
    • elco 22.06.2019 15:34
      Highlight Highlight O doch: der Grasshopper Club Zürich
    • Livia Peperoncini 22.06.2019 23:59
      Highlight Highlight Ausser der FCZ..... 2x im Meistercup Halbfinal gegenen Real und Liverpool, oder sogar GC 1x im Uefa Cup Halbfinale.
  • DerTaran 22.06.2019 14:12
    Highlight Highlight War leider schon von weitem abzusehen.

    Ich war schon Fan, als wir im alten Joggeli gegen den Abstieg gespielt haben und ich bleibe es auch, wenn es dann mal wieder soweit ist.

    Aber trotzdem schade, weil es war ja leider abzusehen.

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