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Johan Manzambi: Nach dem EL-Final folgt die WM – und ein Transfer?

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Johan Manzambi wird von Nati-Trainer Murat Yakin als Geheimwaffe für die WM 2026 angeschaut.Bild: keystone

«Der nächste Schweizer Superstar» – Manzambi spielt sich auf die Wunschzettel der Topklubs

Johan Manzambi begeistert mit seinem Talent und seiner Gelassenheit auf dem Platz. In Freiburg konnte er sich steil bis zum Leistungsträger hocharbeiten, mittlerweile ist er kaum mehr wegzudenken. In der Nationalmannschaft kämpft er noch um seinen Platz, wird jedoch bereits als Geheimwaffe vom Nati-Coach für die WM 2026 eingeplant.
08.05.2026, 17:0308.05.2026, 17:03
Claudia Carvalho

Der 20-jährige Johan Manzambi feiert mit seinem Team einen der grössten Klub-Erfolge aller Zeiten. Wieder einmal zeigt der Nati-Youngster sein Talent und warum er zu den spannendsten Schweizer Fussballern zählt.

Der Junge aus Genf

Noch vor zwei Jahren war Johan Manzambi ausserhalb der Nachwuchsszene kaum ein Begriff. Der Genfer durchlief zunächst die Juniorenabteilung von Servette, bevor er 2023 in die Jugendabteilung des SC Freiburg wechselte. Dort dauerte es nicht lange, bis sein Potenzial entdeckt wurde.

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Johan Manzambi feiert sein erstes Tor für die Schweizer Nationalmannschaft.Bild: www.imago-images.de

In der U18-Nationalmannschaft sowie in der U19-Nationalmannschaft debütierte der damals 17-Jährige im Jahr 2023. Kurz darauf stand er erstmals im Team der U20 auf dem Platz und nicht einmal ein Jahr später durfte er bereits im Juni 2025 in der A-Nationalmannschaft ran. Bei seinem zweiten Spiel mit der A-Mannschaft feierte er nicht nur sein Startelf-Debüt, sondern erzielte auch gleich sein erstes Tor für die Nati gegen die USA.

Vom Nachwuchsspieler zum Leistungsträger

Der Aufstieg verlief rasant. Nach starken Leistungen in den Nachwuchsteams erhielt Manzambi im Juli 2024 seinen ersten Vertrag bis 2030 für die erste Mannschaft des SC Freiburg. Inzwischen wird sein Marktwert bereits auf rund 35 Millionen Euro geschätzt. Zum Vergleich: Freiburgs bisher teuerster Verkauf lag bei 25 Millionen Euro für den Transfer von Kevin Schade nach Brentford.

Manzambi erkennt selbst, dass Karrieren im Spitzenfussball oft vom richtigen Zeitpunkt abhängen. Seine grosse Chance bei Freiburg erhielt er, weil sein Teamkollege Yuito Suzuki verletzt ausfiel. Für ihn war das sein Moment, um sich zu beweisen.

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Johan Manzambi zusammen mit Teamkollege Yuito Suzuki.Bild: keystone

Der 20-Jährige wurde in den vergangenen Wochen bereits hochgelobt und schon vor dem Halbfinal-Rückspiel als Starspieler angesehen. Eine der grössten deutschen Fussballlegenden, Bastian Schweinsteiger, schwärmte über den Youngster: «Manzambi ist ein Allrounder. Er kann viel laufen, er ist technisch sehr gut, er kann dribbeln, er kann Tore schiessen.», so Schweinsteiger.

Freiburgs Coach Julian Schuster fand anfangs der Saison auf einer Pressekonferenz lobende Worte für den Youngster: «Einen wie Johan hast du im Training lieber in deiner Mannschaft als beim Gegner, weil er sehr viel investiert und von Woche zu Woche versucht, sich zu verbessern», so Schuster. Der Schweizer könne sich wirklich gut in den Zweikämpfen durchsetzen und sich offensiv behaupten.

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Bild: Sofascore

Obwohl er offensiv flexibel eingesetzt wird, sieht sich Manzambi am stärksten im Zentrum des Mittelfelds, wo er das Spiel gestalten und seine Kreativität am besten entfalten kann. Gleichzeitig sieht er seine Schwachpunkte: «Ich muss mich noch in vielen Dingen verbessern», äussert sich der 20-Jährige kürzlich selbstkritisch. Besonders an seinem linken Fuss wolle er weiter arbeiten.

Der junge Offensivspieler überrascht sogar Nationaltrainer Murat Yakin: «Mich erstaunt, dass er bei Freiburg auf einer solch verantwortungsvollen Position im Zentrum spielt», sagt er gegenüber Blue Sport. Für ihn ist er ein typischer Zehner: «Mir fällt im Training auf, dass er gerne den Ball hat und einen grossen Tordrang hat», äussert sich der Nati-Coach.

Spätestens mit seinem traumhaften Treffer im Europa-League-Halbfinal gegen SC Braga wurde aus dem Talent ein Spieler, den man im Blick haben muss.

Schweizer Geheimwaffe

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada wird das Schweizer Talent als Schweizer Hoffnungsträger beworben. An den Vorbereitungsspielen brillierte er bisher mit seinem Talent und könnte gemäss Blue-Experte Blerim Dzemaili gar nicht mehr wegzudenken sein. «Kann Murat Yakin ihn nicht spielen lassen?», fragt er. «Vor ein paar Monaten hätte ich gesagt, es ist super, so einen auf der Bank zu haben und als ersten Joker bringen zu können. Aber mittlerweile weiss ich nicht, ob du so einen wirklich auf der Bank lassen kannst», äussert sich die FCZ-Legende weiter.

«Manzambi wird der nächste Schweizer Superstar.»
FCB-Legende Fabian Frei

Auch wenn für Nati-Trainer Yakin die Position im Zentrum sehr konkurrenziert ist, sieht er den jungen Spieler stark auf den Aussenpositionen. Wie auch immer der Youngster eingesetzt wird, laut Fabian Frei wird für den Youngster eine glänzende Zukunft erwartet: «Manzambi wird der nächste Schweizer Superstar», so Frei.

Rekordtransfer im Blick?

Johan Manzambis Leistungen sorgen längst nicht mehr nur in Freiburg und in der Bundesliga für Aufsehen. Der Marktwert des Genfers wird inzwischen auf 35 Millionen geschätzt. Der Schweizer Nationalspieler wird bereits mit internationalen Top-Klubs in Verbindung gebracht.

Gemäss der Website transfermarkt.ch sind bereits mehrere Klubs an Manzambi interessiert. Es werden Giganten genannt wie Real Madrid, Manchester United, Bayer Leverkusen und Galatasaray. Besonders nach seinem Auftritt im Europa-League-Halbfinal häufen sich die Kommentare und Wechselgerüchte rund um den Offensivspieler in den sozialen Medien.

Basel-Legende Michael Lang träumt schon von einem Wechsel: «Ich sehe ihn irgendwo bei Juve oder bei Inter – oder vielleicht der deutsche Weg bei Dortmund oder bei den Bayern.» Auch Bastian Schweinsteiger kommentierte: «Ich weiss nicht, ob er im nächsten Jahr oder in zwei Jahren noch beim SC Freiburg spielt oder sogar eine Etage höher.»

Vor zwei Jahren spielte Manzambi noch in der Nachwuchsmannschaft des SC Freiburg. Heute gilt er als eines der spannendsten Schweizer Talente Europas. Möglicherweise wird er auch schon bald als künftiger Rekordtransfer der Freiburger Vereinsgeschichte dastehen.

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