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Challenge League

GC rettet sich in der Barrage gegen Aarau – die Stimmen zum Krimi

Amir Abrashi (GC) jubelt nach dem Sieg im Super League/Challenge League Barrage Rueckspiel zwischen dem Grasshopper Club Zuerich (GC) und dem FC Aarau (FCA) am Donnerstag, 21. Mai 2026 im Stadion Letz ...
Bei Abrashi ist die Erleichterung nach dem Sieg in der Barrage riesig.Bild: keystone

Freud und Leid nach der Barrage: «Mir war wegen der Emotionen schwarz vor Augen»

Es sind zwei Welten, die sich nach dem Schlusspfiff des Barrage-Rückspiel im Zürcher Letzigrund auftun. Während GC über den Ligaerhalt jubelt, weint Aarau über den abermals verpassten Aufstieg.
22.05.2026, 10:1022.05.2026, 10:10
melinda hochegger / keystone-sda

Am Ende liegen sie auf dem Boden – GC-Trainer Peter Zeidler und Captain Amir Abrashi. Der Ligaerhalt ist um kurz vor elf Uhr abends dank einem in der Verlängerung sichergestellten Sieg (2:1) geschafft. Die Barrage ist zum dritten Mal in Folge überstanden und die Last, die in diesem Moment von den beiden, von allen GC-Akteuren abfällt, sichtlich gross.

«Gott meinte es gut mit uns»

Wenig später tritt Abrashi vor die Medien. Mit einer geplatzten und bereits genähten Lippe sagt er: «Der Trainer hat heute super entschieden. Ich muss ihm die Hand geben, er hat eigentlich das Spiel entschieden.» Dass die entscheidende Szene ein umstrittener Penalty war, davon lässt sich Abrashi seine Freude nicht trüben. Die Situation einschätzen könne er nicht. «Ich habe gar nichts gesehen. Mir war wegen den Emotionen sowieso schwarz vor Augen. Der liebe Gott meinte es gut mit uns.»

«Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr etwas zurückgeben können.»
Samuel Krasniqi, GC

«Zum Glück, Gott sei Dank, hat die Partie so geendet» sagt auch Samuel Krasniqi über den Ausgang des Spiels. Der Mittelfeldspieler der Grasshoppers betont, wie gross die Last sei, die nun von ihm abfalle. Die über 18'000 Fans hätten sie zusätzlich angetrieben. «Sie hatten es auch nicht einfach, zum dritten Mal in der Barrage. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr etwas zurückgeben können.»

Schon wieder kein Aufstieg

Anders ist die Gefühlslage bei Aarau. Wie Abrashi und Zeidler sackten auch die Gäste im Letzigrund zu Boden. Emotionen übermannten die Spieler, die während 120 Minuten gekämpft hatten. Der Klub, der seit elf Jahren versucht aufzusteigen, ist erneut auf den letzten Metern gescheitert.

Es ist eine Niederlage, mit der die Mannschaft wohl noch lange hadern wird. Weil die 80 Punkte, welche Aarau in der Saison sammelte, in den vergangenen 20 Jahren nur zweimal nicht zum direkten Aufstieg gereicht hätten. Und, weil die Barrage so knapp endete, wie es noch vor einem Jahr, als Aarau in der Barrage ebenfalls auf GC traf und nach dem Rückspiel bereits 0:4 hinten lag, wohl niemand erwartet hätte.

«Man kann den Spielern keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben.»
Elsad Zverotic, Aarau-Sportchef

Entsprechend sind Trainer Brunello Iacopetta und Sportchef Elsad Zverotic bemüht, das Positive des Abends herauszustreichen. «Es ist extrem bitter. Wir haben das Ziel verfehlt, das tut sehr weh. Gleichzeitig bin ich aber auch extrem stolz auf diese Mannschaft», so der FCA-Trainer. Zverotic ergänzt: «Man kann den Spielern keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben.»

Trainer-Frage soll nicht gestellt werden

Ob Iacopetta einfach nicht der Richtige für den Aufstieg ist? «Das sind wieder schöne Fragen», so der Trainer. In erster Linie müsse man stolz sein, eine solche Saison mit Aarau gespielt zu haben. «Man hat einen riesigen Unterschied gesehen im Vergleich zur letztjährigen Barrage. Das zeigt unseren Charakter, unsere Lernfähigkeit.» Es lasse sich extrem viel darauf aufbauen.

Zverotic sprach dem Trainer, der den FCA seit 2024 coacht, derweil das Vertrauen aus. «Er macht einen überragenden Job. Er ist der Trainer, der zu uns passt und mit dem wir in die Zukunft gehen», so der Sportchef, der einst selbst für Aarau auflief. (abu/sda)

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quelle: keystone / alessandro della valle
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GC schlägt Aarau und bleibt in der Super League: «Wir waren mit einem Bein schon unten»
Dramatischer hätte die Barrage kaum sein können. In der Verlängerung setzt sich Superligist GC schliesslich doch noch 2:1 gegen Aarau durch und schafft den Ligaerhalt. Der FCA bleibt derweil auch nach elf Jahren in der Challenge League.
In der Verlängerung sollte den Grasshoppers dieser eine Treffer dann doch noch gelingen. Nach über 100 Minuten der Überlegenheit war es El Bachir Ngom der Trainer Peter Zeidler und einen Grossteil der 18'763 Zuschauerinnen und Zuschauer im Letzigrund erlöste. Vom Penaltypunkt aus sorgte er für das 2:1.
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