Sport
Challenge League

Super-League-Barrage: GC schlägt Aarau und bleibt oberklassig

El Bachir Ngom (GC) jubelt nach seinem Tor zum 2:1 beim Super League/Challenge League Barrage Rueckspiel zwischen dem Grasshopper Club Zuerich (GC) und dem FC Aarau (FCA) am Donnerstag, 21. Mai 2026 i ...
El Bachir Ngom wird in der Barrage zum GC-Helden.Bild: keystone

GC schlägt Aarau und bleibt in der Super League: «Wir waren mit einem Bein schon unten»

Dramatischer hätte die Barrage kaum sein können. In der Verlängerung setzt sich Superligist GC schliesslich doch noch 2:1 gegen Aarau durch und schafft den Ligaerhalt. Der FCA bleibt derweil auch nach elf Jahren in der Challenge League.
21.05.2026, 19:0021.05.2026, 23:32
melinda hochegger / keystone-sda

In der Verlängerung sollte den Grasshoppers dieser eine Treffer dann doch noch gelingen. Nach über 100 Minuten der Überlegenheit war es El Bachir Ngom der Trainer Peter Zeidler und einen Grossteil der 18'763 Zuschauerinnen und Zuschauer im Letzigrund erlöste. Vom Penaltypunkt aus sorgte er für das 2:1.

Vorangegangen war dem Penalty eine Aktion von Nassim Zoukit – der Aarauer stellte Imourane Hassane im Strafraum das Bein und sorgte für die dramatische Entscheidung in einem ohnehin dramatischen Spiel.

«Der Lippe geht es nicht gut, aber das hat sich gelohnt. Wir waren mit dem Rücken zur Wand. Es war völlig dumm von Lee, diese rote Karte zu holen, richtig dumm. Das hat uns fast gekillt, wir waren mit einem Bein schon fast unten. Aber diese Mannschaft gibt nicht auf, die Mentalität ist unglaublich. Ich habe keine Worte. Die Last der letzten Wochen war riesig. Ich bin einfach nur glücklich, dass wir es geschafft haben.»
Amir Abrashi, GC-Captain

Zwei Platzverweise kurz vor Schluss

Zuvor hatten zwei Spieler das Feld wegen Roter Karten verlassen müssen. Zum Ende der regulären Spielzeit war es GC-Spieler Young-Jun lee, der wegen einer Tätlichkeit gegen Aaraus Leon Frokaj frühzeitig in die Kabine musste.

Die kurz anhaltende Überlegenheit gegenüber den Gastgebern konnte der FCA nicht ausnützen. Kurz auch deswegen, weil in der Verlängerung dann Aaraus Linus Obexer vom Platz musste, nachdem er im Versuch, den Ball zu spielen das Gesicht von GC-Captain Amir Abrashi getroffen hatte.

Die 90 Minuten der regulären Spielzeit hatten derweil so geendet, wie bereits das Hinspiel. Mit einem Unentschieden. Mit dem einzigen Unterschied, dass anders als noch am Montag auf beiden Seiten je ein Tor fiel und dieses Mal nicht Aarau, sondern GC die Torchancen vergab.

Aarau steigt erneut nicht auf

Die Szenen nach dem Schlusspfiff glichen dann jenen von vor knapp einer Woche. Wie beim Remis gegen Yverdon-Sport, als der direkte Aufstieg verspielt war, sackten die Aarauer Spieler zu Boden. Nur, dass es dieses Mal definitiv war: Aarau steigt erneut nicht in die Super League auf, sondern scheitert wie im Vorjahr an den Grasshoppers. Elf Jahre nach dem Abstieg bestreitet die Mannschaft von Trainer Brunello Iacopetta also auch eine zwölfte Saison in der Challenge League.

Die unterlegenen Aarauer vor den Fans beim Super League/Challenge League Barrage Rueckspiel zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Aarau, am Donnerstag, 21. Mai 2026 in im Stadion Letzigrund ...
Den Aarauern bleibt erneut nur die Enttäuschung.Bild: keystone
«Es ist gerade schwierig, Worte zu finden. Wir hatten zu Beginn Mühe, dann haben wir nach ihrem Platzverweis die besseren Chancen. Dann kassieren wir Rot, da weiss ich nicht, was sie entscheiden. Für mich ist das eine normale Aktion.»
Marco Thaler, Aarau-Captain.

Die Grasshoppers sicherten sich unter Neo-Trainer Peter Zeidler hingegen zum dritten Mal in Folge den Klassenerhalt in der Barrage. Zur Vereinsgeschichte kommt in diesem Jahr also kein dritter Abstieg hinzu. Und: Es ist ein Resultat, das der Statistik entspricht. In den bisher 17 gespielten Barragen gewinnt zum zwölften Mal das Super-League-Team.

Amir Abrashi (GC), blutet im Gesicht nach einem Zweikampf mit Linus Obexer (FCA) beim Super League/Challenge League Barrage Rueckspiel zwischen dem Grasshopper Club Zuerich (GC) und dem FC Aarau (FCA) ...
Abrashi blutet für GC.Bild: keystone

Grasshoppers - Aarau 2:1 (1:1, 1:1) n.V.
18'763 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 30. Zvonarek (Lee Young-Jun) 1:0. 44. Filet (Fazliu) 1:1. 110. Ngom (Penalty) 2:1.
Grasshoppers: Hammel; Marques (97. Arigoni), Ngom, Köhler, Rissi (46. Ullmann); Meyer; Krasniqi (117. Diarrassouba), Zvonarek (97. Hassane), Jensen (68. Abrashi); Lee Young-Jun, Frey (68. Tsimba).
Aarau: Hübel; Müller, Acquah, Thaler (111. Vladi); Dickenmann (111. Derbaci), Zoukit, Jäckle (46. Frokaj), Obexer; Fazliu (105. Guzzo); Afriyie (65. Koide), Filet (82. Bobadilla).
Bemerkungen: 88. Rote Karte gegen Lee Young-Jun (Tätlichkeit). 105. Rote Karte gegen Obexer (grobes Foul). Verwarnungen: 54. Zvonarek, 78. Marques, 85. Bobadilla, 88. Frokaj, 91. Thaler, 118. Ngom. (abu/sda)

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quelle: keystone / alessandro della valle
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Die beliebtesten Kommentare
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Vegelbud
21.05.2026 22:40registriert Juli 2025
Egal wie das Spiel ausgeht, das Grösste Wunder sind die über 18000 Zuschauer.
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c_meier
21.05.2026 22:17registriert März 2015
Rote Karte für GC und Verlängerung... also wenn es Aarau jetzt nicht packt, müssen sie sich wirklich nicht beklagen...
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Dan H.
21.05.2026 22:17registriert April 2025
Wolfsburg gegen Paderborn kommt im Free TV aber GC gegen Aarau nicht....
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