Schlechtester Feldspieler der Partie: So schwach war die Leistung von Cristiano Ronaldo
Cristiano Ronaldo stand am Mittwoch gegen die Demokratische Republik Kongo beim ersten Vorrundenspiel der Portugiesen bei dieser Weltmeisterschaft in der Startelf. Mit 41 Jahren und 132 Tagen ist CR7 nun der älteste Feldspieler, welcher bei einer WM-Partie von Anfang an auf dem Platz stand. Dies war aber das einzige «Highlight» für Ronaldo.
Beim enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen die DR Kongo zeigte der fünffache Weltfussballer des Jahres eine schwache, schon fast unsichtbare Leistung. Erst im Verlauf der zweiten Halbzeit kam Ronaldo zu zwei Chancen, schoss den Ball aber zweimal aus aussichtsreichen Positionen klar am Tor vorbei. Insgesamt kam Ronaldo zu drei Abschlüssen, aber keiner ging auf das Tor. Besonders für einen Stürmer ist dies eine enttäuschende Bilanz. Sogar Portugal-Schlussmann Diogo Costa hatte zwölf Ballkontakte mehr als Ronaldo, welcher nach über 90 Minuten nur deren 25 hatte.
Von Sofascore, das seine Noten auf der Grundlage statistischer Werte vergibt, erhielt Ronaldo nur eine 6,1-Bewertung. Kein anderer Feldspieler erhielt eine schlechtere Note. Einzig Kongo-Torhüter Lionel Mpasi Nzau musste sich mit einer noch schlechteren Bewertung zufriedengeben.
Immer wieder wird darüber diskutiert, wie gut Ronaldo, der in der vergangenen Spielzeit bei Al-Nassr 28 Treffer in der Meisterschaft erzielte, wirklich noch ist. Der erste Auftritt wirft nicht weniger Zweifel auf und es wirkte teils so, als würde der 41-Jährige die Offensive der Portugiesen eher belasten als unterstützen.
Fragwürdig war auch der Abgang von Ronaldo. Ziemlich rasch nach dem Abpfiff ging der portugiesische Kapitän alleine in die Garderobe, während seine Mitspieler noch auf dem Platz standen. Falls Ronaldo gegen die DR Kongo mal auffiel, dann, wenn er mit Schiedsrichter Abdulrahman Al-Jassim diskutierte.
Seit acht WM-Partien wartet CR7 bereits auf einen Treffer aus dem Spiel heraus. Vor vier Jahren traf er zwar im ersten Spiel gegen Ghana, allerdings vom Elfmeterpunkt aus. Die nächste Chance bietet sich am kommenden Dienstag gegen Usbekistan. Viel besser läuft es derweil für Ronaldos ewigen Rivalen Lionel Messi. Der Argentinier erzielte am Dienstag gegen Algerien einen Hattrick und ist mit nun 16 Treffern an Weltmeisterschaften Rekordtorschütze – zusammen mit Miroslav Klose. Ronaldo absolvierte bisher 23 WM-Spiele und schoss dabei acht Treffer.
