Lukas Podolski beendet seine Karriere
Der Höhepunkt der 2003 begonnenen Profi-Laufbahn von Podolski war der WM-Titel 2014, auch wenn er damals in Brasilien nur wenig zum Einsatz kam. Bei anderer Gelegenheit war der in Polen geborene Angreifer für Deutschland prägender, etwa bei der Heim-WM 2006. Zusammen mit Bastian Schweinsteiger stand er ganz speziell für den fussballerischen Neustart der Nationalmannschaft unter Jürgen Klinsmann und Joachim Löw. «Poldi» und «Schweini» standen für Frische und Elan.
Mit seinen 130 Länderspielen belegt Podolski in der Rangliste der deutschen Nationalspieler den 4. Platz hinter Lothar Matthäus (150), Miroslav Klose (137) und Thomas Müller (131). Die 49 Treffer sind der drittbeste Wert in der Geschichte des deutschen Fussballs, nur Klose (71) und Gerd Müller (68) haben öfters getroffen.
Auf Klubebene schaffte es Podolski beim 1. FC Köln durch seine Tore und seine Treue zu Kultstatus. Die Titel holte er aber anderswo. Mit Bayern München gewann er 2008 das Double, mit Arsenal in England, Galatasaray Istanbul in der Türkei, Vissel Kobe in Japan und Gornik Zabrze in Polen wurde er jeweils Cupsieger.
Für Gornik Zabrze steht Podolski am Samstag zum Abschluss der Saison gegen Radomiak Radom ein letztes Mal im Einsatz. Der Klub, für den er in den letzten fünf Jahren gespielt hat, wird bald ihm gehören. Der Stadtrat von Zabrze bewilligte am Donnerstag den Verkauf von 86 Prozent der Anteile an den deutschen Ex-Nationalspieler. (sda)
