Suzuka 8-Stunden-Rennen
Prestige-Aufrag für Dominique Aegerter.
Suzuki hat ihn für das 8-Stunden-Rennen von
Suzuka engagiert.
05.06.2014, 23:3306.06.2014, 13:31
Das 8-Stunden-Rennen von Suzuka ist
für die japanischen Werke eine Sache der
Ehre. Auf den Tribünen sitzen jeweils die
Firmengeneräle der grossen japanischen
Hersteller. Ein Sieg zählt so viel wie ein
Triumph bei einem MotoGP-Rennen.
Die Nomination der Piloten für dieses Rennen
ist für Suzuki nicht ganz einfach: Die meisten
MotoGP-Stars fallen aus, weil sie bei der
Konkurrenz (Honda, Yamaha, Ducati) unter
Vertrag stehen. So sind die Suzuki-Generäle
auf Dominique Aegerter gekommen. Dem
Schweizer trauen sie zu, in diesem ultimativen
Töff-Belastungstest eine Heldenrolle zu
spielen.

Aegerter steht vor einer grossen Aufgabe.
Bild: David Goldman/freshfocus
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Dominique Aegerter wird im zweiten Suzuki-Team das Rennen zusammen mit Yukio
Kagayama und Noriyuki Haga bestreiten.
Der Schritt zum Sprung in die grösste Klasse?
Bei den Langstrecken-Rennen werden
Superbikes eingesetzt. Die Maschinen sind
gleich motorisiert (1000 ccm, Viertakter) wie
die MotoGP-Boliden, sind aber seriennahe.
Der ganze elektronische «Schnickschnack» der
MotoGP-Maschinen fehlt. Dominique Aegerter
wird Anfang Juli für zwei Testtage nach Japan
fliegen und dann am 27. Juli das Rennen
fahren. «Die Tests sind wichtig. Ich bin in
Suzuka noch nie gefahren.»

Aegerter auf seinem gewöhnlichen Arbeitsgerät.
Bild: Antonio Calanni/AP/KEYSTONE
Ein erfolgreicher Einsatz kann sehr wohl
ein erster Schritt Richtung MotoGP-Klasse
sein. Suzuki kehrt nächste Saison in die
Königsklasse zurück. Die Piloten sind noch
nicht engagiert. Dominique Aegerter 2015
als einer der Suzuki-Werksfahrer in der
MotoGP-Klasse? Das ist zumindest nicht
ganz auszuschliessen.
MotoGP-Test nach Barcelona?
Wenn alles nach Plan läuft, wird Dominique Aegerter im
Rahmen der Tests am Montag (16. Juni) nach dem GP
von Katalonien erstmals ein MotoGP-Bike ausprobieren.
Er hat die Zusagen, dass er mit der Maschine von Mike
DiMeglio ein paar Runden drehen darf. Allerdings ist
dieses Bike das mit Abstand miserabelste der ganzen
Königsklasse. Aber immerhin wird es interessant sein,
ob Dominique Aegerter auf Anhieb die Zeiten von
Mike DiMeglio erreicht. Der Franzose, 2008 125er-Weltmeister, bestreitet diese Saison erstmals die
MotoGP-Klasse und ist noch nie über den 17. Platz
hinausgekommen. Auch wegen des schwachbrüstigen
Kawasaki-Triebwerkes in der nicht konkurrenzfähigen
Maschine.
Seit dem letzten
Wochenende (GP von Italien in Mugello) wird
das Gerücht eines Aufstieges des Rohrbachers
in die Königsklasse heiss gehandelt. Allerdings
gilt es zu berücksichtigen, dass Dominique
Aegerters Teammanager Fred Corminboeuf
als Quelle dieses Gerüchtes gilt. Er ist ein
schlauer und umtriebiger Kommunikator und
weiss sehr wohl, dass solche Gerüchte seinen
Piloten adeln. Und es kann nie schaden, den
Markt zu testen.
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