Phantomtor in Fribourg: Hier ist klar zu sehen, dass der Puck durchs Netz flog
Es sind verrückte Szenen, die sich in der 45. Minute von Spiel 7 in Fribourg abspielen. Gottérons Kyle Rau bezwingt SCRJ-Goalie Melvin Nyffeler aus spitzem Winkel und sorgt damit für den vermeintlichen Ausgleich zum 3:3. Die Schiedsrichter gehen vom Eis, um den Treffer zu kontrollieren – flog die Scheibe womöglich durchs Netz? Der erste Entscheid lautet: Nein, das Tor zählt.
Die Gäste lassen aber nicht locker. Vor allem Nyffeler und Fabian Maier suchen nach einem Loch im Netz und machen die Schiedsrichter dann auch darauf aufmerksam. Also schreiten die Head-Schiedsrichter Michaël Tscherrig und Loïc Ruprecht noch einmal an den Video-Bildschirm. Dieses Mal bekommen sie andere Bilder zu sehen, die klar zeigen: Der Puck flog durchs Netz ins Tor, der Treffer ist also irregulär.
Dies ist im Anschluss auch bei MySports und TV24 zu sehen. Hier siehst du die Bilder:
Dass die Schiedsrichter ihre ursprüngliche Entscheidung nach einem erneuten Betrachten der Videobilder zurücknahmen und dann gegenteilig entschieden, beeindruckte den Experten Ueli Schwarz. «Ich möchte den Schiedsrichtern ein riesiges Kompliment machen. In diesem Hexenkessel hinzustehen und einen Fehler einzugestehen, verdient höchsten Respekt», so der ehemalige Eishockey-Trainer und jetzige Funktionär.
Fabian Maier von den SC Rapperswil-Jona Lakers stellt im Interview nach dem dritten Drittel eine klare Forderung: «Es braucht bessere Kameras. Dann müssen wir nicht fünf Minuten draufschauen, heranzoomen und dann sieht man es immer noch nicht richtig.» Es sei offensichtlich gewesen, dass die Scheibe hinter der Linie gewesen sei. «Dann kann sie einfach nicht drin sein», so der 34-Jährige, der wiederholt: «Es müssen richtige Kameras her!»
Knapp zehn Minuten nach dem aberkannten Phantomtor gelang Fribourg-Gottéron doch noch der Ausgleich. Und in der Verlängerung entschieden die Gastgeber dann Spiel 7 gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers. (nih)
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