Sport
Eishockey

Davos scheitert an Dübendorf - Dick Axelsson schaut lieber TV

Schon wieder ein Flop im Cup: Die Davos-Spieler nach der Pleite in Dübendorf.
Schon wieder ein Flop im Cup: Die Davos-Spieler nach der Pleite in Dübendorf.
Bild: Steffen Schmidt/freshfocus

Der Schweizer Meister blamiert sich im Cup und was macht HCD-Stürmer Axelsson? Er schaut lieber Real Madrid zu

Schweizer Meister Davos fliegt im Cup gegen Dübendorf raus – gegen einen Klub, der zwei Ligen tiefer spielt. 4:3 führt der HCD bis kurz vor Schluss. Dann gelingt dem Zürcher Aussenseiter der Ausgleich und in der Verlängerung gar der Siegtreffer. Die Sensation ist perfekt!
01.10.2015, 08:2601.10.2015, 09:47

Die Cup-Sensation des EHC Dübendorf ist von den Bündnern zu einem gewissen Teil provoziert worden, denn sie schonten verschiedene Stammspieler. Trainer Arno Del Curto trat unter anderem ohne Goalie Leonardo Genoni an, ohne die beiden Leitwölfe Andres Ambühl und Beat Forster und ohne Dick Axelsson.

Der Schwede hatte offensichtlich die Message seines Coachs verstanden und widmete sich nicht dem Spiel seiner Mannschaft, sondern der Champions League. Axelsson schaute sich die Partie zwischen Malmö FF und Real Madrid an, wobei sich das Vergnügen offenbar in Grenzen hielt. «Ich hätte gerne 74 Minuten meines Lebens zurück», twitterte der schwedische Flügel, bevor die Schlussviertelstunde begann. Malmö verlor gegen Cristiano Ronaldo und Co. mit 0:2.

HCD-Stürmer Dick Axelsson stand gestern nicht auf dem Eis.
HCD-Stürmer Dick Axelsson stand gestern nicht auf dem Eis.
Bild: KEYSTONE

Dübendorf glaubte erst an den Sieg, als es die Davoser Aufstellung sah

Es ist bekannt, dass der Davoser Trainer Arno Del Curto wenig bis gar nichts von der Neulancierung des Schweizer Cups hält. Im letzten Jahr scheiterte der HC Davos bei der Premiere des Wettbewerbs ebenfalls gegen einen Unterklassigen, damals hiess der Riesentöter EHC Visp. Man schont sich in Davos wohl lieber für den Spengler Cup.

Der Meister musste in Dübendorf auf fünf Verletzte verzichten. Dennoch leistete sich Del Curto den Luxus, sechs weitere Stammspieler zu schonen. Als die Dübendorfer diese Aufstellung sahen, witterten sie ihre Möglichkeit für einen historischen Erfolg. «Wären sie in Vollbesetzung gekommen, hätten wir keine Chance gehabt», gab der umjubelte Siegtorschütze Damian Reichart im «Zürcher Oberländer» zu.

Natürlich hätte die Qualität der eingesetzten HCD-Akteure auch so noch ausreichen müssen, um einen Erstligisten zu bezwingen. Doch Davos, so meint die «Südostschweiz», habe den Gegner aus der 1. Liga ganz offensichtlich unterschätzt: «Sie glaubten wohl, sich mit halber Kraft und ohne Engagement in den Zweikämpfen durchsetzen zu können. Dann aber staunten sie, dass die Zürcher nicht nur beherzt und engagiert kämpften, sondern auch spielerisch einiges drauf hatten.»

Ausgelassener Jubel: Dübendorfs Spieler feiern die Sensation.
Ausgelassener Jubel: Dübendorfs Spieler feiern die Sensation.
Bild: Steffen Schmidt/freshfocus

«Das ist mir Wurst»

Denn natürlich benötigte es für die Cup-Sensation nicht nur schlampig auftretende Davoser, sondern auch hervorragende Dübendorfer, welche die Schwächen des haushohen Favoriten auszunutzen wussten. «Sie haben uns sicher unterschätzt», sagte Dübendorfs Trainer Andrea Cahenzli im «Zürcher Oberländer». «Aber das ist mir Wurst.»

Das ist es Arno Del Curto wohl auch. Er bezeichnete das Ausscheiden nicht als tragisch, kritisierte sein Team nicht und lobte lieber Dübendorf: «Sie haben eine Topleistung gezeigt.»

HC Davos

Es ist erst ein paar Monate her: Davos ist zum 31. Mal Schweizer Meister

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Genoni patzt, Servette profitiert und siegt +++ Ajoie dreht 1:3 gegen Lugano
Trotz einer langen Verletztenliste gewinnt Genève-Servette das Heimspiel gegen Zug mit 2:1. Mit nun fünf Punkten Rückstand ist das Team von Trainer Sam Hallam der erste Verfolger von Leader ZSC Lions. Überraschungsteam Ajoie feiert gegen Lugano derweil schon den fünften Saisonsieg.
Es war kein Spiel, das in Erinnerung bleibt. Tim Bozon brachte Servette in der 56. Minute zum zweiten Mal in dieser Partie in Führung, nachdem Johnny Kneubuehler beim im Powerplay erzielten 1:0 (31.) von einem Fehler des Zuger Goalies Leonardo Genoni profitiert hatte. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste erzielte Grégory Hofmann mit einem Schuss von der blauen Linie. Ansonsten liess sich Stéphane Charlin in Servettes Tor von 25 Schüssen nicht bezwingen.
Zur Story