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Spengler Cup in Davos
Gruppe Cattini:
Dinamo Minsk – Team Canada 7:4 (2:3,1:0,4:1)
Gruppe Torriani:
Lugano – Automobilist Jekaterinburg 4:2 (1:1, 2:0, 1:1)
Spiele morgen:
Hradec Kralove – Jekaterinburg 15.00
Davos – Team Canada 20.15
Full house in Davos: Lugano lancierte das Turnier mit einem Sieg.
Full house in Davos: Lugano lancierte das Turnier mit einem Sieg.
Bild: EPA/KEYSTONE

Strafen- und Torflut: Minsk schlägt Team Canada in turbulenter Partie

Morgen Abend kommt es in Davos zum Spengler-Cup-Evergreen zwischen dem HCD und dem Team Canada. Die Ahornblätter dominierten zwar gegen Dinamo Minsk lange Zeit, unterlagen letztlich aber mit 4:7. Zuvor lancierte Lugano das Turnier mit einem Sieg gegen Jekaterinburg.
26.12.2016, 22:2527.12.2016, 16:52

Dynamo Minsk – Team Canada 7:4

– Titelhalter Team Canada hat einen Spengler-Cup-Fehlstart zu verkraften. Die Nordamerikaner unterlagen Dynamo Minsk trotz einer 3:1-Führung 4:7. Als die Kanadier im zuweilen wilden Startdrittel innerhalb von 61 Sekunden in Überzahl auf 3:1 erhöht hatten, drohte Dynamo ein unfreundlicher Einstieg. Die weissrussische Reaktion auf die Doublette der Selects blieb indes nicht aus. Mit Fortdauer fand sich Minsk im teilweise offenen Schlagabtausch besser zurecht.

– Gleich zweimal erkämpften sich die Osteuropäer im mitreissenden High-Speed-Duell des Abends die Rückkehr und neun Minuten vor dem Ende sogar den definitiven Umschwung. Jewgeni Kowyrschin, einer von zwölf Minskern mit einem Aufgebot für die WM im letzten Frühling, schob die unverhoffte Vorlage eines Canada-Verteidigers ins Tor.

Endstation Ben Scrivens: Der kanadische Keeper war Minsks Matchwinner.
Endstation Ben Scrivens: Der kanadische Keeper war Minsks Matchwinner.
Bild: SPENGLER CUP

– Derweil mit Minsk wohl wie beim perfekten Davoser Einstand 2009 bis zum letzten Spieltag zu rechnen sein wird, dürfte für die aus diversen europäischen Ligen formierte Vertretung aus dem Land des Olympiasiegers und Weltmeisters die 14. Spengler-Cup-Trophäe nur über Umwege zu gewinnen sein. Dass die Auswahl der Canucks von einem frühen 3:1-Vorteil (14.) zur deutlichsten Niederlage seit fünf Jahren abdriftete, dürfte im ehrgeizigen Coaching-Stab um die preisgekrönte Persönlichkeit Dave King mit Missfallen registriert worden sein.

Lugano – Automobilist Jekaterinburg 4:2

» Der Liveticker zum Nachlesen

– Der HC Lugano hat auch bei seiner dritten Spengler-Cup-Teilnahme das Startspiel gewonnen. Die Tessiner besiegten den Vorjahres-Halbfinalisten Jekaterinburg 4:2. Als die Russen spät aufdrehten und mehr riskierten, hatten die Bianconeri minutenlang zu leiden. In jener unruhigen Schlussphase waren sie in diversen Szenen auf die Fangkunst von Elvis Merzlikins angewiesen, bis Linus Klasen mit einem Schuss ins leere Tor den Kontrahenten endgültig stoppte.

Kein Fliegenfänger, sondern ein Flieger: Lugano-Keeper Merzlikins.
Kein Fliegenfänger, sondern ein Flieger: Lugano-Keeper Merzlikins.
Bild: EPA/KEYSTONE

– Den kursweisenden Vorteil hatte sich der HCL mit einer Tor-Doublette im mittleren Drittel verschafft. Raffaele Sannitz fälschte in der 32. Minute einen Slapshot Ryan Wilsons unhaltbar ab, 71 Sekunden später erhöhte Altmeister Ryan Gardner auf 3:1; der 38-Jährige schob die Scheibe im Slot aus der Drehung über die Linie. Gut tat dem zuletzt instabilen Ensemble der US-Leihspieler James Wisniewski. Der forcierte Offensiv-Verteidiger hinterliess Spuren. Dass sich der Mann mit dem Fundus von 576-NHL-Einsätzen für einen neuen Vertrag ausserhalb Russlands – seine Zeit in Wladiwostok ist nach zwei Monaten abgelaufen – aufzudrängen versucht, war spürbar.

Lugano-Coach Shedden: «Es tat gut, dem Gegner wieder mal nach einem Sieg die Hand zu schütteln.»
Lugano-Coach Shedden: «Es tat gut, dem Gegner wieder mal nach einem Sieg die Hand zu schütteln.»
Bild: SPENGLER CUP

– Der Spengler Cup soll für Lugano eine Gelegenheit sein, endlich Fahrt aufzunehmen. Philippe Furrer äusserte sich entsprechend: «Es ist wichtig, hier eine gute Performance zu erreichen, wieder zu gewinnen, den Zusammenhalt zu stärken». In der NLA schaffen es die Tessiner seit Wochen nicht, ihre problematische Lage zu entschärfen. «Wir haben in den letzten Wochen schwer enttäuscht», verzichtet Furrer auf PR-Statements. (ram/sda)

Die Telegramme

Dynamo Minsk - Team Canada 7:4 (2:3, 1:0, 4:1)
6119 Zuschauer. - SR Vinnerborg/Wiegand, Borga/Kaderli.
Tore: 3. Materuchin (Gotowez) 1:0. 6. Ebbett (Jeffrey, Raymond) 1:1. 13. (12:57) Noreau (Ebbett, Pouliot/Ausschlüsse Schinkewitsch, Komarow) 1:2. 14. (13:58) Raymond (Flood, Pouliot/Ausschluss Komarow) 1:3. 17. Kowyrschin (Komarow, Materuchin) 2:3. 31. Lisowez (Ellison, Materuchin/Ausschluss Cambpell) 3:3. 41. Noreau (Micflikier/Ausschluss Stass) 3:4. 47. Korobow (Komarow) 4:4. 51. Kowyrschin (Klinkhammer) 5:4. 55. Drosd (Kitarow, Graborenko) 6:4. 59. Komarow (Chenkel) 7:4 (ins leere Tor).
Strafen: je 6mal 2 Minuten. Minsk: Scrivens; Korobow, Lisowez; Graborenko, Gotowez; Schinkewitsch, Chenkel; Ambroschejtschik, Ellison, Klinkhammer; Materuchin, Kowyrschin, Komarow; Drosd, Pawlowitsch, Wolkow; Kitarow, Stass, Lopatschuk; Karaban, Stepanow. Team Canada: MacIntyre; Parlett, Morrisonn; Noreau, Gormley; Heshka, Flood; Vukovic; Emmerton, McIntyre, Campbell; Pouliot, DiDomenico, Micflikier; Jeffrey, Ebbett, Raymond; Sheppard, Pare, Colby Genoway; Katic.
Bemerkungen: Minsk ohne Pettersson (geschont). Team Canada ab 58:10 bis 58:25 und von 58:56 bis 59:03 ohne Goalie.

Lugano - Automobilist Jekaterinburg 4:2 (1:1, 2:0, 1:1)
6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Fonselius/Wehrli, Kovacs/Obwegeser.
Tore: 10. Wisniewski (Klasen)/Ausschluss Kivisto) 1:0. 18. Monja (Tschessalin) 1:1. 32. (31:24) Sannitz (Wilson, Wisniewski) 2:1. 33. (32:35) Gardner (Fazzini) 3:1. 49. Garejew (Schtschitow/Ausschluss Hirschi) 3:2. 60. (59:40) Klasen (Lapierre, Martensson) 4:2 (ins leere Tor).
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Jekaterinburg.
Lugano: Merzlikins; Wisniewski, Wilson; Chiesa, Furrer; Ulmer, Heinrich; Hirschi, Ronchetti; Bürgler, Zackrisson, Hofmann; Walker, Lapierre, Sannitz; Vesce, Martensson, Klasen; Fazzini, Gardner, Reuille.
Jekaterinburg: Lisutin (33. Sochatzki); Schtschitow, Megalinski; Wasilewski, Cajkowski; Timaschow, Kivisto; Schurawljow, Turbin; Michnow, Koukal, Garejew; Tschistow, Ticar, Simakow; Monja, Tortschenjuk, Tschessalin; Buchtele, Gubin, Golyschew.
Bemerkungen: Lugano ohne Brunner, Kparghai, Vauclair, Morini, Fontana (alle verletzt), Bertaggia, Sartori, Riva, Romanenghi (überzählig). 60. (59:25) Timeout von Jekaterinburg, von 59:01 bis 59:40 ohne Goalie. (sda)

Spengler Cup: Bilder aus längst vergangenen Zeiten

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Spengler Cup: Bilder aus längst vergangenen Zeiten
quelle: photopress-archiv / str
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