Trainertausch in der National League: Marjamäki geht zum EVZ – Liniger wird Kloten-Coach
Der EV Zug klärt die wichtigste Personalie für die kommende Saison: Lauri Marjamäki übernimmt das Traineramt bei den Zugern bis 2028, wie der Verein am Donnerstag mitteilt. Im Gegenzug zieht es Michael Liniger, den ehemaligen Coach der Zentralschweizer, zurück an seine alte Wirkungsstätte in Kloten.
In den vergangenen beiden Saisons war Marjamäki beim EHC Kloten an der Bande gestanden. Vor seiner Arbeit in der Schweiz war der 48-jährige Finne unter anderem Trainer der finnischen Nationalmannschaft. Er trainierte die finnischen Klubs Kärpät und Jokerit, wurde zweimal finnischer Meister und einmal Trainer des Jahres in der finnischen Liga.
«Lauri Marjamäki hat in vielen seiner Trainerstationen mit jungen Spielern gearbeitet und erfolgreiches Eishockey gespielt», wird Patrick Lengwiler, der CEO des EVZ, in der Mitteilung zitiert. Nun soll der EVZ mit ihm an der Bande durch den «Rebuild-Prozess» der ersten Mannschaft geführt werden, damit der EVZ schliesslich wieder näher an die Spitzenteams der National League herangeführt wird. In dieser Saison scheiterte Zug nach einem Umweg über das Play-in im Playoff-Viertelfinal an Davos (1:4).
Mit der Verpflichtung von Marjamäki endet das Engagement von Benoit Groulx, der im Januar beim EVZ Trainer wurde, endgültig. Der Frankokanadier hatte einen Vertrag bis zum Ende der Saison unterschrieben.
In Kloten hätte Marjamäki eigentlich noch einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison gehabt. Dieser wurde aufgelöst. Doch dank einer Rochade kennt auch der Zürcher Klub seinen neuen Trainer bereits: Liniger tritt die Nachfolge an.
Der ehemalige Trainer des EV Zug wurde im Januar freigestellt. «Es ist Michael Liniger nicht genügend gelungen, das Team voranzubringen und ihm Stabilität zu geben», sagte Lengwiler damals zur Trainerentlassung.
In Kloten unterschrieb Liniger nun einen Zweijahresvertrag. «Als Head Coach in die Organisation zurückzukehren, bedeutet mir sehr viel», sagt Liniger, der für Kloten während neun Saisons auf dem Eis stand und Teil des Captainteams war.
Der Sportchef von Kloten, Ricardo Schödler, nennt Liniger einen «Wunschkandidaten», den man verpflichtet habe. «Er kennt unsere Philosophie und wir sind überzeugt, dass er diese konsequent weiterführen sowie weiterentwickeln kann», so der Sportchef weiter. Er passe optimal zur strategischen Ausrichtung des Vereins. (riz/sda)
