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Patrick Fischer, coach de l’equipe nationale suisse de hockey sur glace, parle lors d'une conference de presse a l’occasion du debut de la serie de matchs de preparation en vue des Mondiaux ce mercredi 27 avril 2016, a Geneve. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Patrick Fischer hat die Hoffnung auf die Hockey-WM noch nicht aufgegeben. Bild: KEYSTONE

Nati-Trainer Patrick Fischer: «Ich hoffe sehr, dass der Spuk bald vorbei ist»

Sämtliche Schweizer Meisterschaften im Eishockey sind abgesagt, die WM in Zürich und Lausanne steht auf der Kippe. Nationaltrainer Patrick Fischer nimmt Stellung.



In seiner Funktion hätte es Fischer selbstredend gerne gehabt, wenn die Playoffs stattgefunden hätten, damit die Spieler im Rhythmus bleiben. Das war jedoch nicht mehr möglich, nachdem am Mittwoch im Tessin der Notstand ausgerufen worden war. Wird die Heim-WM nicht demnächst abgesagt, wird Fischer die Vorbereitung nun nach vorne schieben – ursprünglich hätte diese am 14. April begonnen.

Allerdings ist derzeit nicht vorstellbar, dass die WM durchgeführt wird. Ein Entscheid fällt spätestens am 15. April, dürfte jedoch früher getroffen werden. «Ich bin keiner, der Theorien aufstellt», sagte Fischer. «Ich warte ab und schaue, was Sache ist. Eine Absage wäre extrem schade für alle. Wir haben eine gute Saison hinter uns.»

Der Schweizer head coach Patrick Fischer, links, und assistant coach Daniel Liniger, bei den Prospect Games zwischen den Eishockey Nationalmannschaften Schweiz und Deutschland, am Donnerstag, 6. Februar 2020, in Herisau. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Nati-Trainer Patrick Fischer. Bild: KEYSTONE

Fischer war Anfang März zusammen mit Assistent Tommy Albelin und Nationalmannschaftsdirektor Lars Weibel in die USA gereist. Das Trio diverse NHL-Partien. Dabei traf es Roman Josi, Yannick Weber, Gaëtan Haas, Kevin Fiala, Jonas Siegenthaler, Nico Hischier, Mirco Müller und Nino Niederreiter. «Alle haben betont, unbedingt an der WM dabei sein zu wollen, wenn der Traum vom Gewinn des Stanley Cup vorbei ist», so Fischer.

Das ist gerade bei Weber, Haas, Siegenthaler und Müller alles andere als selbstverständlich, da die Verträge des Quartetts nach der NHL-Saison auslaufen und eine WM-Teilnahme mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Dieses wollen sie jedoch eingehen. Mit den WM-Kandidaten, die Fischer nicht getroffen hat, wird er telefonieren.

Winnipeg Jets' Luca Sbisa (5) and Vancouver Canucks' Jake Virtanen (18) battle for position in front of Jets goaltender Connor Hellebuyck (37) during the third period of an NHL hockey game Tuesday, Jan. 14, 2020, in Winnipeg, Manitoba. (Fred Greenslade/The Canadian Press via AP)

Luca Sbisa (5) wäre eine Option für die WM. Bild: AP

Ein Thema ist auch Luca Sbisa, der zuletzt an der WM 2011 für die Schweiz spielte und seither aus diversen Gründen fehlte. Der Verteidiger, dessen Karriere in der besten Liga der Welt auf der Kippe stand, erhielt nach langem Warten Ende Oktober doch noch einen Vertrag und spielt nun für die Winnipeg Jets. Bei den Kanadiern überzeugte er mit soliden Leistungen, ehe in Mitte Februar eine Oberkörperverletzung stoppte. «Ich war jedes Jahr mit ihm in Kontakt», sagte Fischer. «Wir sind so verblieben, dass wir uns nach der Saison hören.»

Wie sieht es mit Sven Bärtschi aus, der von den Vancouver Canucks ins AHL-Farmteam Utica Comets abgeschoben wurde, für das er in 43 Partien 13 Tore und 33 Assists erzielte? Der Flügelstürmer erlitt an der WM 2014 in seinem einzigen Länderspiel einen Rippenbruch. «Er ist sicher ebenfalls eine Option», so Fischer. Allerdings pausieren die NHL und die AHL aktuell wegen der Ausbreitung des Coronavirus – die Playoffs dürften frühestens im Mai beginnen. Ohnehin ist es nun mehr als fraglich, ob die NHL ihre Spieler freigibt. Fischer zur aktuellen Situation: «Man liest viel. Es wird immer schlimmer. Ich hoffe sehr, dass der Spuk bald vorbei ist und wir die WM spielen können. Aber das liegt nicht in unseren Händen.» (zap/sda)

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