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epa07573200 Switzerland's players huddle before the IIHF World Championship group B ice hockey match between Switzerland and Norway at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, 15 May 2019.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Die Schweiz präsentiert sich in Bratislava als verschworene Einheit. Bild: EPA/EPA

Die Schweiz ist «B-Weltmeister» – der erstaunlichste Reifeprozess aller Zeiten

4:1 gegen Norwegen. Vier Siege zum WM-Auftakt hatten wir auch schon. Aber noch nie auf diese Art und Weise. Die grosse Frage lautet nun: Wie weit kommt die «neue» Schweiz?

klaus zaugg, bratislava



Kehren wir ein wenig in die Vergangenheit zurück, um die Leistungen der Schweizer hier in Bratislava einzuordnen. Die Vergangenheit hilft uns, die Gegenwart besser zu verstehen.

Also: Im letzten Jahrhundert mit der alten Ordnung des «Kalten Krieges» war auch die Hockeywelt überschaubar. Eingeteilt in eine A-, B- und C-WM. Die A-WM als oberste Stufe umfasste bloss 6 und später 8 Nationen. Und nicht 16 wie heute.

Der Schweizer Spieler Fredy Luethi scheitert am 30. Maerz 1985 alleine  vor dem Tor am italienischen Goalie Corsi. Die Schweiz gewinnt das Spiel an der Eishockey B-Weltmeisterschaft in Fribourg mit 5:1. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Der Schweizer Spieler Fredy Luethi scheitert am 30. März an der B-WM 1985 alleine vor dem Tor am italienischen Goalie Corsi. Solche Spiele gehörten lange zum Schweizer Hockey-Alltag. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz gehörte mit Ausnahme von zwei schmachvollen Jahren in der C-WM (1969, 1973) und zwei ruhmreichen Ausnahme (1972, 1987) bis zum Fall der Berliner Mauer (1989) immer zur B-WM. Erwartet wurden stets Triumphe und Aufstiege. Aber mit zwei Ausnahmen (1971, 1986) endete es stets im Debakel. Einmal auf Augenhöhe mit Schweden, Finnen, Sowjets, Tschechoslowaken, Kanadiern, Amerikanern oder auch nur Deutschen? Völlig undenkbar.

Die Gegner bei diesen B-WM-Turnieren hatten ungefähr das Format der vier ersten Widersacher bei dieser WM hier in Bratislava. Gegen Italien und Norwegen erlitten wir in den 1970er- und 1980er-Jahren mehrere schmähliche Niederlagen. Einmal mussten wir gar mit den Rumänen heimlich ein Unentschieden abmachen, um dem Abstieg in die C-WM zu entgehen.

Die Schweiz ist B-Weltmeister

Nun haben wir in Bratislava in fünf Tagen nacheinander Italien (9:0), Lettland (3:1), Österreich (4:0) und Norwegen (4:1) besiegt. Diese Leistung entspricht einem Gewinn einer B-WM der 1970er- und 1980er-Jahre. B-Weltmeisterzu sein galt damals als ein märchenhafter Triumph. Als sporthistorisches Ereignis.

Die Schweiz hat nun in Bratislava sozusagen die B-WM gewonnen und ist B-Weltmeister. Ein grosser, bedeutsamer Erfolg. Das sei in den historischen Zusammenhang gestellt, weil ja da und dort der Gedanken aufkommen könnte, Siege gegen Italien, Lettland, Österreich und Norwegen seien eine Selbstverständlichkeit. Das sind sie ganz und gar nicht. Das waren sie nicht in den 1970er- und1980er-Jahren und das sind sie auch im 21. Jahrhundert nicht.

Switzerland's Gaetan Haas and Switzerland's coach Patrick Fischer during a training session of the Swiss team at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, on Friday, May 10, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Patrick Fischer hat seine Jungs erfolgreich durch die B-WM gecoacht. Bild: KEYSTONE

Die Norweger hatten zwar nicht den Hauch einer Chance. Auf einen Satz reduziert: die Mannschaft mit Jonas Holos als Verteidigungsminister (er ist nicht mehr gut genug für Gottéron), spielt gegen die Mannschaft mit dem NHL-Titanen und zweifachen WM-Finalisten Roman Josi als Verteidigungsminister. Noch Fragen? Aber das ist billige Polemik. Und respektlos.

Vier Siege zum Auftakt hatten wir auch 2010 und 2013. Und das erst noch gegen stärkere Gegner (u.a. Schweden, Kanada und Tschechien). Und doch sind die vier Siege von Bratislava einmalig und nicht vergleichbar mit 2010 und 2013.

2010 und 2013 sind die Siege unter Sean Simpson wie im «Rausch» herausgespielt worden. Völlig unerwartet. Aus der Position des Aussenseiters. Es waren wundersame Tage. Es lief einfach alles. Sowie es eben wunderbare Tage im Leben gibt, an denen einem alles gelingt – und wenn wir zurückblicken, dann können wir fast nicht fassen, wie es möglich war.

2010 endete der Rausch im Viertelfinale in einer «Prügelpartie gegen Deutschland (0:1), 2013 erst im Finale gegen Schweden (1:5). Und eigentlich war damals allen klar: so etwas können wir nicht wiederholen.

Der erstaunliche Reifeprozess

Aber nun ist es anders. Die Schweizer haben viermal mit fast unheimlicher Selbstsicherheit, Ruhe, Logik und Präzision gewonnen. Sie haben gelernt, mit der Favoritenrolle zu leben, das Spielauf WM-Niveau zu machen und zu dominieren. Dazu waren sie in dieser überzeugenden, ja zwingenden Art und Weise (185:90 Torschüsse) noch nie in der Lage. Die Mannschaft hat in vier Spielen nur in einen einzigen wirklich ärgerlichen Konter zugelassen – und der führte in der 59. Minute zum bedeutungslosen einzigen Treffer der Norweger.

Es war zugleich das einzige Gegentor bei nummerischem Gleichstand. Und das so ziemlich einzige Mal, dass ein gegnerischer Stürmer allein auf unseren Torhüter zulaufen konnte. Kurzum: Die Schweizer sind zum ersten Mal an einer WM so aufgetreten wie die Grossen.

epa07572984 Christoph Bertschy of Switzerland celebrates with teammates after scoring a goal during the IIHF World Championship group B ice hockey match between Switzerland and Norway at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, 15 May 2019.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Die Schweiz ist im Eiltempo in die Liga der Grossen aufgestiegen. Bild: EPA/EPA

Einerseits viermal hintereinander den Gegner dominieren und andererseits viermal hintereinander defensiv solid spielen – das ist eine Leistung, die gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Es ist das Resultat des wohl erstaunlichsten Reifeprozesses, den je eine Mannschaft auf internationalem Niveau in so kurzer Zeit unter dem gleichen Cheftrainer durchlaufen hat. Was 2016 unter Patrick Fischer in Moskau wildes «Pausenplatz-Hockey» war, ist heute die spielerisch und taktisch beste Nationalmannschaft der Neuzeit.

Jetzt kommt die A-WM

Eine Laune des Spielplanes will es, dass wir nach der «B-WM» nun sozusagen in die «A-WM» aufsteigen: jetzt folgen in den Gruppenspielen die Partien gegen Schweden (Samstag), gegen Russland (Sonntag) und Tschechien (Dienstag) – und anschliessend am Donnerstag das Viertelfinale auch gegen einen Grossen.

Drei «Vorbereitungsspiele» fürs Viertelfinale. Drei Partien, um unser Spiel zu perfektionieren und zujustieren.

Ob diese WM als eine ruhmreiche (wie 2013 und 2018) oder eine gewöhnliche in die Geschichte eingeht, wird im Viertelfinale entschieden.

Switzerland`s fans during the game between Switzerland and Norway, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, on Wednesday, May 15, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Der Schweizer Anhang kann guten Mutes den kommenden Duellen entgegenschauen. Bild: KEYSTONE

Aber eines können wir jetzt schon sagen: die Schweizer haben den so schwierigen letzten Schritt von einem guten zu einem grossen WM-Team gemacht. Die Frage ist nur noch, ob dieser historische Schritt bereits mit einer weiteren Medaille gekrönt werden kann oder noch nicht.

So oder so gilt: selbst wenn wir die drei restlichen Vorrundenpartien verlieren und im Viertelfinale scheitern sollten: die bereits erbrachten Leistungen bei dieser WM haben einen ähnlichen inneren sportlichen Wert wie die Silber-WM 2018. 2018 ist bestätigt.

Die Schweiz ist in die Eliteklasse der Grossen aufgestiegen. Und sie wird dort bleiben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hüendli 16.05.2019 13:32
    Highlight Highlight Wie kam der Direktabstieg (1972 A, 1973 C) zustande?
    Und mal noch ein anderes Thema: Warum muss im Eishockey eigentlich jedes Jahr eine WM stattfinden? Wäre es nicht sinnvoller, diese nur alle zwei oder vier Jahre auszutragen und dafür auch die NHL im Boot zu haben, so dass auch wirklich die Besten des Sports gegeneinander antreten?
    • Martinov 16.05.2019 15:41
      Highlight Highlight Dies denke ich auch jedes Jahr, meist im Februar/März, nach dem Start der WM bin ich jedoch froh das sie Jährlich statt findet! weil es einfach ein geiles fest ist und es spass macht der Nati zuzuschauen
  • MaxHeiri 16.05.2019 12:12
    Highlight Highlight Die Schweiz hängt auch davon, ob Niederreiter heute Nacht rausfliegt oder nicht. Mit ihm wäre ein Sieg im Viertelfinal gegen einen Grossen möglich.
  • Bruno Wüthrich 16.05.2019 10:11
    Highlight Highlight Das Verpassen der Viertelfinals heute ist gleichzusetzen mit dem Abstieg in die B-WM in den 1970er-Jahren. Denn erst ab der Viertelfinal spielen - wie damals bei der A-WM - nur die besten acht Teams gegeneinander.
    Als die Schweiz 1969 und 1973 in der C-Gruppe spielen musste, war sie einfach aus den Top-16 gefallen (heute gleichbedeutend mit dem Abstieg in die B-Gruppe.
    Die Profis aus Kanada und der USA waren zu Beginn der 1970er-Jahre noch nicht zur WM zugelassen, Tschechien und die Slowakei waren noch vereint und Lettland gehörte noch zur Sowietunion.
    Die Weltkarte des Eishockey war anders.
  • TheNormalGuy 16.05.2019 08:06
    Highlight Highlight Ich sehe für die nächsten Spiele aber zwei Probleme:

    1. Das Power-Play muss gegen die Grossen sitzen. Eine Strafe MUSS ausgenützt werden.

    2. Das Penalty-Killing gefällt mir schon gegen die Kleinen nicht so gut. Zu schnell sind die Gegner installiert. Einer oder zwei Pässe reichen und das Power-Play läuft. Da hat sich die Schweiz viel schwerer getan. Ebenso ist sie extrem schnell in ihrer Aufstellung und greift die Gegner nicht aktiv an in dieser Phase.

    Trotzdem. Diese Mannschaft gefällt und ich glaube stark daran, dass die Schweiz ihr bestes Hockey noch gegen die Grossen zeigen wird!
    • jimknopf 16.05.2019 09:13
      Highlight Highlight Dein 2. Punkt stört mich auch am meisten. Meiner Meinung ist das Verhalten im Boxplay viel zu defensiv und der Puckführer wird nicht aktiv "attackiert". Aber wie du sagst, die Mannschaft gefällt!
  • marak 16.05.2019 07:58
    Highlight Highlight Es läuft super. Gratulation. Langfristig ist der Status "B-Weltmeister plus" anzustreben. Damit meine ich, dass einen Nicht-Qualifikation für das Viertelfinale Ausrutscher sind (so wie damals das Verlassen der B-Gruppe).
    Im Viertelfinale kann immer alles passieren. Zumal im Viertelfinale auch immer grosse Eishockeynationen rausfliegen. Schliesslich spielen immer noch nur vier Mannschaften im Halbfinale.
  • Militia 16.05.2019 07:51
    Highlight Highlight Diese ganzen Lorbeeren scheinen mir doch ein wenig verfrüht. Läuft es in den nächsten 3 Spielen nicht wie erhofft stellt man die Mannschaft dann ganz anders dar. Schritt für Schritt gehen und immer schön mit den Füsschen auf dem Boden bleiben.
  • Jo Blocher 16.05.2019 07:22
    Highlight Highlight Bleibt auf dem Teppich. Das waren 4 Siege gegen die "kleinen" Gruppengegner. Gegen AUT und NOR hat man gesehen: Mit destruktiven Gegnern tut sich die Nati nach wie vor schwer und die Changenauswertung ist mangelhaft. So hoffen wir auf SWE, RUS und CZE, die uns mit offensivem Hockey besser liegen oder zumindest auf spannende Spiele hoffen lassen.
    • jimknopf 16.05.2019 09:16
      Highlight Highlight Was erwartest du genau? Gegen jedes vermeintlich "schwächere" Team mit 9:0 zu gewinnen? Klar ist ihr Spiel nicht perfekt aber Sie zeigen Geduld und sind abgebrüht. Ich hatte nie das Gefühl, das ein Sieg wirklich in Gefahr ist.
    • Raembe 16.05.2019 09:29
      Highlight Highlight @Jo Blocher: Bezüglich Chancenauswertung hast Du Recht, aber schwer getan hat man sich nicht. AUT hat man dominiert, gegen ein ausgeruhtes Nor, kaum Top Chancen zu gelassen und selber 4 Tore erzielt.
    • Jo Blocher 16.05.2019 13:10
      Highlight Highlight @knopf. Nö, nicht jedesmal 9:0 aber mehr Präzision. Für die 4 schwächeren Gegner hat die Leistung genügt, da technisch, läuferisch unterlegen. Jetzt kommen die Gegner, an denen sich die Nati misst und ein Grossteil der Kommentatoren hier auch. Die Tore fallen nicht mehr so einfach und die sind in allen Belangen mindestens ebenbürtig. Da zählen Konzentration und Präzision. Nur mit Abgebrühtheit und Geduld gewinnt man gegen diese Teams nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wunderwuzzi 16.05.2019 06:19
    Highlight Highlight Bring en hei!!
  • yeahmann 15.05.2019 23:51
    Highlight Highlight Zu früh für eine faire Analyse. We don‘t know s**t.
  • Motiv 15.05.2019 23:41
    Highlight Highlight Es ist eine Freude der Schweiz beim Spielen zuzusehen. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass diese vier Siege die Schweiz zu einer grossen Hockey-Nation macht. Das wird sie erst, wenn sie ziemlich regelmässig gegen die jetzt Grossen gewinnt und ab und zu an Olympia und WM eine Medaille gewinnen.
  • Pinkerton 15.05.2019 23:10
    Highlight Highlight Diese Mannschaft macht so brutal Freude. Weiter so, Jungs! Auf dass der Höhenflug noch möglichst lange andauert!
  • Pana 15.05.2019 22:56
    Highlight Highlight "So oder so gilt: selbst wenn wir die drei restlichen Vorrundenpartien verlieren und im Viertelfinale scheitern sollten: die bereits erbrachten Leistungen bei dieser WM haben einen ähnlichen inneren sportlichen Wert wie die Silber-WM 2018. 2018 ist bestätigt."

    Vergleicht da jemand eine B-Weltmeisterschaft mit einer A-Silbermedaille?
    • make_love_not_war 15.05.2019 23:35
      Highlight Highlight nein
  • MikeT 15.05.2019 22:51
    Highlight Highlight Die Deutschen haben eben auf dramatische Weise die inzwischen bemitleidenswerten Gastgeber geschlagen und führen nach 4 Siegen gegen kleinere Gegner ihre Gruppe an. Den Titel B-Weltmeister müssen wir also teilen.
    • Heini Hemmi 15.05.2019 23:21
      Highlight Highlight Wohl kaum, als Weltmeister im 21. Jhd (2002) gehört die Slowakei zu den 4 Grossen in der Deutschland-Gruppe
    • Pana 16.05.2019 01:25
      Highlight Highlight Die Slowakei kann aber immer noch auf 12 Punkte kommen. Diese Gruppe bleibt spannend.
  • HugiHans 15.05.2019 22:44
    Highlight Highlight Langer Rede kurzer Sinn: Go go go ... packet s‘Glück vo de Tüchtige! 👍 💪 🖖
  • MikeT 15.05.2019 22:43
    Highlight Highlight Die Souveränität der bisherigen Schweizer Auftritte ist tatsächlich beeindruckend und, da gebe ich dem Eismeister recht, historisch ziemlich einmalig. ABER - wir gehören erst zu den Grossen, wenn es keine Rolle mehr spielt, wer von der NHL mit dabei ist. Ohne Hischier, Fiala und Josi sähe es wohl anders aus. Und wir hoffen, was ein Grosser so nicht tut, auf Niederreiter. Hier sind uns die Grossen klar voraus, da sie auf viel mehr Cracks aus der NHL und der KHL bauen können. Freuen dürfen wir uns, aber wir sollten die Kirche im Dorf lassen.
    • kupus@kombajn 15.05.2019 23:52
      Highlight Highlight Das ist so nicht ganz richtig. Auch die Top6 sind immer wieder einmal trotz vieler NHL-Spieler gescheitert, ganz besonders die Russen. Da standen die Allerbesten auch nicht zur Verfügung und es war ihnen ganz und gar nicht egal, wer aus der NHL kommt und wer nicht. Zumindest gilt das für RUS, SWE, FIN & CZE. Nur die Amis und Kanadier machen da keine grosse Geschichte daraus. Dass so viele hochkarätige Stars zur Verfügung stehen, war heuer beispielsweise in Russland durchaus ein Thema.
    • cheeky Badger 16.05.2019 00:32
      Highlight Highlight Also wie jetzt, die Schweiz gehört nur zu den „Grossen“ , wenn Sie auch ohne die Spieler aus K- und NHL gewinnt.

      Die echten „Grossen“ sind uns aber überlegen, da sie noch mehr Spieler aus diesen Ligen haben.

      Das verstehe ich jetzt überhaupt nicht.
    • Schreiberling 16.05.2019 05:23
      Highlight Highlight Ich würde das anders formulieren: Wir gehören erst endgültig zu den Grossen, wenn jedes Jahr mehrere NHL-Spieler in den Playoffs uns gleichzeitig mehrere NHL-Spieler in der Nati dabei sind.

      Sprich: wenn es noch mehr Schweizer in der NHL hat.
  • schneeglöggli 15.05.2019 22:39
    Highlight Highlight Ich freue mich auch sehr wie es der Schweizer Nati momentan läuft.

    Wer jedoch die Berichterstattung aus dem Ausland zur WM liest, merkt schnell dass die Schweiz als momentaner Gruppenerster erstaunt und als Überraschung angesehen wird.

    Bin jetzt gespannt auf die Matches gegen die "Grossen" und hoffe dass es weiterhin so gut läuft!

    Wenn (fast) alle NHL Stars da sind, liegt sicherlich etwas drin, vorallem da z.B. weniger bestechend auftritt als auchschon.
    • Cybelle1934 16.05.2019 00:31
      Highlight Highlight Bin mit dir einig, was die Bestätigung in fen kommenden Matches angeht.
      Verstehe aber deinen letzten Satz nicht, fehlt nach z.B. das Beispiel oder ist das eine Abkürzung die ich noch nicht kenne?
      Mässi für die Aufklärung und Tschuligom falls ich was falsch verstanden habe.
    • schneeglöggli 16.05.2019 08:52
      Highlight Highlight da fehlt ein Kanada
      tschuligom :)
    • schneeglöggli 16.05.2019 08:56
      Highlight Highlight @IchbinmitdenAGBeinverstanden

      z.T. sogar auf dem offiziellen IIHF Kanal
  • Amboss 15.05.2019 22:35
    Highlight Highlight In der Tat eine bemerkenswerte Wandlung. Aber gibt es dafür nicht eine ganz simple Erklärung? Die NHL.
    Wir haben mittlerweile mehr als nur ein, zwei NHL-Spieler. Und das NHL-Hockey ist halt doch ein anderes Niveauals die NLA.

    Und ich denke, es spielen auch unsere NLA-Spieler stärker, wenn sie von einem Josi etc angeführt werden.
  • mukeleven 15.05.2019 22:28
    Highlight Highlight das war ein zaugg‘scher „trockenorgasmus“ oder eine indirekte hommage an fischi...

    however - this team is ready for sweden! da ist noch was offen...
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 15.05.2019 22:21
    Highlight Highlight Finale gegen Schweden nur das wir diesmal Abräumen 😏
    • jannsi01 15.05.2019 22:40
      Highlight Highlight Zuerst musst du uns deinen Namen erklären😅!
    • maljian 15.05.2019 23:10
      Highlight Highlight Während der Ski WM wurde auf Watson darüber berichtet.

      Die WM fand in Åre statt, auf Watson wurde aber immer Are geschrieben.
    • djohhny 15.05.2019 23:33
      Highlight Highlight Ja, die Mannschaft ist wirklich, wirklich gut. Aber man sollte trotzdemauf dem Boden der Realität bleiben. Wir haben fünf NHL Spiele in den Reihen, Schweden, Kanada,, Russland usw. Um einiges mehr. Die sind, was die individuelle Klasse anbelangt und immer noch 1-2 Schritte voraus. ABER unser Team hat einen sensationellen Teamspirit, und der kann uns weit tragen. Nüchtern bleiben und vollgas geben und das kommt gut. Viva la Svizra
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Die «Alpen-Russen», ein verpasster Weltrekord und ein neues Traumpaar

Ein WM-Start, wie es sich für einen Grossen gehört. Die Schweizer zauberten gegen die Italiener wie die Russen in alten Zeiten und feierten mit 9:0 den höchsten WM-Sieg seit 1952. Aus diesem Partyspiel ergeben sich sieben positive Erkenntnisse für diese WM.

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In erster Linie ist es eine Kopfsache. Die Zuversicht war also kein Irrtum. Die Schweizer haben diese Partie nicht nur mit der kontrollierten Arroganz der Grossen hinter sich gebracht. Sie haben sie mit einer erfrischenden Spielfreude geradezu …

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