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Spain's Andres Iniesta applauds to fans at the end of the Euro 2016 Group D soccer match between Spain and Turkey at the Allianz Riviera stadium in Nice, France, Friday, June 17, 2016. Spain won 3-0. (AP Photo/Claude Paris)

Der Beste in einer fantastischen Mannschaft: Andrés Iniesta. Bild: Claude Paris/AP/KEYSTONE

Mit überragendem Iniesta als Anführer: Spanien zaubert wieder wie zu besten Zeiten – mit kleinem Unterschied

Spanien ist wieder da: Angeführt von einem überragenden Andrés Iniesta stürmt die «Furia Roja» mit einem 3:0 gegen die Türkei in den Achtelfinal. Hinten sattelfest, in der Mitte überragend und vorne flexibler denn je – wer soll diese Spanier noch stoppen?



» Hier gibt's den Liveticker der Partie gegen die Türkei zum Nachlesen.

«Hoch spielen, hoch gewinnen!» Es schien schon fast, als hätten die Spanier ihrem Tiki-Taka abgeschworen und sich einer neuen Taktik verschworen. Wie schon Piqués Siegtreffer beim 1:0-Erfolg gegen Tschechien fielen auch die ersten beiden Tore beim 3:0-Sieg gegen die Türkei nach hohen Bällen in den Strafraum. 

Nolito von Celta Vigo bereitete in der 34. Minute das 1:0 von Álvaro Morata mit einer mustergültigen Flanke vor und schoss drei Minuten später den zweiten spanischen Treffer nach einem hohen Ball von Cesc Fàbregas und einem Fehler des türkischen Verteidigers Mehmet Topal gleich selber.

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Nolito flankt, Morata nickt ein.
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Nolito profitiert beim 2:0 von Topals Fehler.  streamable

Doch dann war da noch dieser dritte spanische Treffer kurz nach der Pause. Und der war wieder typisch spanisch. Fast endlos spielten sich die Roten den Ball hin und her, bis Andrés Iniesta zum sechsten Mal an den Ball kam, den tödlichen Pass in den Strafraum spielte, wo Jordi Alba querlegte und Morata nur noch einschieben musste. Tiki-Taka vom Feinsten – mit dem kleinen Makel, dass Alba einen halben Schritt im Abseits stand.

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Fantastisch der Pass von Iniesta, dann ist's nur noch Formsache.
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Danach schalteten die Spanier gegen zuvor völlig überforderte Türken einen Gang zurück, das 3:0 schaukelten sie dennoch problemlos über die Runden und qualifizierten sich mit zwei Zu-null-Siegen souverän für die Achtelfinals. Das Team von Vicente del Bosque ist damit bei EM-Endrunden nun schon seit 14 Partien (oder 4380 Tagen) unbesiegt, seit sieben Begegnungen hat die «Furia Roja» ausserdem kein Gegentor mehr hinnehmen müssen.

Doch nicht nur das. Mit diesem unwiderstehlichen Auftritt erinnerte der Welt- und Europameister aus den Jahren 2008, 2010 und 2012 endlich wieder an vergangene Zeiten. Eindrücklich hat man klargestellt, dass das Vorrunden-Aus an der WM 2014 in Brasilien nur ein ärgerlicher Ausrutscher gewesen war.

Spain's Alvaro Morata, left, celebrates after scoring his team’s third goal during the Euro 2016 Group D soccer match between Spain and Turkey at the Allianz Riviera stadium in Nice, France, Friday, June 17, 2016. (AP Photo/Manu Fernandez)

Ein Team, aus dem einer ganz besonders hervorsticht: Andrés Iniesta.
Bild: Manu Fernandez/AP/KEYSTONE

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Die Spanier kombinierten gegen zugegebenermassen sehr harmlose Türken beinahe nach Belieben. 667 Pässe schlugen sie und liessen ihre Gegenspieler somit Mal für Mal ins Leere laufen. Es war eine beeindruckende Mannschaftsleistung, bei der einer aber doch alle überragte: Andrés Iniesta. Dem 32-jährigen Mittelfeldspieler des FC Barcelona ist das Alter höchstens an der ergrauten Haarpracht anzusehen. Es war ein Genuss, ihm beim Bälleverteilen zuzuschauen.

Der neben dem Platz unscheinbar wirkende Iniesta machte seinem Spitznamen «Bonbonverteiler» mal wieder alle Ehre. Selbstlos und mit der Genauigkeit eines Schweizer Uhrwerks setzte er seine Mitspieler in Szene. Vor allem die Offensivverteidiger Jordi Alba und Juanfran wurden immer wieder herrlich in die Gasse geschickt.

Völlig verdient wurde Iniesta nach der Partie zum «Man of the Match» gewählt. Kein Wunder: Er gewann 65 Prozent seiner Zweikämpfe, hatte am Ende 99 Pässe geschlagen und mit Ausnahme von fünf (Erfolgsquote: 93,34 Prozent) alle an den Mann gebracht. 

Natürlich wurde Iniesta nach dem Match mit Lob überhäuft: «Er ist fundamental für uns», meinte Teamkollege Sergi Busquets, der im Mittelfeld oft einfach nur den Ball bei seinem Teamkollegen abzuliefern brauchte. «Seine Möglichkeiten, den Gegner zu destabilisieren, sind unglaublich. Und er wird einfach immer besser.»

Es stimmt von hinten bis vorne

Doch nicht nur Iniesta zeigte ein fantastisches Spiel. Die spanische Abwehr um die Intimfeinde Innenverteidiger Gerard Piqué und Sergio Ramos machte an dieser EM bislang einen hervorragenden Eindruck und in der Offensive haben die Torschützen Morata und Nolito deutlich frischen Wind und vor allem mehr Variation gebracht.

Die Spanier halten nicht mehr stur am Kurzpassspiel fest. Tiki-Taka ja, aber es geht auch anders. Wenn es sein muss, macht's die Mannschaft von del Bosque auch wieder mal nach alter Schule. Mit Flankenläufen und hohen Bällen in den Strafraum oder Schüssen aus der Distanz.

Football Soccer - Spain v Turkey - EURO 2016 - Group D - Stade de Nice, Nice, France - 17/6/16
Spain's Alvaro Morata celebrates after scoring their first goal 
REUTERS/Eric Gaillard
Livepic

Álvaro Morata: Genau der Stürmer, den Spanien gebraucht hat. Bild: Eric Gaillard/REUTERS

Im letzten Spiel der Vorrunde wartet für Iniesta und Co. nun aber der erste wirkliche Gradmesser. Gegen Kroatien, das wegen einer Adduktorenverletzung auf Spielmacher Luka Modric verzichten muss, reicht ein Unentschieden für den Gruppensieg. Danach ist für diese Spanier alles möglich. Nach der Galavorstellung gegen die Türkei scheint klar, dass der Weg zum Titel nur über sie führen kann.

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