Sport
EM 2016

Niemand will an der EM 2016 Captain von Russland sein

Niemand will die russische Captainbinde. Am Ende trägt sie Igor Akinfejew. Ist halt doof, wenn man keinen Shaqiri in der Mannschaft hat. 
Niemand will die russische Captainbinde. Am Ende trägt sie Igor Akinfejew. Ist halt doof, wenn man keinen Shaqiri in der Mannschaft hat. Bild: Andrew Medichini/AP/KEYSTONE

Niemand will Captain sein: Das ist die ultimativ peinliche Bankrott-Erklärung Russlands

21.06.2016, 12:3521.06.2016, 12:54
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Russland verabschiedet sich mit einem blamablen 0:3 gegen Wales von der EM 2016. In zwei Jahren soll die Sbornaja an der Heim-WM dann Wladimir Putin und Co. glücklich machen. Die Frage nach dem «Wie» stellt sich seit gestern deutlicher denn je.

In der 52. Minute wird Captain Roman Schirkow ausgewechselt. Der neue Mann Alexander Golowin erhält die Binde und möchte diese einem Stellvertreter überreichen. Doch keiner will das Spielführeramt. Weder Wasili Beresutksij, noch Sergej Ignaschewitsch und auch nicht Igor Akinfejew. Ignaschewitsch nimmt das Stück Stoff dann immerhin doch an, behält es aber nur in der Hand.

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Als Schiedsrichter Jonas Eriksson auffordert, dass die Binde an den Arm muss, stülpt der Verteidiger das Ding doch an Akinfejews Arm, welcher dies kopfschüttelnd akzeptiert. Mehr braucht man über den Zustand einer Mannschaft nicht zu sagen. Nationaltrainer Leonid Slutski, der auf ein Grundgehalt verzichtete und erst ab dem Achtelfinal Erfolgsprämien erhalten hätte, stellte sein Amt nach dem Ausscheiden zur Verfügung.

Und was lernen wir daraus? Es ist einfach ein grosser Vorteil, wenn man einen Xherdan Shaqiri in der Mannschaft hat. Wäre unser Star bei den Russen, sie hätten problemlos einen Ersatzcaptain gefunden. (fox)

Leonid Slutskis Reaktion auf das Captainbinde-Dilemma.
Leonid Slutskis Reaktion auf das Captainbinde-Dilemma.

Die Noten der Schweizer nach der Gruppenphase der EM 2016

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Die Noten der Schweizer nach der Gruppenphase der EM 2016
Granit Xhaka: Note 6 – Je grösser die Bühne, desto wohler fühlt er sich. Seine Auftritte an dieser EM verdienen das Prädikat Weltklasse. Scheint tatsächlich angekommen als Chef dieser Mannschaft. Er übernimmt Verantwortung. Die allermeisten seiner Pässe sitzen – und das, obwohl er sich nicht scheut, Risiko einzugehen. Nach dem Transfer zu Arsenal wurde Xhaka von einem Engländer gefragt, ob er nicht fürchte, das Preisschild von 50 Mio. könne nun an der EM zu viel Last sein. Seine Antwort gab er auf dem Platz. Sie ist eindrücklich: Nein!

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quelle: witters / tim groothuis/freshfocus
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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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leu84
21.06.2016 13:07registriert Januar 2014
Und diese Mannschaft will an der WM 2018 glänzen? Jetzt heisst es wohl 2 Jahre eisernes Training irgendwo in Sibirien ❄⚽
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suchwow
21.06.2016 14:01registriert Dezember 2014
Hab nichts gegen Russland (eher auf der Pro-Seite), aber diese Szene verkörpert einfach sehr gut, wie die Verantwortung einfach weitergegeben wird. Dabei noch die Arroganz behalten ;-)
Karma is a bi*ch. Geschieht eigentlich ganz Recht wenn man bedenkt, was für einen Stuss Putin und der Aussenminister (oder?) über das "feminine Verhalten" der Engländer verzapft haben. Als wäre das eine riesen Leistung, Kampfsportler gegen betrunkene Fans einzusetzen (soll aber auch keine Entschuldigung für ENG sein, auch diese "Fans" haben sich nicht wirklich korrekt verhalten).
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a-n-n-a
21.06.2016 12:56registriert Oktober 2015
Der letzte Satz: made my day 😂🔝
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