Sport
FC Sion

Pfiff von der Tribüne: Darum wurde Sion der Treffer aberkannt

Hektik in Thun: Sions Präsident Christian Constantin verlangt eine Erklärung vom Unparteiischen.
Hektik in Thun: Sions Präsident Christian Constantin verlangt eine Erklärung vom Unparteiischen.Bild: Urs Lindt/freshfocus

Pfiff von der Tribüne: Darum wurde Sion der Treffer aberkannt

Spektakel in Thun: Den 2:1-Erfolg gegen Sion müssen die Berner Oberländer hart erkämpfen. Zu reden gibt neben zwei verschossenen Elfmetern auch ein aberkanntes Tor.
25.04.2015, 23:1826.04.2015, 09:31

Eigentlich schien zur Pause alles entschieden: Thun führte 2:0, Sion hatte schon beim Stand von 0:1 einen Elfmeter verschossen. Carlitos sah seinen Schuss von Guillaume Faivre pariert. Doch Sion kam durch Daniel Follonier auf 1:2 heran und in der 76. Minute überschlagen sich die Ereignisse.

Was ist passiert: Nach einem Eckball fängt Thuns Goalie Faivre den Ball. Er wird dabei hart angegangen und hört einen Pfiff. Im Glauben, dass er einen Freistoss erhielt, setzt er sich den Ball. Sions Stürmer Moussa Konaté steht dort und schiebt das Leder ins Gehäuse. 

Animiertes GIFGIF abspielen
Die fragwürdige Szene.Gif: SRF

Jetzt wird es hektisch. Schiedsrichter Fedayi San bespricht sich mit seinen Schiri-Kollegen. Wie im TV-Bild gerade noch zu sehen, unterbricht er die Partie Augenblicke bevor Konaté das Tor erzielt. 

Selbst Sion-Präsident Christian Consantin stürmte zuvor mit dem Telefon am Ohr auf den Platz und forderte eine Erklärung. Sein Sohn Barthelemy spielt sich ebenfalls an vorderster Front auf. Doch San bleibt hart: Er gibt den Treffer nicht.

Sion wird in Thun ein Tor «gestohlen»

1 / 15
Sion wird in Thun ein Tor «gestohlen»
Die Constantins in Action: Präsident Christian (Mitte) und Sohn Barthelemy (3. von links) nach einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung.
quelle: keystone / peter klaunzer
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Ein richtiger Entscheid. Im «Sport aktuell» erklärt sich der Referee: «Faivre wurde von einem lauten Pfiff von der Tribüne irritiert. Er meinte, dieser käme von mir.» Warum hat er dann aber so lange mit dem Entscheid gezögert, das Tor nicht zu geben? «Es war eine aussergewöhnliche Situation. Aber nach Reglement ist der Fall klar: Bei einem Pfiff aus dem Publikum wird die Partie mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt.»

Sion legte erst Spielfeldprotest ein, nahm diesen aber nach der Partie wieder zurück. Alles war korrekt, das Spiel wird gewertet. 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Drei Länder aus dem Balkan träumen von der ersten WM-Teilnahme überhaupt
In den nächsten Tagen entscheidet sich, welche sechs Teams sich das letzte WM-Ticket sichern werden. In Europa gibt es gleich drei Länder vom Balkan, welche sich zum ersten Mal überhaupt für eine Fussball-Weltmeisterschaft qualifizieren möchten.
16 Nationen kommen in Europa für vier WM-Tickets noch infrage. 13 dieser Länder waren alle mindestens einmal an einer Weltmeisterschaft dabei, anders als Albanien, Nordmazedonien und Kosovo. Die drei Balkanländer gehören in ihren Gruppen nicht zu den Favoriten, dürfen sich aber durchaus Chancen ausrechnen.
Zur Story